Mond
Form & Grammatik
- Stichwort
- Mond
- Worttrennung
- Mond
- Artikel
- der
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des Mondes / des Monds
- Plural
- die Monde; Dativ: den Monden
Gebrauch: Der konkret gemeinte Erdmond steht ohne Plural; die Gattungsbezeichnung, Formen und Kartennamen sind zählbar. Monatbedeutung dichterisch veraltet.
Definition · kurz erklärt
Mit dem Mond ist im Alltag meist der natürliche Begleiter der Erde gemeint. Allgemeiner können auch andere Himmelsbegleiter Monde heißen. Das Wort wird außerdem für mondförmige Dinge, dichterisch veraltet für Monate und als Name bestimmter Spielkarten gebraucht.
Bedeutungen
Der natürliche Begleiter der Erde
Ohne nähere Ergänzung meint Mond gewöhnlich den Himmelskörper, der die Erde umkreist. Ein Ausdruck wie Mondaufgang oder Mondlandschaft bezieht sich im entsprechenden Alltagssatz auf diesen Erdmond.
„Der Mond ist zwischen den Wolken zu erkennen.“
Der Satz beschreibt die Sicht auf den Erdmond. Er nennt keine bestimmte Mondphase und behauptet nicht, dass der Himmelskörper seine Form tatsächlich verändert.
Allgemein: ein Himmelsbegleiter
In der Astronomie werden Begleiter von Planeten als Monde bezeichnet. Hier ist das Wort eine Gattungsbezeichnung mit einem Plural. In der Verbindung künstlicher Mond kann auch ein auf eine Umlaufbahn gebrachter Satellit gemeint sein.
„Die Abbildung zeigt mehrere Monde eines Planeten auf unterschiedlichen Bahnen.“
Es geht um mehrere Himmelskörper, nicht um verschiedene Ansichten unseres Erdmonds. Der Satz nennt bewusst keine Anzahl für einen bestimmten Planeten.
Ein Gegenstand oder Zeichen in Mondform
Ein Mond kann etwas Kreis- oder Sichelförmiges sein, das an den sichtbaren Mond erinnert. Das gilt etwa für Gebäck, Dekorationen oder Symbole. Auch die helle halbmondförmige Stelle am Nagel kann entsprechend bezeichnet werden.
„Für die Dekoration schneiden die Kinder Sterne und kleine Monde aus Papier aus.“
Die Monde sind hier Papierformen. Welche Gestalt sie genau haben, etwa Kreis oder Sichel, sollte bei Bedarf eigens beschrieben werden.
Dichterisch veraltet: ein Monat
In älteren oder bewusst poetischen Texten kann Mond einen Monat bezeichnen. Die Verwendung knüpft an den Mond als Zeitmaß an und ist heute keine neutrale alltägliche Terminangabe.
„Viele Monde später kehrt die Reisende in der Erzählung zurück.“
Die Formulierung bedeutet, dass mehrere Monate vergangen sind. Sie legt keinen genauen Kalendertag fest.
Der Name einer Karte
Beim Tarock heißt die Karte XXI Mond. In einem Tarotblatt bezeichnet Der Mond dagegen die Karte XVIII. Die Spiel- beziehungsweise Kartenart ist deshalb wichtig, wenn die Nummer erklärt wird.
„Beim Tarock legt sie den Mond auf den Tisch und nennt dabei die Zahl einundzwanzig.“
Das Beispiel gehört zum Tarock. Die Nummer darf nicht auf die gleichnamige Tarotkarte übertragen werden; eine Vorhersagebedeutung wird damit nicht behauptet.
Synonyme: andere Wörter für Mond
Beim Himmelskörper
Erdmond · Erdtrabant · Satellit
Erdmond und Erdtrabant verdeutlichen, dass der Begleiter unserer Erde gemeint ist. Satellit ist ein weiterer Begriff und kann auch künstliche Objekte bezeichnen. Mond allein muss aus dem Zusammenhang zugeordnet werden.
„Die Sonde erreicht den Mond.“ – „Die Sonde erreicht den Erdmond.“
Der zweite Satz beseitigt eine mögliche Unklarheit über den gemeinten Himmelskörper. In einem Gespräch ausschließlich über die Erde ist dieser Zusatz oft entbehrlich.
Bei älteren Zeitangaben
Monat
Monat ist die heutige neutrale Bezeichnung. Mond wirkt in dieser Verwendung poetisch oder altertümlich und passt besonders in entsprechend gestaltete Erzählungen.
„Drei Monde vergingen.“ – „Drei Monate vergingen.“
Die zweite Fassung nennt die Zeitspanne unauffälliger. Die erste trägt stärker zum Ton der Erzählung bei.
Beispiele und Verwendung
Ein Gegenstand, mehrere Darstellungen
„Auf der Tafel sind vier Zeichnungen des Mondes zu sehen.“
Vier Zeichnungen machen aus dem Erdmond nicht vier Himmelskörper. Der Numerus bezieht sich auf das jeweils tatsächlich gezählte Nomen.
Das passende Adjektiv
„Das Forschungsteam untersucht eine lunare Landschaft.“
Lunar bedeutet den Mond betreffend. Die Bezeichnung beschreibt hier den Ort beziehungsweise Bezug der Untersuchung, nicht automatisch deren Methode.
Grammatik und Beugung
Mond ist maskulin. Der Genitiv Singular lautet des Mondes oder des Monds. Im Dativ sind dem Mond und die längere Form dem Monde belegt. Der Plural lautet Monde, im Dativ Monden. Der konkret gemeinte Begleiter der Erde wird ohne Plural bezeichnet; mehrere Monde gehören zur allgemeinen Himmelskörperbedeutung oder zu einer anderen zählbaren Verwendung wie Formen oder Karten. Die Dativform dem Monde ist heute selten; das Dativ-e begegnet vor allem in älteren oder literarischen Formulierungen und in festen Wendungen.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Mond | die Monde |
| Genitiv | des Mondes / des Monds | der Monde |
| Dativ | dem Mond; heute selten: dem Monde | den Monden |
| Akkusativ | den Mond | die Monde |
Die eigene Bedeutung des Erdmonds verwendet nur die Singularformen.
Schreibweise und Worttrennung
Mond wird nicht getrennt; der Plural wird Mon·de getrennt. Die Schreibung behält d, auch wenn im Singular am Wortende ein t-Laut hörbar sein kann.
Redewendungen und feste Verbindungen
Hinter dem Mond leben
Die umgangssprachliche Wendung wirft jemandem vor, wichtige Entwicklungen oder Neuigkeiten nicht mitzubekommen.
„Weil er von der Umstellung nichts wusste, spottete seine Kollegin, er lebe hinter dem Mond.“
Das ist eine wertende, oft spöttische Bemerkung. Der konkrete Wissensstand lässt sich damit nicht sachlich beschreiben.
In den Mond gucken
Wer in den Mond guckt, geht bei einer Sache leer aus oder hat das Nachsehen.
„Die letzten Karten waren verkauft, und die spät Gekommenen guckten in den Mond.“
Die Wendung ist umgangssprachlich. Die Personen schauen nicht notwendigerweise zum Himmel.
Wortfamilie und verwandte Wörter
Mondlicht, Mondsichel und Mondphase gehören zur Wortfamilie. Mondförmig beschreibt eine Gestalt. Das thematisch verwandte Adjektiv lunar benutzt einen anderen Wortstamm.
