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Freudenausbruch

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Freudenausbruch
Worttrennung
Freu·den·aus·bruch
Artikel
der Freudenausbruch
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Freudenausbruches / des Freudenausbruchs
Plural
die Freudenausbrüche

Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.

Formen und Verwendung im Detail

Ein Freudenausbruch ist eine plötzliche, heftige Äußerung von Freude. Das Wort hebt nicht nur das Gefühl, sondern besonders dessen auffälliges Hervortreten hervor.

Wenn Freude deutlich nach außen tritt

Ein Freudenausbruch kann sich durch Jubel, Lachen, Rufen oder eine lebhafte Bewegung zeigen. Oft gibt es einen unmittelbaren Anlass, etwa eine überraschende Zusage. Die konkrete Ausdrucksweise ist aber nicht festgelegt: Nicht jeder Freudenausbruch sieht gleich aus.

Das Wort eignet sich weniger für eine dauerhaft gute Stimmung oder ein stilles angenehmes Gefühl. Es beschreibt einen erkennbaren Moment starker Regung. Aus einem solchen Moment folgt auch nicht, dass eine Person sonst besonders lebhaft oder ständig gut gelaunt ist.

Jubel ist nicht immer ein Ausbruch

AlternativePassender SchwerpunktUnterschied
Jubelhörbare oder sichtbare BegeisterungKann länger andauern und muss nicht plötzlich beginnen.
Freudenschreiein lauter RufBenennt nur eine bestimmte Ausdrucksform.
Begeisterungstarkes positives InteresseBezeichnet auch einen anhaltenden Zustand ohne sichtbaren Ausbruch.

„Die Zusage löste bei Leni einen Freudenausbruch aus.“
„Die Zusage löste bei Leni heftigen Jubel aus.“

Beides kann dieselbe Reaktion beschreiben. Der erste Satz betont stärker den plötzlichen Beginn; der zweite lenkt den Blick auf die gezeigte Begeisterung.

„Sie las den Brief mit stiller Freude.“
„Sie las den Brief mit einem Freudenausbruch.“

Die zweite Fassung verändert die Szene. Ein stilles Erleben wird zu einer heftigen Äußerung. Der Ausdruck darf deshalb nicht bloß zur sprachlichen Abwechslung eingesetzt werden.

Mehrzahl mit Umlaut

Das Substantiv ist maskulin: der Freudenausbruch. Der Genitiv lautet des Freudenausbruchs oder des Freudenausbruches; die Mehrzahl heißt die Freudenausbrüche. Zusammengeschrieben wird es mit dem n in Freuden- und dem Bestandteil Ausbruch.

Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.

Deklination von FreudenausbruchDie vier Fälle

Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener. In festen Wendungen und je nach Textstil kann sie weiterhin passen.

Freudenausbruch: Formen in den vier Fällen
FallSingularPlural
Nominativder Freudenausbruchdie Freudenausbrüche
Genitivdes Freudenausbruches / des Freudenausbruchsder Freudenausbrüche
Dativdem Freudenausbruch / dem Freudenausbrucheden Freudenausbrüchen
Akkusativden Freudenausbruchdie Freudenausbrüche

In einer Erzählanalyse

Beschreibe zuerst die konkrete Reaktion und ihren Auslöser. Ein gerufenes „Endlich!“, ein Sprung vom Stuhl oder plötzliches Lachen macht die Bezeichnung nachvollziehbar. Die bloße Nachricht von einem Erfolg beweist dagegen noch nicht, dass die Figur ihn so heftig erlebt. Gerade bei knappen Szenenbeschreibungen ist es hilfreich, Wahrnehmung und Deutung als zwei aufeinander bezogene Schritte erkennbar zu halten.