Einigung

Einigung bezeichnet das Zustandekommen oder das Ergebnis einer gemeinsam akzeptierten Lösung. In größeren politischen oder organisatorischen Zusammenhängen kann das Wort auch die Verbindung zuvor getrennter Teile meinen.

Bedeutung und wichtige Unterschiede

Eine Einigung über einen Termin beseitigt einen konkreten Abstimmungsbedarf. Sie bedeutet nicht notwendig, dass die Beteiligten in allen Fragen übereinstimmen. Auch nach einer sachlichen Einigung können unterschiedliche Interessen fortbestehen.

Einigkeit beschreibt eher den Zustand übereinstimmender Ansichten. Einigung hebt dagegen häufig den Weg zu einem Ergebnis oder dieses erzielte Ergebnis hervor. Eine Vereinigung führt Teile zusammen; bei einer Terminabsprache entstehen hingegen keine neuen gemeinsamen Organisationen.

Synonyme im Gebrauch

AlternativeWann sie passtWas sich verändert
Vereinbarungkonkret festgelegtes VorgehenBetont den Inhalt oder die Verbindlichkeit des Ergebnisses.
Übereinkunftgemeinsam gefundene LösungKlingt gehobener und etwas förmlicher.
Kompromissgegenseitiges NachgebenIst nur eine mögliche Art der Einigung.
ZusammenschlussVerbindung getrennter GruppenPasst zur organisatorischen, nicht zu jeder sachlichen Bedeutung.

Zwei eigene Beispiele im Vergleich

Das Ergebnis nennen

Ausgangssatz: Nach langer Beratung gelang eine Einigung über den Probenplan.

Alternative: Nach langer Beratung kam eine Vereinbarung über den Probenplan zustande.

Die erste Fassung betont das Überwinden unterschiedlicher Vorstellungen. Die zweite lenkt den Blick auf das vereinbarte Ergebnis. Beide sollten anschließend erklären, wie der neue Plan aussieht.

Einigkeit ist nicht der Vorgang

Ausgangssatz: Die Einigung wurde erst am Abend erzielt.

Alternative: Erst am Abend fanden die Beteiligten eine gemeinsame Lösung.

Die Umschreibung verdeutlicht das Geschehen. „Die Einigkeit wurde erzielt“ ist zwar verständlich, setzt aber einen anderen Schwerpunkt: den Zustand gemeinsamer Auffassungen statt der konkreten Lösung.

Schreibweise und Grammatik

FormWortform
Nominativdie Einigung
Genitivder Einigung
Pluraldie Einigungen
Dativ Pluralden Einigungen

Das feminine Substantiv wird großgeschrieben. Man spricht von einer Einigung zwischen Beteiligten und einer Einigung über eine Frage oder auf eine Lösung. Bei der letzten Verbindung klingt oft das Verb „sich auf etwas einigen“ mit.

Das Wort treffend verwenden

Ein sachlicher Bericht sollte Beteiligte, Gegenstand und Reichweite nennen. „Es gab eine Einigung“ kann sonst größere Übereinstimmung nahelegen, als tatsächlich erreicht wurde. Verwechsle die Einigung außerdem nicht mit Versöhnung: Menschen können eine praktische Regelung akzeptieren und persönlich weiterhin Abstand halten. Diese Unterscheidung ist auch für das Verständnis von Konflikten in Erzählungen nützlich.