Krimskrams
Form & Grammatik
- Stichwort
- Krimskrams
- Worttrennung
- Krims·krams
- Artikel
- der
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des Krimskrams / des Krimskramses
- Plural
- kein Plural
Gebrauch: Umgangssprachliche, häufig abschätzige Sammelbezeichnung für Kleinkram; übertragen auch als unwichtig bewertete Angelegenheiten.
Definition · kurz erklärt
Krimskrams sind allerlei kleine Sachen, die als wenig nützlich oder wertlos angesehen werden. Umgangssprachlich kann das Wort auch vermeintlich unwichtige Angelegenheiten abwerten. Ob die Sachen tatsächlich nutzlos sind, hängt nicht allein von dieser Bezeichnung ab.
Bedeutungen
Das Wort fasst unterschiedliche kleine Dinge zusammen, ohne sie einzeln aufzuzählen. Wer alte Knöpfe, Anhänger und lose Teile als Krimskrams bezeichnet, richtet den Blick auf ihre vermeintlich geringe Bedeutung. Für eine sammelnde Person können dieselben Gegenstände einen besonderen Wert haben.
Krimskrams ist daher keine neutrale Bestandsaufnahme. In einer Erzählung lässt sich damit die Haltung einer Figur zeigen: Er nannte ihre Fundstücke Krimskrams gibt seine Bewertung wieder. Sie sortierte ihre kleinen Fundstücke vermeidet diese Abwertung.
Übertragen kann auch eine Beschäftigung als Krimskrams bezeichnet werden. Dann sind keine herumliegenden Gegenstände erforderlich. Der Zusammenhang muss zeigen, ob kleine Dinge, nebensächliche Arbeiten oder eine als unnötig empfundene Angelegenheit gemeint sind.
Krimskrams: Synonyme und andere Wörter
Kleine Sachen zusammenfassen
Kleinkram · Zeug · Kram
Kleinkram hebt die geringe Größe oder Bedeutung hervor. Zeug und Kram sind allgemeiner. Alle können umgangssprachlich klingen; kleine Gegenstände ist die neutralere Umschreibung.
„In der Dose lag Krimskrams.“ → „In der Dose lagen kleine Gegenstände.“
Der zweite Satz nimmt die Wertung zurück und wechselt wegen des Plurals auch die Verbform. Er sagt noch nicht, ob die Dinge gebraucht werden.
Eine Beschäftigung abwerten
Nebensächlichkeiten · Belanglosigkeiten
Nebensächlichkeiten setzt einen Gegensatz zu einer Hauptsache. Belanglosigkeiten bewertet die Dinge als unwichtig. Nicht jede kleine Aufgabe ist deshalb entbehrlich.
„Mit dem Krimskrams wollte er sich nicht befassen“ kann heißen, dass er diese Angelegenheiten für belanglos hielt.
Die Umschreibung nennt ausdrücklich seine Einschätzung. Sie macht daraus keine unstrittige Tatsache.
Verwendung und Beispiele
„Für Ben war der Beutel voller Krimskrams; Lea brauchte die Knöpfe und Schnüre für ihr Modell.“
Der Gegensatz zeigt, warum ein Gegenstand nicht allein durch eine abwertende Bezeichnung nutzlos wird.
„Im Protokoll ersetzte die Gruppe ‚Krimskrams erledigen‘ durch drei konkrete Aufgaben.“
Die genauere Benennung hilft bei einer Absprache. Hier betrifft das Wort Tätigkeiten und nicht eine Ansammlung von Sachen.
Grammatik
Das maskuline Nomen heißt der Krimskrams und hat keinen Plural. Im Genitiv sind des Krimskrams und des Krimskramses belegt. Das s am Ende der Grundform ist keine Pluralendung. Die Worttrennung lautet Krims·krams. Die folgende Tabelle enthält deshalb ausschließlich Singularformen.
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | der Krimskrams |
| Genitiv | des Krimskrams / des Krimskramses |
| Dativ | dem Krimskrams |
| Akkusativ | den Krimskrams |
