Jubel
Form & Grammatik
- Stichwort
- Jubel
- Worttrennung
- Ju·bel
- Artikel
- der
- Geschlecht
- maskulin
- Genitiv
- des Jubels
- Plural
- kein gewöhnlicher Plural
Gebrauch: Deutlich geäußerte große Freude; gewöhnlich Singular.
Definition · kurz erklärt
Jubel ist deutlich ausgedrückte große Freude, etwa durch Rufe, Lachen, Beifall oder Gesten. Gemeint ist besonders die erkennbare Äußerung des Gefühls und nicht nur eine still empfundene Freude.
Bedeutungen
Jubel kann bei einer einzelnen Person oder in einer Gruppe entstehen. Er wird oft durch ein freudiges Ereignis ausgelöst, zum Beispiel einen gelungenen Auftritt oder eine gute Nachricht. Welche Handlung zur Freude führt, muss der jeweilige Zusammenhang zeigen; Jubel bedeutet nicht automatisch, dass ein Wettbewerb gewonnen wurde.
Das Wort kann die Reaktion als Ganzes zusammenfassen. In „Der Jubel war im ganzen Hof zu hören“ wird das Geräusch hervorgehoben. Eine Beschreibung kann aber ebenso sichtbare Reaktionen nennen: Menschen springen auf, reißen die Arme hoch oder lachen erleichtert. Wie lange die Freude anhält, ist mit dem Wort allein nicht gesagt.
Jubel: Synonyme und andere Wörter
Freude nach außen zeigen
Freudenausbruch · begeisterte Freude
Freudenausbruch betont das plötzliche Hervortreten des Gefühls. Begeisterte Freude ist eine erklärende Umschreibung. Freude allein ist weiter: Sie kann still bleiben und muss nicht hörbar oder auffällig sichtbar werden.
„Ihre Ankunft löste Jubel aus.“ → „Ihre Ankunft löste einen Freudenausbruch aus.“ Die deutliche Reaktion bleibt erhalten.
Eine bestimmte Reaktion benennen
Freudenrufe · Beifall · Applaus
Freudenrufe beschreiben die Stimme, Applaus und Beifall können das Klatschen oder die zustimmende Aufnahme meinen. Sie sind konkrete Formen einer Reaktion. Applaus kann auch höflich und zurückhaltend sein; er ist deshalb nicht immer Jubel.
„Nach dem letzten Lied gab es Jubel.“ → „Nach dem letzten Lied riefen die Zuhörer begeistert und klatschten.“ Die zweite Fassung macht aus der Zusammenfassung eine anschauliche Beobachtung.
Verwendung und Beispiele
„Als die Tür aufging und ihr Bruder eintrat, brach im Zimmer Jubel aus.“
Das Beispiel benennt einen Auslöser und eine starke Reaktion. Weshalb die Ankunft so viel Freude bereitet, muss die Erzählung noch erklären. Der Satz allein liefert dafür keine Vorgeschichte.
„Sie las die Nachricht zweimal; dann konnte sie ihren Jubel nicht länger zurückhalten.“
Die zeitliche Folge zeigt, dass die Reaktion erst nach dem Lesen sichtbar wird. Der Jubel ist ein Verhalten in dieser Situation. Daraus folgt noch keine allgemeine Charaktereigenschaft wie ständige Ausgelassenheit.
Grammatik
Jubel ist maskulin. Der Genitiv Singular lautet des Jubels; die übrigen Singularformen enden auf -el. Das Wort wird gewöhnlich ohne Plural verwendet. Wenn einzelne Äußerungen gezählt werden sollen, passen beispielsweise „Freudenrufe“ oder „Jubelrufe“. Sie sind eigene Substantive und keine Beugungsformen von Jubel.
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | der Jubel |
| Genitiv | des Jubels |
| Dativ | dem Jubel |
| Akkusativ | den Jubel |
Jubel, Trubel, Heiterkeit
Die feste Verbindung „Jubel, Trubel, Heiterkeit“ beschreibt eine fröhliche, lebhafte Atmosphäre: „Im Festsaal herrschten Jubel, Trubel, Heiterkeit, während der Hausmeister noch den verlorenen Schlüssel suchte.“ Die Reihung kann vergnügt oder augenzwinkernd klingen. Kritisch verwendet meint sie dagegen ein aufgeregtes Durcheinander, das der sprechenden Person zu laut oder zu hektisch wird. Heiter beschreibt dabei eine freundliche, gelöste Stimmung; Trubel betont das lebhafte Durcheinander.
