Partisanin
Form & Grammatik
- Stichwort
- Partisanin
- Worttrennung
- Par·ti·sa·nin
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Partisanin
- Plural
- die Partisaninnen
Gebrauch: Angehörige einer bewaffneten, irregulär kämpfenden Gruppe gegen eine Besatzung; keine bloße allgemeine Bezeichnung für eine Gegnerin.
Definition · kurz erklärt
Eine Partisanin kämpft als Angehörige einer bewaffneten, irregulär vorgehenden Gruppe gegen eine Besatzung ihres Landes. Die Bezeichnung grenzt diese Rolle vom Dienst als reguläre Soldatin ab.
Bedeutungen
In einer bewaffneten Widerstandsgruppe kämpfen
Die Bezeichnung betrifft eine Frau, die einer bewaffneten Gruppe angehört und gegen einen in ihr Land eingedrungenen Gegner kämpft. Für Partisaninnen ist dabei eine irreguläre, etwa aus dem Hinterhalt geführte Kampfweise kennzeichnend. Eine bloße Ablehnung einer Regierung oder eines Beschlusses reicht für diese Bezeichnung nicht aus.
„Im fiktiven Kriegsroman kehrt Iva nach Wochen zu ihrer Schwester zurück; die Erzählerin stellt sie als Partisanin einer bewaffneten Gruppe vor, die die Besatzung ihrer Heimat bekämpft.“
Die Gruppenzugehörigkeit und der beschriebene Kampf begründen die Rollenbezeichnung. Die lange Abwesenheit von zu Hause würde dafür allein nicht genügen.
Synonyme: andere Wörter für Partisanin
Die Form des Widerstands benennen
Widerstandskämpferin · Angehörige einer bewaffneten Widerstandsgruppe
Widerstandskämpferin bezeichnet allgemeiner eine Angehörige einer Widerstandsbewegung. Partisanin benennt enger den bewaffneten irregulären Kampf. Der Austausch kann deshalb eine wichtige Unterscheidung abschwächen.
„Die Biografie nennt sie Partisanin.“ → „Die Biografie nennt sie Widerstandskämpferin.“
Die zweite Fassung lässt mehr offen, wie der Widerstand organisiert ist. Zusätzliche Angaben müssen erhalten bleiben, wenn die genaue Art ihrer Beteiligung für den Text wichtig ist.
Ein Kampfziel hervorheben
Freiheitskämpferin
Freiheitskämpferin rückt den Kampf für Freiheit in den Vordergrund. Partisanin beschreibt stärker die Zugehörigkeit und Kampfform. Die Wörter können dieselbe Figur bezeichnen, setzen aber nicht in jedem Text denselben Schwerpunkt.
„Der Erzähler bezeichnet Iva als Partisanin.“ → „Der Erzähler bezeichnet Iva als Freiheitskämpferin.“
Die zweite Formulierung hebt ein Ziel des Kampfes ausdrücklich hervor. Diese Zielbeschreibung muss von der jeweiligen Darstellung gedeckt sein und sollte ihrer Perspektive zugeordnet bleiben.
Beispiele und Verwendung
Eine Rollenangabe belegen
„Die Ausstellung bezeichnet die unbekannte Frau als Partisanin und erläutert daneben ihre Zugehörigkeit zu einer bewaffneten Gruppe.“
Die Erläuterung macht die Einordnung nachvollziehbar. Eine Uniform, eine einzelne Reise oder das bloße Tragen einer Nachricht wäre für sich noch keine ausreichende Erklärung des Wortes.
Personenbezeichnungen unterscheiden
„Im Roman treffen eine Partisanin und eine reguläre Soldatin zu einem Gespräch zusammen.“
Die Soldatin gehört im beschriebenen Satz den regulären Streitkräften an. Die andere Figur wird als Angehörige des irregulären Widerstands eingeordnet; ihre jeweilige Gesprächshaltung muss gesondert beschrieben werden.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Partisanin. Der Genitiv Singular lautet der Partisanin, der Plural die Partisaninnen. Das Substantiv wird in allen Singularfällen gleich geschrieben; die Artikel zeigen den Kasus.
Die Worttrennung lautet Par·ti·sa·nin. Die Bezeichnung Partisan ist ein eigenes maskulines Hauptlemma und keine Kasusform von Partisanin. Die folgende Tabelle führt ausschließlich die tatsächlich weibliche Personenbezeichnung.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Partisanin | die Partisaninnen |
| Genitiv | der Partisanin | der Partisaninnen |
| Dativ | der Partisanin | den Partisaninnen |
| Akkusativ | die Partisanin | die Partisaninnen |
