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Jagdgrund

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Jagdgrund
Worttrennung
Jagd·grund
Artikel
der
Geschlecht
maskulin
Genitiv
des Jagdgrundes / des Jagdgrunds
Plural
die Jagdgründe

Meist im Plural. Feste Wendungen mit ewige Jagdgründe sind übertragen.

Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.

Formen und Verwendung im Detail

Jagdgrund bezeichnet ein Gebiet, in dem es Wild gibt, das gejagt werden kann. Häufig wird der Plural Jagdgründe verwendet. In festen Wendungen hat das Wort einen übertragenen Sinn.

Grund als Gebiet verstehen

Grund bezeichnet hier nicht die Begründung einer Jagd. Gemeint ist ein räumlicher Bereich. Wer von ergiebigen Jagdgründen spricht, beschreibt einen Jagdbezug der Landschaft und nicht mehrere Argumente dafür, weshalb jemand jagt.

Die genaue Fläche muss aus der Karte oder Beschreibung hervorgehen. Die Bezeichnung nennt keine bestimmte Größe. Sie ist auch keine vollständige Auskunft über Eigentum oder einzelne Nutzungsberechtigungen. Für das Wortverständnis steht zunächst der Zusammenhang zwischen Gebiet und Wildbestand im Vordergrund.

Jagdgebiet, Revier und Begründung

Jagdgebiet ist eine nahe räumliche Umschreibung. Jagdrevier kann im passenden Zusammenhang ebenfalls passen, ist aber gegebenenfalls genauer abgegrenzt. Gelände lässt den Jagdbezug offen. Grund für die Jagd meint dagegen ein Motiv und ist keine gleichbedeutende Auflösung der Zusammensetzung.

„Die Erzählung schildert die Jagdgründe hinter dem Fluss.“ → „Die Erzählung schildert das Jagdgebiet hinter dem Fluss.“

Die Umschreibung bewahrt den räumlichen Bezug. Ob mehrere getrennte Gebiete oder ein zusammenhängender Bereich gemeint sind, sollte bei einer genauen Zusammenfassung erhalten bleiben.

„Er nennt mehrere Gründe für die Jagd.“ → „Er nennt mehrere Jagdgründe.“

Der Austausch verschiebt die Bedeutung von Motiven zu Gebieten. Die bloße Zusammenschreibung liefert daher keine passende Kurzform für jede Verbindung aus Grund und Jagd.

In die ewigen Jagdgründe eingehen

Die Wendung bedeutet verhüllend und oft ironisch sterben. Sie bezeichnet in diesem Gebrauch keinen wirklichen Aufenthaltsort. „Im scherzhaften Rückblick heißt es, der alte Wagen sei in die ewigen Jagdgründe eingegangen“ überträgt das Bild auf einen unbrauchbar gewordenen Gegenstand. Bei einem tatsächlichen Todesfall kann der scherzhafte Ton unpassend oder verletzend wirken.

Der Jagdgrund, die Jagdgründe

Das Nomen ist maskulin. Die Genitivformen lauten des Jagdgrunds und des Jagdgrundes. Der häufige Plural Jagdgründe hat einen Umlaut. Die Worttrennung lautet Jagd·grund.

Meist im Plural. Feste Wendungen mit ewige Jagdgründe sind übertragen. Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.

Deklination von JagdgrundDie vier Fälle

Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener. In festen Wendungen und je nach Textstil kann sie weiterhin passen.

Die vier Fälle von Jagdgrund – meist im Plural
FallSingularPlural
Nominativder Jagdgrunddie Jagdgründe
Genitivdes Jagdgrundes / des Jagdgrundsder Jagdgründe
Dativdem Jagdgrund / dem Jagdgrundeden Jagdgründen
Akkusativden Jagdgrunddie Jagdgründe