Impression
Form & Grammatik
- Stichwort
- Impression
- Worttrennung
- Im·pres·si·on
- Artikel
- die
- Geschlecht
- feminin
- Genitiv
- der Impression
- Plural
- Impressionen
Bildungssprachlich; fachsprachliche Eindrückung von einem Wahrnehmungseindruck unterscheiden.
Impression: Eine Impression ist ein Sinneseindruck oder ein durch Wahrnehmung gewonnenes Gesamtbild; in der Fachsprache kann das Wort auch eine Eindrückung bezeichnen.
Bedeutung und Zusammenhang
Eine Impression entsteht durch Wahrnehmung: Farben, Geräusche, Bewegungen oder eine Atmosphäre verbinden sich zu einem Eindruck. Das Wort begegnet häufig in Reisebeschreibungen, literarischen Darstellungen und künstlerischen Zusammenstellungen. Es betont, wie etwas erlebt oder aufgenommen wird.
Eine Reihe von Impressionen muss kein vollständiger Bericht sein. Sie kann einzelne Stimmungen und Beobachtungen festhalten, ohne alle Zusammenhänge zu erklären. Gerade diese Auswahl unterscheidet eine impressionistische Momentaufnahme von einer systematischen Bestandsaufnahme.
In medizinischen oder anatomischen Fachtexten kann Impression außerdem eine Eindrückung meinen. Dieser gegenständliche Sinn ist von dem Wahrnehmungseindruck zu trennen. Das passende Ersatzwort ergibt sich aus dem Fachgebiet und der beschriebenen Sache.
Synonyme im Gebrauch
Eindruck ist die gewöhnliche Entsprechung. Sinneseindruck nennt die Wahrnehmung besonders deutlich. Momentaufnahme passt übertragen zu einer kurzen, ausschnitthaften Darstellung; sie muss kein tatsächliches Foto sein.
Erinnerung betrifft das spätere Behalten oder Wiederaufrufen eines Erlebnisses. Bewertung enthält ein Urteil. Eine Impression kann in einer Erinnerung bewahrt und anschließend bewertet werden, ist aber weder automatisch ein vollständiges Gedächtnisbild noch ein begründetes Urteil.
Wörter im Satz vergleichen
Vergleiche: „Der Text sammelt Impressionen eines regnerischen Abends.“
„Der Text erklärt die Ursachen des Wetters an diesem Abend.“
Der erste Satz kündigt Wahrnehmungen und Stimmungen an. Der zweite verspricht eine sachliche Erklärung. Einzelne Eindrücke müssen diese erklärende Aufgabe nicht erfüllen.
Vergleiche: „Die Erzählerin beschreibt ihre erste Impression des Hauses.“
„Die Erzählerin legt ein vollständiges Gutachten über das Haus vor.“
Ein erster Eindruck ist an Wahrnehmung und Zeitpunkt gebunden. Ein Gutachten beansprucht eine andere Grundlage und Genauigkeit. Die Impression darf nicht ohne Weiteres als umfassender Befund gelesen werden.
Verwendung und Satzbau
Das feminine Substantiv hat den Genitiv der Impression und den Plural Impressionen. Gerade die Mehrzahl eignet sich für eine Sammlung verschiedener Eindrücke. Eine Überschrift wie Impressionen aus dem Hafen lässt daher eher einen anschaulichen Ausschnitt als eine lückenlose Darstellung erwarten.
In einer Interpretation können die wahrgenommenen Einzelheiten benannt werden: Welche Farben, Geräusche oder Bewegungen prägen die Impression? So wird deutlich, wie der Eindruck sprachlich entsteht. Das Etikett atmosphärische Impression allein erklärt noch nicht die Wirkung eines Textes.
Grammatik und Wortformen
Bildungssprachlich; fachsprachliche Eindrückung von einem Wahrnehmungseindruck unterscheiden.
Deklination von ImpressionDie vier Fälle
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Impression | die Impressionen |
| Genitiv | der Impression | der Impressionen |
| Dativ | der Impression | den Impressionen |
| Akkusativ | die Impression | die Impressionen |
