Erfolg
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Erfolg
- Worttrennung
- Er·folg
- Artikel
- der Erfolg
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des Erfolges / des Erfolgs
- Plural
- die Erfolge
Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.
Erfolg ist das Gelingen eines Vorhabens oder das Erreichen eines angestrebten Ziels. Ob etwas als Erfolg gilt, hängt deshalb auch vom gesetzten Maßstab ab. Das Wort bezeichnet nicht jedes beliebige Ergebnis, sondern bewertet es im Hinblick auf eine erwünschte Wirkung.
Bedeutung und Verwendung
Für eine Anfängerin kann eine fehlerfrei gespielte kurze Melodie ein Erfolg sein; für eine erfahrene Musikerin liegt das Ziel möglicherweise anders. Der Vergleich zeigt, dass Erfolg nicht zwingend einen Sieg über andere voraussetzt. Auch ein eigener Fortschritt oder ein hilfreiches gemeinsames Ergebnis kann gemeint sein.
Ein kurzfristiger Erfolg beweist zudem nicht, dass ein Verfahren dauerhaft gut funktioniert. Das Ergebnis kann zufällig günstig sein oder Nachteile an anderer Stelle haben. Eine genaue Beschreibung nennt daher Ziel, beobachtetes Ergebnis und Zeitraum, statt aus einer einzelnen gelungenen Situation alles Weitere abzuleiten.
Synonyme im Gebrauch
- Gelingen
- Betont, dass ein Vorhaben wie beabsichtigt zustande kommt. Es klingt weniger nach öffentlicher Anerkennung und eignet sich gut für konkrete Aufgaben.
- Fortschritt
- Bezeichnet eine günstige Veränderung auf dem Weg zu einem Ziel. Ein Fortschritt kann bereits wertvoll sein, obwohl das vollständige Ziel noch nicht erreicht wurde.
- Sieg
- Passt zu einem Wettbewerb oder einer Auseinandersetzung mit einem Gewinner. Erfolg ist weiter und benötigt weder einen Gegner noch eine Rangliste.
Zwei eigene Satzpaare
Ausgangssatz: Die erste selbstständig gelöste Aufgabe war für Sam ein Erfolg.
Alternative: Die erste selbstständig gelöste Aufgabe war für Sam ein Fortschritt.
Fortschritt ordnet das Ergebnis stärker in einen längeren Lernweg ein. Erfolg bewertet die konkrete Leistung als gelungen. Beide Aussagen können stimmen, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Ausgangssatz: Der Lesetag wurde für den Verein ein großer Erfolg.
Alternative: Der Lesetag erreichte für den Verein sein wichtigstes Ziel.
Die Alternative fordert dazu auf, dieses Ziel zu benennen. Viele Besucher, neue Mitglieder und begeisterte Rückmeldungen wären unterschiedliche Erfolgsmaßstäbe, die nicht ohne Weiteres gleichgesetzt werden sollten.
Grammatik und Schreibweise
Es heißt der Erfolg, des Erfolgs oder des Erfolges, die Erfolge und den Erfolgen. Das Substantiv ist maskulin. Im Singular kann es sowohl ein einzelnes Gelingen als auch einen allgemeinen Zustand bezeichnen.
Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.
Deklination von ErfolgDie vier Fälle
Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener. In festen Wendungen und je nach Textstil kann sie weiterhin passen.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Erfolg | die Erfolge |
| Genitiv | des Erfolges / des Erfolgs | der Erfolge |
| Dativ | dem Erfolg / dem Erfolge | den Erfolgen |
| Akkusativ | den Erfolg | die Erfolge |
Übliche Verbindungen sind Erfolg haben, einen Erfolg erzielen und mit Erfolg arbeiten. Erfolg bei einer Aufgabe benennt den Bereich; Erfolg durch Vorbereitung verweist auf einen angenommenen Grund.
Treffend formulieren
In Bewerbungen und Berichten wirken konkrete Ergebnisse überzeugender als ein pauschales erfolgreich. Nenne etwa, welche Aufgabe abgeschlossen oder welche Schwierigkeit überwunden wurde. So lässt sich die Leistung nachvollziehen, ohne Menschen allein nach Wettbewerb oder äußerer Anerkennung zu bewerten.
