Oberbefehl
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Oberbefehl
- Worttrennung
- Ober·be·fehl
- Artikel
- der
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des Oberbefehls / des Oberbefehles
- Plural
- die Oberbefehle
Gebrauch: Höchste Befehlsgewalt. Der Plural unterscheidet mehrere solche Befugnisse; kein Name für einzelne Befehle.
Definition · kurz erklärt
Oberbefehl bezeichnet die höchste Befehlsgewalt in einem bestimmten, besonders militärischen Zusammenhang. Das Wort meint eine leitende Befugnis und nicht bloß einen einzelnen besonders wichtigen Befehl.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Die oberste Befehlsgewalt besitzen
Wer den Oberbefehl führt oder übernimmt, ist innerhalb des bezeichneten Bereichs die oberste befehlende Instanz. Wie dieser Bereich abgegrenzt ist, muss der Zusammenhang erläutern. Die Bezeichnung legt weder eine Person noch einen bestimmten Rang für jede Situation fest.
„In der Erzählung überträgt die Königin dem Feldherrn den Oberbefehl über die Flotte.“
Die Übertragung betrifft die oberste Führungsbefugnis für die genannte Flotte. Der Satz behauptet keine unbegrenzte Macht über alle Bereiche des Staates.
Oberbefehl: Synonyme und andere Wörter
Die Befugnis benennen
Oberkommando · oberste Befehlsgewalt
Oberkommando passt in der Lesart Führungsgewalt. Es kann aber auch die zuständige Führungsstelle meinen. Oberste Befehlsgewalt macht den abstrakten Bezug besonders deutlich.
„Er übernimmt den Oberbefehl.“ → „Er übernimmt die oberste Befehlsgewalt.“ Die Leitungsbefugnis bleibt die Kernaussage.
Den Begriff abgrenzen
Befehl · Kommando · Führung
Ein Befehl kann eine einzelne Anweisung sein. Kommando und Führung sind weiter und bezeichnen nicht automatisch die höchste Ebene.
„Sie erteilte einen Befehl.“ → „Sie führte den Oberbefehl.“ Der zweite Satz beschreibt eine Stellung, die aus der einzelnen Anweisung nicht folgt.
Beispiele und Verwendung
Die Reichweite nennen
„Der Bericht spricht vom Oberbefehl über die Truppen im nördlichen Gebiet.“
Die Ergänzung grenzt den Bereich ein. Sie sollte bei einer Zusammenfassung nicht weggelassen werden, wenn dadurch eine viel umfassendere Macht entstehen würde.
Person und Befugnis unterscheiden
„Der Oberbefehl ging auf eine andere Person über.“
Übertragen wird die Führungsbefugnis. Das abstrakte Nomen ist nicht mit der Person des Oberbefehlshabers identisch.
Grammatik und Beugung
Es heißt der Oberbefehl. Im Genitiv sind des Oberbefehls und des Oberbefehles möglich. Der Plural lautet die Oberbefehle, der Dativ Plural den Oberbefehlen.
Die Worttrennung lautet Ober·be·fehl. Ein Plural kann mehrere höchste Befehlsgewalten in verschiedenen Bereichen unterscheiden. Im typischen Bezug auf eine bestimmte Führungsbefugnis steht der Singular.
In unter ihrem Oberbefehl liegt eine Dativkonstruktion vor. Den Oberbefehl übernehmen enthält ein Akkusativobjekt.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Oberbefehl | die Oberbefehle |
| Genitiv | des Oberbefehls / des Oberbefehles | der Oberbefehle |
| Dativ | dem Oberbefehl | den Oberbefehlen |
| Akkusativ | den Oberbefehl | die Oberbefehle |
