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Geschmack

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Geschmack
Worttrennung
Ge·schmack
Artikel
der Geschmack
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Geschmacks / des Geschmackes
Plural
Geschmäcke / Geschmäcker

Geschmackssinn und ästhetischer Maßstab häufig im Singular.

Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.

Formen und Verwendung im Detail

Geschmack: Geschmack kann eine beim Essen oder Trinken wahrgenommene Eigenschaft, den Geschmackssinn oder persönliche Vorlieben bezeichnen. Auch die Fähigkeit, gestalterisch zu urteilen, wird so genannt. Diese Bedeutungen hängen bildlich zusammen, sind aber nicht in jedem Satz austauschbar.

Bedeutung und Gebrauch

„Der Geschmack der Suppe“ betrifft eine sinnliche Wahrnehmung. „Ihr Musikgeschmack“ meint dagegen Vorlieben. Wer von „gutem Geschmack“ spricht, wertet häufig eine Gestaltung nach bestimmten Maßstäben. Solche Maßstäbe können je nach Person, Zeit und Umfeld verschieden sein. Eine missfallende Farbe beweist daher nicht objektiv schlechten Geschmack. Für eine klare Beurteilung sollte erklärt werden, ob eine persönliche Vorliebe oder ein begründetes gestalterisches Kriterium gemeint ist.

Synonyme im Gebrauch

AlternativeWann sie passt – und was sich ändert
AromaPasst zu sinnlichen Eigenschaften von Speisen und Getränken, kann aber stärker den Geruch mit einbeziehen. Es ersetzt nicht jede Geschmackswahrnehmung genau.
VorliebeErläutert einen persönlichen Geschmack, etwa bei Musik. Das Wort bezeichnet eine Neigung, keine Sinnesleistung.
StilgefühlBetont das gestalterische Urteil. Es ist enger als der gesamte Bereich persönlicher Vorlieben.

Beispiele im Vergleich

Persönliche Vorlieben benennen

„Unsere Geschmäcker unterscheiden sich.“ – „Wir haben unterschiedliche Vorlieben.“

Der Ersatz passt im Alltag. Er vermeidet, die eine Vorliebe automatisch als besser zu bewerten. Welche Unterschiede gemeint sind, kann anschließend konkret erläutert werden.

Eine Sinneswahrnehmung beschreiben

„Die Soße hat einen kräftigen Geschmack.“ – „Die Soße schmeckt deutlich nach gerösteten Zwiebeln.“

Die zweite Fassung nennt eine konkrete Qualität. Sie ist informativer, wenn diese Wahrnehmung tatsächlich gemeint ist. „Kräftig“ allein sagt noch nicht, welche Geschmacksrichtung vorliegt.

Grammatik und Verwendung

Der Genitiv lautet „des Geschmacks“ oder „des Geschmackes“. Bei einzelnen Geschmacksarten ist „Geschmäcke“ möglich; „Geschmäcker“ ist besonders umgangssprachlich gebräuchlich. In „auf den Geschmack kommen“ meint die feste Verbindung, Gefallen an etwas zu finden. Sie kann daher auch auf Hobbys bezogen werden, bei denen weder gegessen noch getrunken wird. So kann jemand nach einem ersten Versuch auf den Geschmack kommen, selbst Gedichte zu schreiben.

Geschmackssinn und ästhetischer Maßstab häufig im Singular. Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.

Deklination von GeschmackDie vier Fälle

Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener. In festen Wendungen und je nach Textstil kann sie weiterhin passen.

Die vier Fälle von Geschmack – Geschmäcker besonders umgangssprachlich
FallSingularPlural
Nominativder Geschmackdie Geschmäcke / die Geschmäcker
Genitivdes Geschmacks / des Geschmackesder Geschmäcke / der Geschmäcker
Dativdem Geschmack / dem Geschmackeden Geschmäcken / den Geschmäckern
Akkusativden Geschmackdie Geschmäcke / die Geschmäcker