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Garten

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Garten
Worttrennung
Gar·ten
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Gartens
Plural
die Gärten

Gebrauch: Dativ Plural: den Gärten. Seltene übertragene Verwendungen sind umgangssprachlich beziehungsweise ironisch.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Ein Garten ist ein abgegrenztes Gelände, auf dem Nutz- oder Zierpflanzen wachsen und das entsprechend angelegt oder gepflegt wird. Es kann der Versorgung, Erholung oder Gestaltung dienen. Der Plural Gärten unterscheidet sich durch den Umlaut vom Singular.

Bedeutungen

Ein angelegtes Gelände mit Pflanzen

Ein Garten ist ein abgegrenztes Grundstück oder ein entsprechender Bereich, in dem beispielsweise Gemüse, Obst, Blumen oder Ziergehölze wachsen. Er gehört oft zu einem Haus, muss aber kein privater Hausgarten sein.

„Die Schule legt hinter dem Gebäude einen Garten mit Gemüsebeeten an.“

Im Beispiel dient das Gelände dem Anbau und Lernen. Ein Garten kann ebenso vor allem zur Erholung oder als Zieranlage gestaltet sein.

Übertragen: Kübelbäume vor einem Wirtshaus

Umgangssprachlich kann eine Gruppe vor einem Wirtshaus aufgestellter Kübelbäume als Garten bezeichnet werden. Diese übertragene Verwendung setzt kein gewachsenes Grundstück mit Beeten voraus.

„Der Erzähler nennt die drei Kübelbäume vor der Wirtschaft scherzhaft ihren Garten.“

Der enge Zusammenhang erklärt den übertragenen Gebrauch. In einer sachlichen Beschreibung ist die Bezeichnung Kübelbäume genauer.

Ironisch: ein militärisches Übungsgelände

In einer ironischen umgangssprachlichen Verwendung kann Garten ein Gelände für wirklichkeitsnahe Gefechtsübungen bezeichnen.

„In der erfundenen Kasernenszene nennt ein Soldat den Übungsplatz spöttisch den Garten.“

Die Wortwahl beruht auf einem Kontrast zur gewöhnlichen Gartenvorstellung. Sie ist keine neutrale amtliche Bezeichnung des Geländes.

Synonyme: andere Wörter für Garten

Garten und Grünanlage

Grünanlage · Grünfläche

Grünanlage bezeichnet einen gestalteten begrünten Bereich und passt besonders zu öffentlichen Anlagen. Grünfläche ist weiter und sagt weniger über Nutzung und Gestaltung.

„Hinter dem Haus liegt ein Garten.“ → „Hinter dem Haus liegt eine Grünfläche.“

Die zweite Fassung lässt offen, ob dort Beete, Wege oder Nutzpflanzen angelegt sind. Ein bloßer Rasenstreifen ist nicht in jedem Zusammenhang ein Garten.

Garten und Park

Park · Parkanlage

Park bezeichnet gewöhnlich eine größere gestaltete Anlage mit Wegen, Bäumen und Aufenthaltsbereichen. Garten kann kleiner sein und den Nutzpflanzenanbau stärker betonen.

„Die Gäste gehen durch den Garten des Schlosses.“ → „Die Gäste gehen durch den Park des Schlosses.“

Je nach Anlage können beide Wörter passen. Der zweite Satz legt eine ausgedehntere Parkgestaltung nahe; die Grenzen sind im tatsächlichen Sprachgebrauch nicht überall scharf.

Beispiele und Verwendung

Lage beschreiben

„Der abgeschiedene Garten ist vom belebten Platz aus kaum zu sehen.“

Abgeschieden hebt die Trennung vom lebhaften Umfeld hervor. Es bedeutet nicht automatisch, dass der Garten verwildert oder unerreichbar ist.

Richtung und Aufenthaltsort

„Sie geht in den Garten und arbeitet dort im Garten.“

In den Garten bezeichnet die Richtung und steht mit Akkusativ. Im Garten beschreibt den Ort der Tätigkeit und enthält den Dativ.

Grammatik und Beugung

Garten ist maskulin und hat den Genitiv des Gartens. Im Plural wird a zu ä: die Gärten. Die Endung -en gehört bereits zur Wortgestalt; im Dativ Plural tritt kein zusätzliches n hinzu. Singular und Plural unterscheiden sich hier am Umlaut und am Artikel.

Garten – Singular und Plural
FallSingularPlural
Nominativder Gartendie Gärten
Genitivdes Gartensder Gärten
Dativdem Gartenden Gärten
Akkusativden Gartendie Gärten

Schreibweise und Worttrennung

Getrennt wird Gar·ten beziehungsweise Gär·ten. In der Pluralform entsteht keine zusätzliche Silbe. Gartenarbeit und Gartentor sind Zusammensetzungen; ihre Bedeutung ergibt sich aus dem jeweils letzten Bestandteil.

Redewendungen und feste Verbindungen

Quer durch den Garten

Umgangssprachlich: aus ganz unterschiedlichen Bereichen, bunt gemischt.

„Das Konzertprogramm ging quer durch den Garten, vom Volkslied bis zum Jazzstück.“

Die Wendung beurteilt eine Mischung und setzt keinen tatsächlichen Garten voraus. Sie kann eine vielseitige Auswahl oder eine wenig einheitliche Zusammenstellung beschreiben.

Der Garten Eden

Das biblische Paradies; übertragen ein als besonders schön und friedlich empfundener Ort.

„Die Figur empfindet das abgeschiedene Tal als einen Garten Eden.“

Die übertragene Verwendung ist eine starke Idealisierung. Sie beweist nicht, dass der Ort für alle Menschen konfliktfrei oder vollkommen ist.