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Faselhans

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Faselhans
Worttrennung
Fa·sel·hans
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Faselhanses
Plural
die Faselhänse

Gebrauch: Abwertende, eher altertümliche Personenbezeichnung

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Ein Faselhans ist nach abwertendem Sprachgebrauch jemand, der viel Unzusammenhängendes, Unvernünftiges oder wenig Gehaltvolles redet. Das Wort kritisiert die Art des Redens und klingt eher altertümlich.

Bedeutungen

Abwertend: ein Mensch, der faselt

Wer jemanden Faselhans nennt, bewertet dessen Reden als wirr oder inhaltsarm. Die Bezeichnung ist ein Personenurteil und keine sachliche Beschreibung eines einzelnen Arguments. Sie kann in älteren Erzählungen oder in bewusst zugespitzter Rede begegnen.

„Die Figur beschimpft ihren Gesprächspartner als Faselhans.“

Der Satz ordnet die Abwertung der sprechenden Figur zu. Ob ihre Kritik berechtigt ist, bleibt eine eigene Frage.

Faselhans: Synonyme und andere Wörter

Wenn nur viel geredet wird

Schwätzer · Vielredner

Vielredner benennt vor allem die Menge der Rede und ist vergleichsweise sachlich. Schwätzer und Faselhans werten stärker ab. Faselhans hebt besonders fehlenden Zusammenhang oder mangelnden Gehalt hervor.

„Er redet sehr viel“ behauptet weniger als „Er redet nur wirres Zeug“.

Wenn die Aussagen unzuverlässig sind

Dampfplauderer · Aufschneider

Ein Aufschneider stellt sich vor allem größer oder bedeutender dar. Faselhans muss nicht angeben oder bewusst lügen. Die Begriffe benennen also unterschiedliche Gründe für eine negative Bewertung des Redens.

„Er übertreibt seine Erfolge“ beschreibt Aufschneiderei; „Seine Rede springt ohne Zusammenhang“ eher das mit Faselhans kritisierte Verhalten.

Beispiele und Verwendung

„Im Streit nennt sie ihn einen Faselhans.“

Das Wort wirkt hier als Beschimpfung. In einer Analyse sollte die Wortwahl als Teil des Konflikts und nicht als neutrale Tatsache behandelt werden.

„Der Erzähler lässt den Faselhans ständig abschweifen.“

Die konkrete Gestaltung seiner Rede erklärt die Bezeichnung. Nur eine große Zahl gesprochener Sätze wäre dafür noch kein ausreichender Beleg.

Grammatik und Beugung

Faselhans ist ein maskulines Substantiv, kein Vorname der beschriebenen Person. Der Genitiv lautet des Faselhanses. Die Mehrzahl hat einen Umlaut: die Faselhänse, im Dativ den Faselhänsen. Die ältere Dativform dem Faselhanse wirkt gehoben oder historisch; in der Tabelle steht dem Faselhans.

Deklination von Faselhans
FallSingularPlural
Nominativder Faselhansdie Faselhänse
Genitivdes Faselhansesder Faselhänse
Dativdem Faselhansden Faselhänsen
Akkusativden Faselhansdie Faselhänse