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Imputation

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Imputation
Worttrennung
Im·pu·ta·ti·on
Artikel
die
Geschlecht
feminin
Genitiv
der Imputation
Plural
Imputationen

Bedeutung vom Fachgebiet abhängig; eingesetzte Datenwerte sind keine nachträglich beobachteten Tatsachen.

Formen und Verwendung im Detail

Imputation: Imputation bedeutet in der Statistik das Ersetzen fehlender oder unplausibler Werte durch geeignete Ersatzwerte; ältere und theologische Verwendungen meinen Zurechnung oder Zuschreibung.

Bedeutung und Zusammenhang

In der Statistik werden bei einer Imputation fehlende oder unplausible Angaben durch Ersatzwerte ergänzt. Dazu werden vorhandene Informationen und ein bestimmtes Verfahren genutzt. So kann ein Datensatz für weitere Auswertungen bearbeitet werden, obwohl nicht jede ursprüngliche Angabe vollständig vorliegt.

Die Ergänzung macht einen eingesetzten Wert nicht nachträglich zu einer tatsächlich erhobenen Antwort. Verfahren und Unsicherheiten müssen bei der Auswertung berücksichtigt werden. Imputation ist daher weder beliebiges Erfinden von Ergebnissen noch ein Zauberweg zur sicheren Wiederherstellung unbekannter Tatsachen.

In theologischen Zusammenhängen kann Imputation Zurechnung bedeuten, etwa die Zurechnung von Gerechtigkeit. Älter ist außerdem ein Gebrauch im Sinn von Beschuldigung oder Zuschreibung. Diese Bedeutungen beruhen auf anderen Fragestellungen als die statistische Datenbearbeitung.

Synonyme im Gebrauch

Ergänzung durch Ersatzwerte erläutert den statistischen Vorgang verständlich. Schätzung fehlender Werte passt zu vielen Verfahren, beschreibt aber nicht jede konkrete Technik vollständig. Entscheidend bleibt, wie die Ersatzwerte bestimmt werden.

Zurechnung passt zum theologischen Sinn. Beschuldigung kommt für den älteren Vorwurfssinn infrage. Keine dieser Alternativen lässt sich ohne Prüfung in den jeweils anderen Fachbereich übertragen.

Wörter im Satz vergleichen

Vergleiche: „Die fehlenden Angaben wurden durch Imputation ergänzt.“
„Die Befragten haben diese Angaben nachträglich selbst gemacht.“

Im ersten Satz werden Werte durch ein Verfahren eingesetzt. Im zweiten lägen zusätzliche erhobene Antworten vor. Diese Herkunft der Daten darf nicht verwechselt werden.

Vergleiche: „Die Untersuchung dokumentiert das verwendete Imputationsverfahren.“
„Die Untersuchung erklärt alle eingesetzten Werte zu zweifelsfrei wahren Beobachtungen.“

Der erste Satz beschreibt eine nachvollziehbare methodische Bearbeitung. Der zweite übergeht den Unterschied zwischen Ersatzwert und Beobachtung. Gerade dieser Unterschied ist für die Beurteilung der Ergebnisse wichtig.

Verwendung und Satzbau

Das Substantiv ist feminin: die Imputation, der Imputation. Die Mehrzahl lautet Imputationen. Sie kann mehrere Ergänzungsvorgänge oder unterschiedliche entsprechende Verfahren bezeichnen. Die Worttrennung lautet Im·pu·ta·ti·on.

Für Leser ohne statistische Vorkenntnisse sollte die erste Nennung erklären, welche Werte fehlen und wie sie ergänzt werden. In einem theologischen Text muss dagegen die gemeinte Zurechnung genannt werden. Eine kurze fachliche Einordnung verhindert hier besonders leicht vermeidbare Missverständnisse.

Grammatik und Wortformen

Bedeutung vom Fachgebiet abhängig; eingesetzte Datenwerte sind keine nachträglich beobachteten Tatsachen.

Deklination von ImputationDie vier Fälle
Imputation: Formen in den vier Fällen
FallSingularPlural
Nominativdie Imputationdie Imputationen
Genitivder Imputationder Imputationen
Dativder Imputationden Imputationen
Akkusativdie Imputationdie Imputationen