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Kumpan

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Kumpan
Worttrennung
Kum·pan
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Kumpans
Plural
die Kumpane

Gebrauch: Umgangssprachlich: Kamerad bei gemeinsamen Unternehmungen. Abwertend auch Mittäter; diese Bedeutung nicht ohne Kontext unterstellen. Nicht schwach wie Lakai gebeugt.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Ein Kumpan ist umgangssprachlich ein Kamerad bei gemeinsamen Unternehmungen. Abwertend kann das Wort auch einen Mittäter bezeichnen. Welche Bedeutung passt, muss die beschriebene Tätigkeit zeigen; Kumpan bedeutet nicht automatisch Verbrecher.

Bedeutungen

Gemeinsam etwas unternehmen

Ein Kumpan begleitet jemanden oder gehört zu dessen vertrauter Runde. Die Gemeinsamkeit kann beim Wohnen, bei einer Reise oder einer Freizeitbeschäftigung liegen. Das Wort legt nicht genau fest, wie eng die Freundschaft ist oder wie lange sie schon besteht.

Die Bezeichnung klingt lockerer als eine sachliche Rollenangabe wie Mitreisender oder Mitbewohner. Diese genaueren Wörter können deshalb in einem Bericht sinnvoller sein, wenn nur eine gemeinsame Tätigkeit belegt ist.

Abwertend: an einer Tat beteiligt

In einem Zusammenhang mit einer Straftat können die Kumpane die mitwirkenden Personen sein. Diese Verwendung ist von einer freundschaftlichen Begleitung zu unterscheiden. Wer das Wort in einer Erzählung erklärt, sollte nennen, welche Handlung die Figuren tatsächlich verbindet. Bloße Bekanntschaft belegt keine gemeinsame Tat.

Kumpan: Synonyme und andere Wörter

Eine gemeinsame Unternehmung beschreiben

Kamerad · Gefährte · je nach Beziehung: Freund

Kamerad und Gefährte betonen gemeinsames Handeln oder Begleiten. Freund kann eine engere persönliche Beziehung meinen. Ein Mitbewohner ist nicht allein wegen derselben Adresse ein enger Freund.

„Mit zwei Kumpanen machte sie sich auf die Reise.“ → „Mit zwei Gefährten machte sie sich auf die Reise.“

Der Begleitungsbezug bleibt erhalten. Welches Verhältnis die drei Personen sonst haben, lässt sich daraus nicht sicher ableiten.

Eine gemeinsame Tat benennen

Mittäter · Komplize

Diese Wörter passen zum Zusammenhang einer gemeinsam begangenen Tat. Sie wären eine schwerwiegende Bedeutungsverschiebung in einem harmlosen Satz über eine Freundesrunde. Helfer wäre wiederum allgemeiner und kann eine ganz andere Rolle meinen.

„Der Einbrecher und seine Kumpane verließen das Gebäude“ kann im entsprechenden Erzählzusammenhang mit Mittäter erläutert werden.

Die gemeinsame Beteiligung muss aus der Geschichte hervorgehen. Aus dem Wort Kumpan allein sollte sie nicht für jede Person abgeleitet werden.

Verwendung und Beispiele

„Am Abend besprach der Reisende mit seinen Kumpanen die Strecke für den nächsten Tag.“

Die gemeinsame Reise erklärt die erste Bedeutung. Eine kriminelle Absicht wird damit nicht behauptet.

„Der Bericht nennt die drei Beteiligten Kumpane und erläutert anschließend, wer welche Handlung ausgeführt haben soll.“

Die genaue Rollenbeschreibung ist aussagekräftiger als das Etikett. Behauptung und belegter Ablauf sollten sprachlich unterschieden werden.

Grammatik

Es heißt der Kumpan, Genitiv des Kumpans. Im Dativ Singular steht dem Kumpan, im Akkusativ den Kumpan. Anders als etwa Lakai erhält dieses Wort hier nicht in allen abhängigen Singularfällen eine n-Endung. Der Plural lautet die Kumpane und im Dativ den Kumpanen. Die feminine Personenbezeichnung Kumpanin ist keine Kasusform des Hauptlemmas. Worttrennung: Kum·pan.

Deklination von Kumpan
FallSingularPlural
Nominativder Kumpandie Kumpane
Genitivdes Kumpansder Kumpane
Dativdem Kumpanden Kumpanen
Akkusativden Kumpandie Kumpane