Inbrunst
Form & Grammatik
- Stichwort
- Inbrunst
- Worttrennung
- In·brunst
- Artikel
- die
- Geschlecht
- feminin
- Genitiv
- der Inbrunst
- Plural
- kein Plural
Gehoben; innere Hingabe, nicht allein Lautstärke oder äußere Erregung.
Inbrunst: Inbrunst bezeichnet ein starkes, leidenschaftliches und hingebendes Gefühl, mit dem jemand etwas tut oder sich einer Sache zuwendet.
Bedeutung und Zusammenhang
Wer etwas mit Inbrunst tut, ist mit starkem innerem Gefühl und Hingabe dabei. Das Wort begegnet etwa beim Singen, Beten, Lieben oder bei einem leidenschaftlich vertretenen Anliegen. Es betont die gefühlsmäßige Beteiligung, nicht bloß die äußerlich ausgeführte Handlung.
Inbrunst ist ein gehobenes Wort. Je nach Zusammenhang kann die Hingabe ernst und feierlich erscheinen oder in einer übertriebenen Situation komisch wirken. Die Wortbedeutung allein entscheidet nicht darüber, ob der Text die Intensität bewundert oder mit Abstand betrachtet.
Synonyme im Gebrauch
Hingabe ist eine nahe Entsprechung und betont das innere Sich-Zuwenden. Leidenschaft hebt die starke Gefühlsbewegung hervor. Begeisterung passt besonders zu einer freudigen, mitreißenden Beteiligung.
Eifer kann stärker die angestrengte Tätigkeit beschreiben. Lautstärke ist ein äußeres Merkmal und kein Ersatzwort. Eine Person kann leise mit Inbrunst sprechen; eine laute Darbietung kann umgekehrt ohne erkennbare innere Hingabe erfolgen.
Wörter im Satz vergleichen
Vergleiche: „Sie sang das Lied mit großer Inbrunst.“
„Sie sang das Lied besonders laut.“
Der erste Satz beschreibt die leidenschaftliche Beteiligung. Der zweite nennt nur die Stärke des Schalls. Beide Merkmale können gemeinsam auftreten, müssen es aber nicht.
Vergleiche: „Die Figur verteidigt ihre Hoffnung mit Inbrunst.“
„Die Figur beweist, dass ihre Hoffnung sicher erfüllt wird.“
Im ersten Satz steht die Stärke des Gefühls im Mittelpunkt. Der zweite würde eine begründete Gewissheit behaupten. Leidenschaft für eine Überzeugung ist noch kein Beweis für ihre Richtigkeit.
Verwendung und Satzbau
Das feminine Substantiv lautet im Genitiv der Inbrunst und hat keinen Plural. Besonders häufig ist die Verbindung mit Inbrunst. Auch die Inbrunst eines Glaubens oder einer Liebe kann benannt werden; der Genitiv bestimmt dann die gefühlsmäßige Ausrichtung.
In einer Charakterisierung sollte die Hingabe an sichtbaren oder erzählten Merkmalen gezeigt werden. Wiederholtes Bemühen, starke Anteilnahme oder die ausdrückliche Darstellung innerer Gefühle können eine entsprechende Deutung stützen. Eine bloße Lautstärkeangabe genügt dafür nicht.
Das Wort kann einen feierlichen Ton verstärken. Für einen nüchternen Bericht sind mit großer Hingabe oder leidenschaftlich oft natürlicher. In einer literarischen Analyse bleibt die gehobene Form dagegen interessant, wenn gerade die Intensität und Wirkung der Darstellung untersucht werden.
Grammatik und Wortformen
Gehoben; innere Hingabe, nicht allein Lautstärke oder äußere Erregung.
Deklination von InbrunstDie vier Fälle
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | die Inbrunst |
| Genitiv | der Inbrunst |
| Dativ | der Inbrunst |
| Akkusativ | die Inbrunst |
