Fensterbank
Form & Grammatik
- Stichwort
- Fensterbank
- Worttrennung
- Fens·ter·bank
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Fensterbank
- Plural
- die Fensterbänke; Dativ den Fensterbänken
Platte beziehungsweise Brett an der Fensterbrüstung oder Sitzbank in einer Fensternische; nicht jede Fensterbank ist ein Sitzmöbel.
Definition · kurz erklärt
Eine Fensterbank ist die Platte oder das Brett, das die obere Fläche der Fensterbrüstung abdeckt. Außerdem kann eine Sitzbank in einer Fensternische gemeint sein. Die Mehrzahl lautet Fensterbänke.
Bedeutungen
1 Die Platte an der Fensterbrüstung
Eine Fensterbank schließt die obere Fläche der Brüstung ab. Sie kann aus Holz, Stein oder einem anderen geeigneten Material bestehen. Der Begriff sagt für sich nicht, dass man darauf sitzen soll.
„Auf der inneren Fensterbank steht eine kleine Vase.“
Der Satz nennt die Lage der Vase. Material, Breite und Tragfähigkeit sind damit nicht bestimmt.
2 Eine Sitzbank in einer Fensternische
Fensterbank kann auch ein Sitzmöbel oder einen dafür eingerichteten Sitzplatz in einer Fensternische bezeichnen. Hier steht die Sitzfunktion im Vordergrund.
„In der tiefen Nische ließ die Familie eine gepolsterte Fensterbank einbauen.“
Polsterung und Einbauzusammenhang machen die Sitzbankbedeutung deutlich. Nicht jede schmale Platte unter einem Fenster ist ein solcher Sitzplatz.
Fensterbank: Synonyme und andere Wörter
Fensterbank, Fensterbrett oder Fenstersims?
Fensterbrett ist eine nahe Bezeichnung für die Platte. Fenstersims kann ebenfalls im Bereich am unteren Fensterrand verwendet werden; der genaue bauliche Bezug entscheidet. Für eine ausdrückliche Sitzbank genügt ein bloßer Austausch durch Fensterbrett meist nicht.
„Die Vase steht auf der Fensterbank“ lässt sich im passenden Raumzusammenhang mit „auf dem Fensterbrett“ ausdrücken.
Bei der eingebauten Sitzbank würde die Ersetzung die Funktion unklarer machen.
Den Gegenstand statt der Haltung benennen
Angewinkelt beschreibt etwa die Beine einer sitzenden Figur. Fensterbank nennt dagegen den Ort oder das Möbel. Die beiden Angaben ergänzen sich.
„Sie sitzt mit angewinkelten Beinen auf der breiten Fensterbank“ verbindet Körperstellung und Ort.
Keines der beiden Wörter erklärt allein die Stimmung der Figur.
Beispiele und Verwendung
„Nach dem Umzug ist die Fensterbank noch leer.“
Das Wort bezeichnet weiterhin den baulichen Teil. Erst eine zusätzliche Beschreibung erklärt, was dort früher stand.
„Die Fensterbänke im Flur sind aus hellem Stein.“
Der Plural enthält ä und bezeichnet mehrere entsprechende Bauteile.
„Unter den Fensterbänken verlaufen schmale Leisten.“
Nach unter steht hier Dativ Plural: den Fensterbänken. Gemeint ist eine Lage, keine Bewegung zu einem Ziel.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Fensterbank, im Genitiv der Fensterbank. Das Nomen ist feminin.
Der Plural lautet die Fensterbänke, im Dativ den Fensterbänken. Wie bei Bank wird der Vokal im Plural zum Umlaut. Die Beugungsendungen e und en sind dezent hervorgehoben.
Die Worttrennung lautet Fens·ter·bank. In auf der Fensterbank stehen ist eine Lage mit Dativ gemeint; auf die Fensterbank stellen bezeichnet das Ziel mit Akkusativ.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Fensterbank | die Fensterbänke |
| Genitiv | der Fensterbank | der Fensterbänke |
| Dativ | der Fensterbank | den Fensterbänken |
| Akkusativ | die Fensterbank | die Fensterbänke |
