Harz
Form & Grammatik
- Stichwort
- Harz
- Worttrennung
- Harz
- Artikel
- das Harz (Material)
- Geschlecht
- neutrum; Gebirgsname der Harz ist eine andere Verwendung
- Genitiv
- des Harzes
- Plural
- die Harze
Gebrauch: Klebrige, duftende pflanzliche Absonderung, besonders von Nadelbäumen; Kunstharz benennt synthetisch hergestelltes Harz. Dativ dem Harz, seltener dem Harze; Plural den Harzen. Tabelle betrifft das Materialwort.
Definition · kurz erklärt
Harz bezeichnet als Materialwort besonders eine aus Nadelbäumen austretende, zähflüssige und klebrige Absonderung mit starkem Duft. In chemischen Zusammenhängen ist außerdem zwischen natürlichem Harz und synthetisch hergestelltem Kunstharz zu unterscheiden. Es heißt das Harz, des Harzes, die Harze. Der Gebirgsname der Harz ist davon getrennt zu lesen.
Bedeutungen
Das natürliche Harz
Harz ist eine zähflüssige, klebrige Absonderung von weißlicher bis gelbbrauner Farbe und starkem Duft, die besonders aus dem Holz von Nadelbäumen austritt.
„Die Naturbeschreibung erwähnt einen duftenden Harztropfen an der Rinde des Baums.“
Die Szene benennt eine pflanzliche Absonderung. Sie beschreibt weder sämtliche Harzarten noch die genaue Zusammensetzung oder einen bestimmten Verwendungszweck.
Synonyme: andere Wörter für Harz
Natürliches Harz genauer bezeichnen
Baumharz · Pflanzenharz · Baumpech
Baumharz und Pflanzenharz machen den natürlichen Ursprung ausdrücklich. Baumpech kann einen entsprechenden Stoffbezug erklären; das einfache Wort Pech hat weitere Bedeutungen und ist kein beliebiger Ersatz.
„An der Rinde ist Harz zu sehen.“ → „An der Rinde ist Baumharz zu sehen.“
Im beschriebenen Baumzusammenhang kann die genauere Benennung passen. Ein beliebiger synthetischer Stoff wäre damit nicht gemeint.
Kunstharz als besondere Materialbezeichnung lesen
Kunstharz · synthetisch hergestelltes Harz
Kunstharz bezeichnet in der Chemie synthetisch hergestelltes Harz. Es ist vom unmittelbar aus einem Baum austretenden Naturharz zu unterscheiden. Synthetisch nennt eine Herstellungsart und kein pauschales Qualitätsurteil.
„Die Materialnotiz nennt Kunstharz.“ → „Die Materialnotiz nennt synthetisch hergestelltes Harz.“
Die Umschreibung erklärt den Stoffzusammenhang. Aus dem Wort allein folgt weder eine konkrete Zusammensetzung noch eine technische Eignung.
Beispiele und Verwendung
Menge und Materialarten unterscheiden
„Das Werkstoffverzeichnis vergleicht mehrere Harze unterschiedlicher Herkunft.“
Die Mehrzahl unterscheidet Materialien. Mehrere Tropfen desselben Harzes sind deshalb nicht automatisch mehrere Harzarten.
Eigenschaft und Stoff trennen
„Die Beschriftung ergänzt zum Wort Harz die Eigenschaft zähflüssig.“
Zähflüssig beschreibt das Fließverhalten. Eine entsprechend beschriebene Masse ist nicht allein deshalb sicher als Harz bestimmt.
Den Gebirgsnamen erkennen
„Im Sprachvergleich stehen ‚das Harz‘ als Material und ‚der Harz‘ als Gebirgsname nebeneinander.“
Der Artikel zeigt unterschiedliche grammatische Genera. Die Materialformen unten werden nicht als Namensformen des Gebirges verwendet.
Grammatik und Beugung
Das Materialwort Harz ist neutral. Der Genitiv lautet des Harzes. Im Dativ Singular steht gewöhnlich dem Harz, seltener dem Harze. Der Plural heißt Harze, im Dativ den Harzen. Eine bloße Stoffmenge wird häufig im Singular genannt. Die Tabelle zeigt das Materialwort; der maskuline Gebirgsname gehört nicht zu dieser Reihe.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Harz | die Harze |
| Genitiv | des Harzes | der Harze |
| Dativ | dem Harz; seltener dem Harze | den Harzen |
| Akkusativ | das Harz | die Harze |
Schreibweise und Worttrennung
Harz ist einsilbig und wird nicht getrennt. Die Mehrzahl wird Har·ze getrennt. Der Genitiv Harzes enthält -es, nicht bloß ein zusätzliches s. Die gleiche Großschreibung des Gebirgsnamens hebt den Bedeutungs- und Genusunterschied nicht auf.
Wortfamilie und verwandte Wörter
Baumharz, Kiefernharz und Tannenharz machen einen natürlichen Ursprung genauer. Kunstharz benennt dagegen synthetisch hergestelltes Harz. Harztropfen und Harzfleck sind Gegenstands- beziehungsweise Rückstandsbezeichnungen und keine besonderen Kasusformen des einfachen Nomens.
