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Gärtner

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Gärtner
Worttrennung
Gärt·ner
Artikel
der Gärtner
Geschlecht
maskulin
Genitiv
des Gärtners
Plural
die Gärtner; Dativ: den Gärtnern

Gebrauch: Beruflich oder bei intensiver privater Gartenarbeit. Die maskuline Personenbezeichnung kann je nach Kontext geschlechtsübergreifend gebraucht werden; das Genus allein bestimmt die gemeinten Personen nicht.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Ein Gärtner arbeitet beruflich im Gartenbau oder bei der Pflege von Gärten. Das Wort kann außerdem jemanden bezeichnen, der viel und gern im Garten arbeitet, ohne dass dies sein Beruf ist. Die weibliche Gegenbezeichnung lautet in beiden Verwendungen Gärtnerin.

Bedeutungen

Eine Person im Gartenbau oder in der Gartenpflege

Als Berufsbezeichnung steht Gärtner für eine Person, die Gartenbau betreibt oder Gärten pflegt. Welche Pflanzen und Arbeiten im Mittelpunkt stehen, hängt vom jeweiligen Tätigkeitsbereich ab. Das Wort allein legt weder einen bestimmten Arbeitsplatz noch den Besitz eines Gartens fest.

„Der Gärtner pflegt die Beete und Gehölze der städtischen Anlage.“

Der Satz beschreibt eine berufliche Aufgabe. Die Bezeichnung ist grammatisch maskulin; in bestimmten Zusammenhängen wird sie auch geschlechtsübergreifend gebraucht. Soll die konkrete Person eindeutig benannt werden, hilft eine entsprechend genaue Formulierung.

Jemand, der viel im Garten arbeitet

Auch eine Person, die privat viel im Garten arbeitet, kann Gärtner heißen. Häufig zeigen Zusätze wie begeistert oder leidenschaftlich, dass die Freude an der Tätigkeit gemeint ist. Ein Beruf wird damit nicht notwendig behauptet.

„Im Beruf ist Jonas Buchhalter, in seiner Freizeit aber ein begeisterter Gärtner.“

Der Gegensatz zwischen Beruf und Freizeit macht die private Verwendung deutlich. Das bloße Eigentum an einem Garten würde noch nicht dieselbe Aussage über die Beschäftigung damit tragen.

Synonyme: andere Wörter für Gärtner

Im Beruf: Person im Gartenbau

Person im Gartenbau · Fachkraft für Gartenpflege

Diese Umschreibungen können die berufliche Tätigkeit erläutern. Gartenpflege benennt dabei einen bestimmten Arbeitsbereich und deckt nicht jede Tätigkeit im Gartenbau ab.

„Der Gärtner pflegt die Anlage.“ → „Die Fachkraft für Gartenpflege pflegt die Anlage.“

Für die beschriebene Pflegearbeit bleibt der Sinn ähnlich. Die Umschreibung sollte nicht als Behauptung eines bestimmten amtlichen Berufstitels verstanden werden.

In der Freizeit: Hobbygärtner

Hobbygärtner · Gartenfreund

Hobbygärtner stellt die private Beschäftigung heraus. Gartenfreund betont eher Interesse und Freude; das Wort sagt weniger deutlich, wie viel jemand selbst arbeitet.

„Jonas ist in seiner Freizeit ein begeisterter Gärtner.“ → „Jonas ist ein begeisterter Hobbygärtner.“

Beide Sätze meinen dieselbe nichtberufliche Tätigkeit. Gartenfreund wäre eine weniger genaue Aussage über seine tatsächliche Arbeit.

Gärtner und Gartenbesitzer unterscheiden

Gartenbesitzer · Gartenbesitzerin

Diese Wörter bezeichnen den Besitz eines Gartens. Wer darin arbeitet, muss ihn nicht besitzen; wer ihn besitzt, muss ihn nicht selbst pflegen.

