Jehova
Form & Grammatik
- Stichwort
- Jehova
- Worttrennung
- Je·ho·va
- Artikel
- gewöhnlich ohne Artikel
- Geschlecht
- maskulin; Eigenname
- Genitiv
- Jehovas
- Plural
- kein gewöhnlicher Plural in dieser Namensverwendung
Historische Schreibvariante: Jehovah.
Gebrauch: Religiöser Eigenname; die Namensform von allgemeinen Gottesbezeichnungen und von Namen einer Religionsgemeinschaft unterscheiden.
Definition · kurz erklärt
Jehova ist eine überlieferte Namensform für den Gott der hebräischen Bibel. Sie steht mit dem aus vier hebräischen Konsonanten bestehenden Gottesnamen in Verbindung, der häufig als JHWH umgeschrieben wird. Jehova ist ein Eigenname und nicht die allgemeine Bezeichnung für jede Gottheit.
Bedeutungen
Der Name begegnet in religiösen Texten, älteren Übersetzungen und literarischen Werken. Seine Verwendung hängt von der jeweiligen Übersetzungs- und Glaubenstradition ab. Der bloße Wortgebrauch in einem Gedicht oder einer historischen Erzählung erlaubt daher noch keinen sicheren Schluss auf die Religionszugehörigkeit des Verfassers.
Die Form Jehova entstand aus einer besonderen Lesetradition des hebräischen Gottesnamens. Die Konsonanten wurden mit Vokalzeichen verbunden, die ursprünglich an eine andere, beim Vorlesen zu verwendende Bezeichnung erinnern sollten. Deshalb ist Jehova nicht einfach die gesicherte ursprüngliche Aussprache von JHWH. Auch Jahwe ist eine erschlossene Wiedergabe, keine Tonaufnahme einer antiken Aussprache.
In vielen deutschen Bibelübersetzungen wird der Gottesname durch HERR wiedergegeben. Die auffällige Schreibung kann also eine Übersetzungsentscheidung kennzeichnen. Welche Form an einer bestimmten Stelle steht, lässt sich nur an der betreffenden Ausgabe prüfen.
Jehova: Synonyme und andere Wörter
Den gleichen Bezug kenntlich machen
Gott · der biblische Gott
Gott kann im passenden Zusammenhang dieselbe gemeinte Instanz bezeichnen. Es ist aber eine allgemeinere Benennung. In einer Analyse des Namensgebrauchs würde der Austausch gerade die sprachliche Besonderheit entfernen.
„Im Gedicht wird Jehova angerufen.“ → „Im Gedicht wird der biblische Gott angerufen.“ Die zweite Fassung erläutert den Bezug, bewahrt aber nicht den tatsächlich verwendeten Namen.
Religiöse Bezeichnungen unterscheiden
HERR · Schöpfer · der Allmächtige
HERR kann eine bestimmte Übersetzungsweise des Gottesnamens sein. Schöpfer und der Allmächtige heben dagegen religiös zugeschriebene Eigenschaften hervor. Sie sind deshalb keine überall austauschbaren Schreibvarianten von Jehova.
„Der Text nennt Gott den Schöpfer“ beschreibt eine bestimmte Gottesvorstellung. Daraus folgt nicht, dass im Text auch der Name Jehova steht.
Verwendung und Beispiele
„Die Klasse vergleicht, wie drei Übersetzungen den Gottesnamen wiedergeben.“
Eine solche Aufgabe untersucht sprachliche Entscheidungen. Die Namen und Ersatzbezeichnungen sollten genau aus den jeweiligen Ausgaben übernommen werden, statt sie beim Abschreiben zu vereinheitlichen.
„In der Analyse erklärt Lea, welche Wirkung die Anrufung Jehovas auf den Ton des Gedichts hat.“
Jehovas ist hier der Genitiv. Für die Gedichtanalyse zählen außerdem die Sprechsituation und der übrige Wortlaut. Eine Namensnennung allein beweist weder Frömmigkeit noch Ironie.
Grammatik
Jehova ist ein maskuliner Eigenname und steht gewöhnlich ohne Artikel. Der Genitiv lautet Jehovas, etwa „die Anrufung Jehovas“. In den übrigen hier gezeigten Fällen bleibt der Name unverändert. Der Eigenname bezeichnet in diesem Gebrauch eine einzelne Instanz; ein gewöhnlicher Plural wird dafür nicht gebildet.
Die Worttrennung lautet Je·ho·va. In historischen Texten kommen auch Schreibungen wie Jehovah vor. Bei einem Zitat wird die Schreibweise der zitierten Ausgabe beibehalten. Der Ausdruck Zeugen Jehovas enthält ebenfalls den Genitiv; der Name der Religionsgemeinschaft ist nicht mit dem Gottesnamen selbst gleichzusetzen.
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | Jehova |
| Genitiv | Jehovas |
| Dativ | Jehova |
| Akkusativ | Jehova |
