Keimzelle
Form & Grammatik
- Stichwort
- Keimzelle
- Worttrennung
- Keim·zel·le
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Keimzelle
- Plural
- die Keimzellen
Gebrauch: Biologischer Zellbegriff und übertragener Ausgangspunkt; nicht mit Krankheitserreger gleichsetzen.
Definition · kurz erklärt
Eine Keimzelle ist in der Biologie eine Geschlechtszelle, die der Fortpflanzung dient. Übertragen heißt Keimzelle der kleine Anfang oder Ausgangspunkt, aus dem sich später etwas Größeres entwickelt.
Bedeutungen
Die biologische Bedeutung
Der Fachbegriff bezeichnet eine Zelle mit einer Aufgabe bei der Fortpflanzung. Eizellen und Samenzellen sind Beispiele. Keimzelle bedeutet hier nicht Krankheitserreger; die bloße Wortähnlichkeit zu Keim darf nicht zu dieser Gleichsetzung führen.
Der Anfang einer Entwicklung
Eine kleine Arbeitsgruppe kann die Keimzelle einer größeren Initiative werden. Das Bild betont, dass aus einem begrenzten Anfang weitere Strukturen hervorgehen. Nicht jede frühe Gruppe wird jedoch automatisch zur Keimzelle: Dafür muss der beschriebene Zusammenhang mit der späteren Entwicklung bestehen.
Beim Schreiben lohnt es sich, diesen Zusammenhang zu nennen. Wurden Ideen übernommen, kamen neue Mitglieder hinzu oder ging eine Organisation aus der Gruppe hervor? Diese Einzelheiten machen die bildhafte Aussage nachvollziehbar.
Keimzelle: Synonyme und andere Wörter
Den biologischen Begriff ersetzen
Geschlechtszelle · Gamet
Geschlechtszelle ist die verständliche deutsche Fachbezeichnung. Gamet ist ein weiterer Fachausdruck. Eizelle und Samenzelle benennen bestimmte Keimzellen und sind nicht in jeder Aussage gegeneinander austauschbar.
„Das Schaubild stellt zwei Arten von Keimzellen gegenüber.“ lässt sich mit „zwei Arten von Geschlechtszellen“ erläutern.
Einen Ursprung beschreiben
Ausgangspunkt · Ursprung · Anfang · Gründungsgruppe
Ausgangspunkt und Ursprung sind allgemeiner. Gründungsgruppe passt nur, wenn tatsächlich eine Personengruppe etwas gründet. Keimzelle betont stärker die spätere Entwicklung aus einem kleinen Anfang.
„Die Lesegruppe wurde zur Keimzelle des Literaturfestivals.“ → „Aus der Lesegruppe entwickelte sich später das Literaturfestival.“ Die zweite Fassung macht die zeitliche Beziehung ausdrücklich.
Verwendung und Beispiele
„Im Unterricht werden Ei- und Samenzelle als Keimzellen besprochen.“
Der Satz verwendet den biologischen Begriff. Er stellt die Zellarten nicht mit Bakterien oder einem ganzen Embryo gleich.
„Drei Schüler starteten einen Büchertausch; diese kleine Runde war die Keimzelle des heutigen Schulfests.“
Die metaphorische Bedeutung wird durch den späteren Ausbau deutlich. Der konkrete Ursprung ist genannt.
Grammatik
Es heißt die Keimzelle, der Keimzelle, die Keimzellen. Die Trennung lautet Keim·zel·le. Das zusammengesetzte Substantiv übernimmt das feminine Genus seines letzten Bestandteils Zelle.
Die Formen sind in beiden Bedeutungsgruppen gleich. Ob von einer biologischen Zelle oder einem übertragenen Ausgangspunkt die Rede ist, entscheidet der Zusammenhang, nicht eine andere Endung.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Keimzelle | die Keimzellen |
| Genitiv | der Keimzelle | der Keimzellen |
| Dativ | der Keimzelle | den Keimzellen |
| Akkusativ | die Keimzelle | die Keimzellen |
