Freund
Form & Grammatik
- Stichwort
- Freund
- Worttrennung
- Freund
- Artikel
- der Freund
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des Freunds / des Freundes
- Plural
- die Freunde
Weibliche Form: die Freundin, der Freundin; Plural die Freundinnen. Freund und Freundin können eine freundschaftliche oder partnerschaftliche Beziehung meinen.
Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.
Ein Freund oder eine Freundin ist eine nahestehende Person, zu der eine freundschaftliche Beziehung besteht. Je nach Zusammenhang kann das Wort außerdem einen Partner beziehungsweise eine Partnerin meinen.
Nähe mit verschiedenen Beziehungen
Freundschaft setzt mehr voraus als bloßes Kennen. Gemeinsame Erfahrungen, Vertrauen oder gegenseitige Zuwendung können die Beziehung prägen. Welche Nähe im Einzelfall besteht, wird durch das Wort allein dennoch nicht vollständig beschrieben.
In „mein Freund“ kann eine partnerschaftliche Beziehung gemeint sein, muss es aber nicht. „Ein Freund von mir“ lenkt stärker zur Freundschaft. Diese sprachlichen Hinweise sind keine ausnahmslosen Regeln; im Zweifel macht eine Ergänzung den Sinn klar. Daneben kann Freund in Verbindungen wie „ein Freund guter Bücher“ einen Liebhaber oder Anhänger bezeichnen.
Bekanntschaft ist nicht Freundschaft
| Alternative | Schwerpunkt | Unterschied |
|---|---|---|
| Bekannter / Bekannte | man kennt einander | Behauptet weniger persönliche Nähe. |
| Vertrauter / Vertraute | Vertrauen und Einblick | Betont besonders das Anvertrauen persönlicher Dinge. |
| Partner / Partnerin | partnerschaftliche Beziehung | Ist eindeutiger, wenn diese Beziehung gemeint ist. |
„Eine Freundin aus der Schulzeit besucht ihn.“
„Eine Bekannte aus der Schulzeit besucht ihn.“
Der zweite Satz bezeichnet eine weniger eng bestimmte Beziehung. Der Besuch allein entscheidet nicht, wie vertraut die beiden miteinander sind.
„Er ist ein Freund alter Landkarten.“
„Er ist ein Liebhaber alter Landkarten.“
Hier geht es um eine Vorliebe, nicht um eine zwischenmenschliche Freundschaft. „Er ist ein Bekannter alter Landkarten“ wäre deshalb kein sinnvoller Ersatz.
Freund und Freundin
Die männliche Form lautet der Freund, des Freundes oder des Freunds, die Freunde. Die weibliche Form lautet die Freundin, der Freundin, die Freundinnen. Beide werden großgeschrieben. In „mit Freunden“ erhält der Dativ Plural die Endung n.
Weibliche Form: die Freundin, der Freundin; Plural die Freundinnen. Freund und Freundin können eine freundschaftliche oder partnerschaftliche Beziehung meinen. Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.
Deklination von FreundDie vier Fälle
Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener. In festen Wendungen und je nach Textstil kann sie weiterhin passen.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Freund | die Freunde |
| Genitiv | des Freunds / des Freundes | der Freunde |
| Dativ | dem Freund / dem Freunde | den Freunden |
| Akkusativ | den Freund | die Freunde |
Beziehungen nicht aus Gesten ableiten
Ein freundlicher Gruß beweist noch keine Freundschaft. In einer Figurenanalyse sind gemeinsame Vorgeschichte, vertrauliche Gespräche und gegenseitige Hilfe aussagekräftiger als ein einzelnes höfliches Verhalten. Bei einer unklaren Beziehung helfen Zusätze wie „ein Freund aus der Schulzeit“ oder „ihre feste Freundin“. Sie sind aussagekräftiger als Vermutungen aus einem einzelnen Wort.
