Humbug
Form & Grammatik
- Stichwort
- Humbug
- Worttrennung
- Hum·bug
- Artikel
- der
- Geschlecht
- maskulin
- Genitiv
- des Humbugs
- Plural
- ohne Plural
Umgangssprachlich und abwertend.
Humbug: Humbug ist eine umgangssprachlich abwertende Bezeichnung für vorgetäuschte Bedeutsamkeit, Schwindel oder unsinnige Äußerungen und Handlungen.
Bedeutung und Zusammenhang
Wer etwas Humbug nennt, weist es deutlich zurück. Eine Erklärung erscheint dem Sprecher nur scheinbar bedeutsam, eine Behauptung wird als Unsinn abgetan oder ein Verfahren als unnütze Täuschung bewertet. Der Ausdruck ist ein Urteil über die Sache. Er ersetzt keinen Nachweis, warum sie falsch, überflüssig oder irreführend ist.
Humbug kann sich auf eine Aussage und ebenso auf eine Handlung beziehen. „Das Gerede ist Humbug“ kritisiert den Inhalt des Gesagten. „Der ganze Aufwand ist Humbug“ kann ein Verfahren betreffen. Welche Art von Fehler vorliegen soll, muss der weitere Text erklären. Nicht jeder sinnlos wirkende Aufwand ist absichtlicher Betrug.
Synonyme im Gebrauch
Unsinn ist eine gut verständliche Alternative für inhaltlich unvernünftige Aussagen. Schwindel betont eine irreführende Täuschung. Bluff passt, wenn jemand einen Eindruck erzeugt, der die tatsächliche Stärke oder Fähigkeit übersteigt.
Firlefanz richtet sich eher gegen unnötiges Drumherum. Hokuspokus kann einen ähnlichen abwertenden Ton haben, zusätzlich aber eine Zaubervorführung oder Formel meinen. Deshalb sind die Wörter nur im jeweils passenden Zusammenhang austauschbar.
Wörter im Satz vergleichen
Vergleiche: „Die Nachbarin hielt die Erklärung für Humbug.“
„Die Nachbarin widerlegte die Erklärung.“
Der erste Satz berichtet eine abwertende Einschätzung. Der zweite behauptet, dass die Erklärung mit Gründen als falsch erwiesen wurde. Das Urteil allein leistet diese Widerlegung noch nicht.
Vergleiche: „Er nannte das Versprechen Humbug.“
„Er nannte das Versprechen unklar.“
Humbug verwirft das Versprechen scharf. Unklar beanstandet zunächst fehlende Verständlichkeit oder Genauigkeit. Eine unklare Aussage kann später erklärt werden, ohne deshalb von Anfang an Schwindel gewesen zu sein.
Verwendung und Satzbau
Humbug passt in ein Gespräch, einen Kommentar oder eine bewusst zugespitzte Figurenrede. In einem sachlichen Bericht ist eine konkrete Beschreibung meist informativer: „Die Behauptung nennt keine überprüfbaren Belege“ erläutert den Einwand, statt ihn lediglich mit einem abwertenden Etikett zu versehen.
Beim Zitieren sollte die Urheberschaft des Urteils erkennbar bleiben: „Der Kritiker bezeichnete das Angebot als Humbug.“ So ist klar, wer die Sache zurückweist. Der Bericht übernimmt damit nicht automatisch die Behauptung, es liege eine Täuschung vor.
Das Substantiv steht hier in der Einzahl. Die Form des Genitivs lautet des Humbugs. „Lauter Humbug“ meint eine Menge unsinniger Aussagen oder Handlungen, ohne dafür einzelne Humbugs zu zählen.
Grammatik und Wortformen
Umgangssprachlich und abwertend.
Deklination von HumbugDie vier Fälle
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | der Humbug |
| Genitiv | des Humbugs |
| Dativ | dem Humbug |
| Akkusativ | den Humbug |
