Idealist
Form & Grammatik
- Stichwort
- Idealist
- Worttrennung
- Ide·a·list
- Artikel
- der
- Geschlecht
- maskulin
- Genitiv
- des Idealisten
- Plural
- Idealisten
Weibliche Form: die Idealistin, der Idealistin, die Idealistinnen.
Worttrennung der weiblichen Form: Ide·a·lis·tin.
Idealist: Ein Idealist oder eine Idealistin setzt sich für hohe Ideale ein; im philosophischen Zusammenhang kann eine Vertretung des Idealismus gemeint sein.
Bedeutung und Zusammenhang
Ein Idealist richtet sein Handeln nach Vorstellungen davon aus, was gut, gerecht oder erstrebenswert ist. Er kann dafür Mühe oder Nachteile in Kauf nehmen. Die entsprechende weibliche Bezeichnung lautet Idealistin. Beide Wörter benennen dieselbe Art von Haltung; sie sagen nichts über geschlechtsspezifische Eigenschaften aus.
Je nach Ton kann die Bezeichnung anerkennend oder skeptisch gemeint sein. Anerkennend hebt sie das Engagement hervor. Kritisch kann sie bedeuten, dass jemand praktische Schwierigkeiten zu wenig berücksichtigt. In philosophischen Texten ist außerdem ein Vertreter oder eine Vertreterin des Idealismus gemeint. Dieser Fachgebrauch ist nicht mit naivem Optimismus gleichzusetzen.
Synonyme im Gebrauch
Überzeugter Mensch ist weiter gefasst und erläutert nicht, welchen Idealen die Person folgt. Engagierter Mensch betont den tatsächlichen Einsatz. Schwärmer kann eine gefühlsbetonte Begeisterung und mangelnde Bodenhaftung nahelegen; es ist deshalb kritischer.
Optimist beziehungsweise Optimistin bezeichnet eine positive Erwartung. Ein Idealist kann um die Schwierigkeiten wissen und trotzdem handeln. Realist ist nur in einem passenden Gegensatz ein Gegenwort; Einsatz für Ideale und nüchterne Planung können sich auch ergänzen.
Wörter im Satz vergleichen
Vergleiche: „Als Idealistin setzte sie ihre Zeit für die kostenlose Lernhilfe ein.“
„Als Optimistin rechnete sie mit vielen Teilnehmenden.“
Der erste Satz erklärt ihr Engagement mit einem ideellen Ziel. Der zweite beschreibt ihre Erwartung des Erfolgs. Eine Person kann beides sein, doch die beiden Wörter nennen nicht denselben Gesichtspunkt.
Vergleiche: „Er nannte den Gründer anerkennend einen Idealisten.“
„Er nannte den Gründer spöttisch einen wirklichkeitsfremden Schwärmer.“
Die zweite Formulierung enthält einen deutlicheren Vorwurf. Eine Bezeichnung als Idealist kann zwar ebenfalls skeptisch sein, muss es aber nicht. Für die Interpretation sind der Ton und weitere Aussagen nötig.
Verwendung und Satzbau
Die männliche Form wird schwach gebeugt: der Idealist, des Idealisten, den Idealisten. Bei der weiblichen Form heißt es die Idealistin, der Idealistin und im Plural die Idealistinnen. Die Endungen benennen keine unterschiedlichen Bedeutungen des Engagements.
Für eine Charakterisierung sollte das Ideal konkret werden. „Sie will, dass jedes Kind lesen lernen kann, und bietet deshalb regelmäßig kostenlose Hilfe an“ zeigt Ziel und Handlung. Ein bloßer Satz über eine bessere Welt belegt noch nicht denselben persönlichen Einsatz.
Ob die Figur dabei praktische Grenzen übersieht, sollte an eigenen Textstellen gezeigt werden. Die kritische Lesart darf nicht aus dem Etikett allein folgen. So bleibt die Beschreibung differenziert und verwechselt Einsatzbereitschaft nicht mit Gedankenlosigkeit.
Eine entsprechende Ausrichtung kann als idealistisch beschrieben werden. Das Adjektiv bezeichnet die Orientierung, die Personenbezeichnung ihren Träger; beides ist noch keine Aussage über den praktischen Erfolg.
Grammatik und Wortformen
Weibliche Form: die Idealistin, der Idealistin, die Idealistinnen. Worttrennung der weiblichen Form: Ide·a·lis·tin.
Deklination von IdealistDie vier Fälle
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Idealist | die Idealisten |
| Genitiv | des Idealisten | der Idealisten |
| Dativ | dem Idealisten | den Idealisten |
| Akkusativ | den Idealisten | die Idealisten |