„Der Gärtner pflanzt einen Baum.“ → „Der Gartenbesitzer pflanzt einen Baum.“

Beide Beschreibungen können auf dieselbe Person zutreffen, behaupten aber unterschiedliche Dinge. Deshalb sind sie keine pauschal austauschbaren Synonyme.

Beispiele und Verwendung

Gärtnerin ist eine eigene Gegenbezeichnung

„Die Gärtnerin ordnet die Jungpflanzen nach ihrem Platzbedarf.“

Hier bezeichnet Gärtnerin eine Frau bei einer gärtnerischen Tätigkeit. Jungpflanzen sind junge Pflanzen; daraus folgt noch keine bestimmte Art ihrer Vermehrung. Das feminine Personenwort ist keine Kasusform von Gärtner.

Auch die Gegenbezeichnung ist nicht auf einen Beruf beschränkt

„Meine Nachbarin arbeitet als Übersetzerin und ist daneben eine leidenschaftliche Gärtnerin.“

Der Satz trennt Beruf und private Tätigkeit. Die Gartenarbeit wird dadurch nicht zu einer zweiten Berufsangabe.

Eine Gruppe eindeutig benennen

„Zur Fortbildung kommen Gärtnerinnen und Gärtner aus mehreren Betrieben.“

Die Paarform nennt Frauen und Männer ausdrücklich. Die maskuline Form Gärtner kann je nach Zusammenhang auch geschlechtsübergreifend gemeint sein; ohne nähere Angaben ist dieser Bezug nicht immer eindeutig.

Grammatik und Beugung

Das Hauptlemma Gärtner ist maskulin. Der Genitiv Singular lautet des Gärtners. Der Plural bleibt zunächst Gärtner; nur im Dativ kommt -n hinzu. Das feminine Gegenlemma Gärtnerin hat den Genitiv der Gärtnerin und den Plural Gärtnerinnen. Berufliche und private Gartenarbeit verändern diese Formen nicht. Beide Lexeme stehen in getrennten Tabellen.

Hauptlemma Gärtner in den vier Fällen
FallSingularPlural
Nominativder Gärtnerdie Gärtner
Genitivdes Gärtnersder Gärtner
Dativdem Gärtnerden Gärtnern
Akkusativden Gärtnerdie Gärtner
Gegenbezeichnung Gärtnerin: eigene feminine Formen
FallSingularPlural
Nominativdie Gärtnerindie Gärtnerinnen
Genitivder Gärtnerinder Gärtnerinnen
Dativder Gärtnerinden Gärtnerinnen
Akkusativdie Gärtnerindie Gärtnerinnen

Schreibweise und Worttrennung

Die Worttrennung lautet Gärt·ner. Bei der Gegenbezeichnung gelten Gärt·ne·rin und Gärt·ne·rin·nen. Das ä gehört schon zur jeweiligen Singularform. Die Nomen werden auch in Berufsangaben ohne Artikel großgeschrieben: Sie ist Gärtnerin.

Redewendungen und feste Verbindungen

Den Bock zum Gärtner machen

Jemand bekommt eine Aufgabe, für die er nach seinen Voraussetzungen oder seiner Einstellung völlig ungeeignet ist. Dadurch kann er der Sache eher schaden als helfen.

„Ausgerechnet dem notorischen Unruhestifter die Streitschlichtung zu übertragen hieße, den Bock zum Gärtner zu machen.“

Die umgangssprachliche Wendung kritisiert die Auswahl einer Person. Sie ist stärker als der nüchterne Hinweis auf fehlende Erfahrung und behauptet keine Eigenschaft tatsächlicher Gärtnerinnen oder Gärtner.

Wortfamilie und verwandte Wörter

Garten bezeichnet den Arbeits- oder Freizeitort, gärtnern die Tätigkeit. Gärtnerei kann einen entsprechenden Betrieb bezeichnen. Hobbygärtner und Hobbygärtnerin heben die nichtberufliche Beschäftigung hervor.