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Konkurrenz

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Konkurrenz
Worttrennung
Kon·kur·renz
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Konkurrenz
Plural
die Konkurrenzen (einzelne Wettbewerbe)

Gebrauch: Ohne Plural beim Konkurrieren und bei der Gesamtheit der Mitbewerber. Zählbarer Plural für einzelne Wettbewerbe, besonders im Sport.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Konkurrenz bezeichnet den Wettbewerb um ein Ziel oder einen Vorteil. Das Wort kann auch die Mitbewerber selbst meinen. Seltener steht es für einen einzelnen Wettbewerb, etwa im Sport; in dieser Bedeutung ist der Plural Konkurrenzen möglich.

Bedeutungen

Das Verhältnis des Wettbewerbs

Wenn mehrere Personen oder Unternehmen um dieselbe Stelle, Kundschaft oder Auszeichnung werben, stehen sie in Konkurrenz. Das Wort beschreibt ihre Beziehung im Hinblick auf ein Ziel. Es sagt zunächst nicht, ob sie fair oder unfair handeln.

Konkurrenz setzt deshalb keine persönliche Feindschaft voraus. Zwei Geschäfte können um dieselben Kundinnen werben und sich zugleich höflich begegnen. In dieser Bedeutung wird das Wort ohne Plural gebraucht.

Die Mitbewerber

In „Die Konkurrenz bietet längere Öffnungszeiten“ meint das Wort andere Anbieter. Es kann einen einzelnen Mitbewerber oder mehrere gemeinsam bezeichnen. Grammatisch bleibt es ein Singular: Die Konkurrenz bietet, nicht die Konkurrenz bieten.

Der Zusammenhang muss zeigen, wer dazugehört. In einer genauen Darstellung ist es oft hilfreich, statt der pauschalen Bezeichnung konkrete Anbieter oder Teilnehmergruppen zu nennen.

Ein einzelner Wettbewerb

Besonders im Sport kann eine Konkurrenz einen einzelnen Wettbewerb oder eine Disziplin innerhalb einer Veranstaltung meinen. Deshalb sind Formulierungen wie mehrere Konkurrenzen möglich.

Diese zählbare Bedeutung sollte nicht mit den Mitbewerbern verwechselt werden: Wer in zwei Konkurrenzen startet, nimmt an zwei Wettbewerben teil. Der Satz besagt nicht, dass die Person nur zwei Gegner hat.

Konkurrenz: Synonyme und andere Wörter

Beim Verhältnis zwischen Beteiligten

Wettbewerb · Wettstreit · Rivalität

Wettbewerb ist eine häufige neutrale Alternative. Wettstreit betont das Messen aneinander, Rivalität häufig eine ausgeprägte Gegnerschaft. Konkurrenz allein muss nicht so persönlich sein.

„Zwischen den Betrieben besteht Konkurrenz.“ → „Zwischen den Betrieben besteht Wettbewerb.“ Der Sinn bleibt nahe. „Zwischen ihnen herrscht Rivalität“ hebt die Gegnerschaft stärker hervor.

Bei den anderen Beteiligten

Mitbewerber · andere Anbieter · Wettbewerber

Hier wird ein grammatischer Wechsel nötig: Der Singular Konkurrenz kann durch einen Plural ersetzt werden. Das Verb muss dazu passen. Andere Anbieter ist nur bei einem entsprechenden Angebot treffend.

„Die Konkurrenz liefert schneller.“ → „Die anderen Anbieter liefern schneller.“ Der Bezug auf andere Unternehmen bleibt erhalten, während Subjekt und Verb in den Plural wechseln.

Bei einer Veranstaltung

Wettbewerb · Wettkampf

Diese Wörter benennen den einzelnen sportlichen oder sonstigen Vergleich. Disziplin kann passen, wenn tatsächlich eine bestimmte Sportart oder Teilprüfung gemeint ist; sie ist nicht in jedem Satz austauschbar.

„Sie startet in zwei Konkurrenzen.“ → „Sie startet in zwei Wettbewerben.“ Beide Fassungen zählen Veranstaltungen oder Wertungen und nicht die Gegenspieler.

Verwendung und Beispiele

„Beide Cafés werben um die Gäste am Bahnhof, stimmen ihre Lieferzeiten aber miteinander ab.“

Die Cafés können in Konkurrenz stehen und zugleich in einem einzelnen Punkt zusammenarbeiten. Das Verhältnis legt ihr gesamtes Verhalten nicht fest.

„Der Veranstaltungsplan führt die Jugend- und die Erwachsenenwertung als getrennte Konkurrenzen auf.“

Der Plural ist passend, weil einzelne Wettbewerbe unterschieden werden. Für die Gesamtheit der Mitbewerber wäre hier eine andere Formulierung nötig.

Bei einer Personenbeschreibung sollte aus einer Wettbewerbssituation nicht sofort auf Neid oder Rücksichtslosigkeit geschlossen werden. Ob jemand fair handelt, zeigt sich an konkreten Entscheidungen und am Umgang mit den anderen.

Grammatik

Es heißt die Konkurrenz, im Genitiv der Konkurrenz. Die Trennung lautet Kon·kur·renz; im Wort stehen zwei r.

Der Plural Konkurrenzen bezeichnet einzelne Wettbewerbe. Die Tabelle stellt diesen zählbaren Gebrauch dar. Beim Konkurrieren selbst und bei der zusammenfassenden Bezeichnung der Mitbewerber verwendet man keinen Plural.

Auch wenn mehrere Menschen gemeint sind, heißt es bei diesem Sammelbegriff „Die Konkurrenz ist stark.“ Mit dem Pluralwort Mitbewerber lautet derselbe Satz dagegen „Die Mitbewerber sind stark.“

Deklination
FallSingularPlural
Nominativdie Konkurrenzdie Konkurrenzen
Genitivder Konkurrenzder Konkurrenzen
Dativder Konkurrenzden Konkurrenzen
Akkusativdie Konkurrenzdie Konkurrenzen

Redewendungen und feste Verbindungen

Außer Konkurrenz

Wer an einem Wettbewerb außer Konkurrenz teilnimmt, gehört nicht zur offiziellen Wertung. Die Person kann dennoch eine Leistung zeigen oder einen Beitrag vorführen.

„Das Gastteam spielte außer Konkurrenz und wurde deshalb nicht in die Rangliste aufgenommen.“ Die Wendung betrifft den Wertungsstatus. Sie bedeutet nicht, dass das Team so stark wäre, dass niemand mithalten könnte.