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Kennzeichnung

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Kennzeichnung
Worttrennung
Kenn·zeich·nung
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Kennzeichnung
Plural
die Kennzeichnungen

Gebrauch: Vorgang, Zeichen und Charakterisierung; besondere logische Bedeutung.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Eine Kennzeichnung macht etwas erkennbar, unterscheidbar oder verständlich. Das Wort kann den Vorgang des Kennzeichnens, ein dabei verwendetes Zeichen oder eine beschreibende Charakterisierung meinen. In der Logik hat es eine besondere fachliche Bedeutung.

Bedeutungen

Wenn Gegenstände mit farbigen Punkten versehen werden, ist sowohl die Tätigkeit als auch der einzelne Punkt als Kennzeichnung ansprechbar. „Die Kennzeichnung dauert eine Stunde“ meint den Vorgang. „Die Kennzeichnung ist verblasst“ meint dagegen das sichtbare Zeichen.

Bei Personen, Texten oder Stilen kann Kennzeichnung auch eine Beschreibung wesentlicher Merkmale bedeuten. Eine solche Charakterisierung soll nachvollziehbar sein. Das bloße Etikett „freundlich“ erklärt noch nicht, woran eine Leserin dieses Merkmal erkennen kann.

In der Logik bezeichnet Kennzeichnung unter anderem die eindeutige Festlegung eines einzelnen Gegenstands durch eine beschreibende Bedingung und den daraus gebildeten Ausdruck. Dabei sind Existenz und Eindeutigkeit zu prüfen. „Die einzige rote Kugel in der Schachtel“ bezeichnet nur dann auf diese Weise eindeutig etwas, wenn genau eine passende Kugel vorhanden ist.

Kennzeichnung: Synonyme und andere Wörter

Etwas sichtbar kenntlich machen

Markierung · Beschriftung · Bezeichnung

Markierung passt etwa zu einem Punkt oder einer Linie. Beschriftung verlangt Schrift. Bezeichnung kann ein Name oder Ausdruck sein. Nicht jede Kennzeichnung ist deshalb eine Beschriftung.

„Die blaue Kennzeichnung zeigt den Sammelplatz“ kann mit „Die blaue Markierung zeigt den Sammelplatz“ erläutert werden, wenn tatsächlich eine Farbmarkierung gemeint ist.

Merkmale sprachlich herausarbeiten

Beschreibung · Charakterisierung

Beschreibung ist weit gefasst. Charakterisierung hebt die kennzeichnenden Eigenschaften einer Person oder Figur hervor. Im logischen Fachsinn reicht ein solcher allgemeiner Ersatz nicht aus.

„Die Kennzeichnung der Figur als zuverlässig“ sollte durch ihr Verhalten erläutert werden, etwa durch eine eingehaltene Zusage trotz Schwierigkeiten.

Verwendung und Beispiele

„Die Helferin kontrolliert die Kennzeichnung aller Kisten.“

Der Satz kann sich auf die angebrachten Zeichen beziehen. Welche Zeichen gemeint sind, lässt sich durch einen Zusatz klären.

„Der Aufsatz begründet die Kennzeichnung der Figur als geduldig.“

Die Wertung wird nicht nur behauptet. Der Text muss zeigen, durch welche Handlung die Eigenschaft erkennbar wird.

Grammatik

Es heißt die Kennzeichnung, der Kennzeichnung, die Kennzeichnungen. Die Worttrennung lautet Kenn·zeich·nung. Im Singular bleibt das Substantiv in allen Fällen unverändert; der Artikel zeigt den Kasus.

Der Plural bezeichnet beispielsweise mehrere Zeichen, Beschreibungen oder fachliche Ausdrücke. Im Satz „Die Kennzeichnung beginnt morgen“ wird die Tätigkeit dagegen als ein Vorgang behandelt.

Ein Genitivattribut kann den Bezug nennen: die Kennzeichnung der Kisten. Mit durch wird häufig das Mittel ergänzt: die Kennzeichnung durch farbige Punkte. Diese Zusätze erleichtern die Unterscheidung zwischen Tätigkeit, Ergebnis und sprachlicher Beschreibung.

Kennzeichnung: Beugung nach Fällen
FallSingularPlural
Nominativdie Kennzeichnungdie Kennzeichnungen
Genitivder Kennzeichnungder Kennzeichnungen
Dativder Kennzeichnungden Kennzeichnungen
Akkusativdie Kennzeichnungdie Kennzeichnungen