Gefühllosigkeit
Form & Grammatik
- Stichwort
- Gefühllosigkeit
- Worttrennung
- Ge·fühl·lo·sig·keit
- Artikel
- die
- Geschlecht
- feminin
- Genitiv
- der Gefühllosigkeit
- Plural
- gewöhnlich kein Plural
Das Wort ist weiblich und wird meist ohne Plural verwendet: „die Gefühllosigkeit“, „der Gefühllosigkeit“. Mehrere Ereignisse lassen sich als „gefühllose Reaktionen“ beschreiben. In einer sachlichen Darstellung empfiehlt sich zusätzlich ein konkreter Bezug: Wessen Reaktion ist gemeint, gegenüber wem und in welcher Situation? So werden eine einmalige ungeschickte Äußerung und ein wiederkehrendes Verhalten nicht unbemerkt gleichgesetzt.
Gefühllosigkeit: Gefühllosigkeit kann das Fehlen körperlicher Empfindung oder einen Mangel an erkennbarem Mitgefühl bezeichnen. In der zweiten Bedeutung ist das Wort meist ein kritisches Urteil über den Umgang mit anderen Menschen; die beiden Verwendungen müssen auseinandergehalten werden.
Bedeutung und Gebrauch
„Gefühllosigkeit in der Hand“ beschreibt etwas anderes als „die Gefühllosigkeit seiner Bemerkung“. Im ersten Fall steht die Wahrnehmung des Körpers im Mittelpunkt. Im zweiten erscheint eine Reaktion kalt oder rücksichtslos. Ein ruhiger Gesichtsausdruck beweist allerdings nicht, dass jemand innerlich nichts empfindet. Wer eine Figur charakterisiert, sollte deshalb die beobachtbare Handlung nennen: etwa das Übergehen einer Bitte oder einen verletzenden Witz. Das Verhalten trägt die Deutung; ein bloßes Etikett genügt nicht.
Synonyme im Gebrauch
| Alternative | Wann sie passt – und was sich ändert |
|---|---|
| Empfindungslosigkeit | Passt zur fehlenden körperlichen Wahrnehmung. Für mangelnde Anteilnahme wäre das Wort ohne weitere Erklärung missverständlich. |
| Teilnahmslosigkeit | Betont fehlende erkennbare Beteiligung. Sie kann verschiedene Ursachen haben und ist nicht automatisch mit bewusst rücksichtsloser Härte gleichzusetzen. |
| Herzlosigkeit | Ist ein deutliches moralisches Urteil. Es passt, wenn fehlendes Mitgefühl angeprangert wird, verstärkt aber häufig den Vorwurf gegenüber einer neutralen Verhaltensbeschreibung. |
Beispiele im Vergleich
Körperlich beschreiben
„Sie bemerkte eine Gefühllosigkeit im Finger.“ – „Sie bemerkte ein Taubheitsgefühl im Finger.“
Die zweite Fassung ist im alltäglichen Bericht meist eindeutiger. Beide beschreiben eine Empfindung; sie liefern noch keine Erklärung dafür, wodurch sie ausgelöst wurde. Eine Charaktereigenschaft ist hier nicht gemeint.
Eine Handlung beurteilen
„Er reagierte mit Gefühllosigkeit auf die Bitte.“ – „Er ging auf die Bitte nicht ein und sprach sofort von seinen eigenen Problemen.“
Die zweite Fassung zeigt das Verhalten, auf dem das Urteil beruhen kann. Sie lässt Leser selbst erkennen, warum die Reaktion verletzend wirkt, statt einen inneren Zustand als sicher zu behaupten.
Grammatik und Verwendung
Das Wort ist weiblich und wird meist ohne Plural verwendet: „die Gefühllosigkeit“, „der Gefühllosigkeit“. Mehrere Ereignisse lassen sich als „gefühllose Reaktionen“ beschreiben. In einer sachlichen Darstellung empfiehlt sich zusätzlich ein konkreter Bezug: Wessen Reaktion ist gemeint, gegenüber wem und in welcher Situation? So werden eine einmalige ungeschickte Äußerung und ein wiederkehrendes Verhalten nicht unbemerkt gleichgesetzt.
Das Wort ist weiblich und wird meist ohne Plural verwendet: „die Gefühllosigkeit“, „der Gefühllosigkeit“. Mehrere Ereignisse lassen sich als „gefühllose Reaktionen“ beschreiben. In einer sachlichen Darstellung empfiehlt sich zusätzlich ein konkreter Bezug: Wessen Reaktion ist gemeint, gegenüber wem und in welcher Situation? So werden eine einmalige ungeschickte Äußerung und ein wiederkehrendes Verhalten nicht unbemerkt gleichgesetzt.
Deklination von GefühllosigkeitDie vier Fälle
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | die Gefühllosigkeit |
| Genitiv | der Gefühllosigkeit |
| Dativ | der Gefühllosigkeit |
| Akkusativ | die Gefühllosigkeit |
