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Pfanne

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Pfanne
Worttrennung
Pfan·ne
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Pfanne
Plural
die Pfannen

Gebrauch: Bratgefäß; in der Schweiz auch Kochtopf. Weitere Bedeutungen in Technik, Bauwesen, Anatomie und Geografie.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Eine Pfanne ist im Küchenalltag meist ein flaches Gefäß zum Braten. In der Schweiz kann damit auch ein Kochtopf gemeint sein. Außerhalb der Küche bezeichnet das Wort unter anderem ein Metalltransportgefäß, einen Dachziegel und die Aufnahme eines Gelenks. Der Zusammenhang ist deshalb entscheidend.

Bedeutungen

Ein Gefäß zum Braten und Kochen

Die Bratpfanne hat einen flachen Boden und einen Rand; häufig besitzt sie einen langen Stiel. In der Schweiz reicht der Gebrauch von Pfanne weiter und umfasst auch höheres Kochgeschirr. Aus dem Wort allein lässt sich dort nicht sicher auf eine flache Form schließen.

„In der flachen Pfanne bräunt Jo die Kartoffelscheiben von beiden Seiten.“

Hier ist eine Bratpfanne gemeint. Die ergänzte Formangabe grenzt die Lesart ein, ohne eine bestimmte Beschichtung oder ein bestimmtes Material festzulegen.

Ein Transportgefäß im Hüttenwesen

In der Metallverarbeitung ist eine Pfanne ein für flüssiges Metall oder Schlacke vorgesehenes Gefäß. Diese technische Bedeutung hat mit der Küchenpfanne die Gefäßform gemeinsam, nicht die Größe oder den Verwendungszweck.

„Der Betriebsbericht beschreibt den Transport der Schmelze in einer Pfanne.“

Pfanne ist hier ein industrielles Gefäß. Der Satz enthält keine Arbeitsanweisung und trifft keine Aussage über die konkrete Konstruktion.

Ein gewölbtes Element der Dachdeckung

Im Bauwesen kann Pfanne als kurze Bezeichnung für eine Dachpfanne stehen. Gemeint ist ein entsprechend geformtes Einzelelement, mit dem ein Dach gedeckt wird. Die Bezeichnung bezieht sich nicht auf ein Gefäß zum Kochen.

„Nach dem Sturm werden mehrere beschädigte Pfannen auf dem Dach ersetzt.“

Der Plural zählt einzelne Elemente der Dachdeckung. Das Material und die genaue Bauform werden im Satz nicht genannt.

Die Aufnahme für einen Gelenkkopf

In der Anatomie bezeichnet Pfanne verkürzt die Gelenkpfanne. Das ist die vertiefte Aufnahme, in der ein Gelenkkopf liegt und sich bewegen kann. Pfanne und Kopf sind unterschiedliche Teile des Gelenks.

„Auf der Zeichnung sind der Gelenkkopf und die Pfanne verschieden eingefärbt.“

Die Farben dienen hier der Unterscheidung von Strukturen. Der Satz stellt keine Diagnose und beschreibt keine Behandlung.

Eine Pulvermulde an älteren Gewehren

Bei älteren Gewehrschlössern heißt die kleine Aufnahme für Zündpulver Pfanne. Die Bezeichnung gehört zur historischen Waffentechnik. Sie ist auch für das Verständnis der Wendung etwas auf der Pfanne haben relevant.

„Das Museumsschild benennt die kleine Mulde am historischen Schloss als Pfanne.“

Gemeint ist ein Bauteil des ausgestellten Gewehrs. Der Satz erklärt den Namen und beschreibt keine Bedienfolge.

Eine flache Senke in Trockengebieten

In der Geografie kann Pfanne eine Senke oder Mulde bezeichnen, besonders in trockenen Landschaften. Nach starkem Regen kann sie zeitweise Wasser führen. Salzpfanne und entsprechende Ortsnamen gehören in diesen Zusammenhang.

„Nach der Regenzeit steht Wasser in der zuvor trockenen Pfanne.“

Die Pfanne ist hier eine Geländeform. Das Wort allein besagt weder, dass sie immer trocken ist, noch dass sie überall von Salz bedeckt sein muss.

Kurz für Bettpfanne

In einem Pflegezusammenhang kann Pfanne die Bettpfanne meinen, also ein Gefäß für Ausscheidungen bei einer Person im Bett. Die Kurzform ist nur dann eindeutig, wenn die Situation bereits klar ist.

„Die Pflegekraft bringt die gereinigte Pfanne zurück ins Patientenzimmer.“

Der Zusammenhang macht die Bettpfanne erkennbar. In einer Küche hätte derselbe Gegenstandsname eine andere Bedeutung.

Synonyme: andere Wörter für Pfanne

Bratpfanne und Kochtopf unterscheiden

Bratpfanne · Kochtopf

Bratpfanne nennt die flache Küchenform eindeutig. Kochtopf ist außerhalb des schweizerischen Gebrauchs meist kein beliebiges Ersatzwort für Pfanne. In einem Schweizer Rezept kann Pfanne dagegen auch höheres Kochgeschirr meinen.

„Die Milch wird in einer Pfanne erhitzt.“ – „Die Milch wird in einem Kochtopf erhitzt.“

Im entsprechenden Schweizer Sprachgebrauch können beide Sätze dasselbe Gefäß bezeichnen. In anderem Zusammenhang würde der Austausch möglicherweise die Form verändern.

Eine Fachbedeutung ausdrücklich nennen

Dachpfanne · Gelenkpfanne · Bettpfanne

Die Zusammensetzungen lösen die Mehrdeutigkeit auf. Sie sind jeweils nur im passenden Fachzusammenhang Ersatzwörter und dürfen nicht untereinander ausgetauscht werden.

„Die Pfanne ist auf der Zeichnung markiert.“ – „Die Gelenkpfanne ist auf der Zeichnung markiert.“

Bei einer anatomischen Zeichnung kann beides dasselbe meinen. Der zweite Satz ist auch ohne Kenntnis der Zeichnung eindeutiger.

Beispiele und Verwendung

Material und Funktion trennen

„Die gusseiserne Pfanne steht neben einem leichteren Modell.“

Gusseisern bezeichnet das Material. Es sagt allein weder, wie alt das Gefäß ist, noch ob seine Oberfläche zusätzlich behandelt wurde.

Ein Gericht aus der Pfanne

„Für das Omelett werden die verrührten Eier in der Pfanne gegart.“

Das Omelett ist das Gericht, die Pfanne das verwendete Gefäß. Auch wenn eine Speise nach ihrem Gefäß benannt wird, bleiben Gegenstand und Inhalt unterscheidbar.

Grammatik und Beugung

Pfanne ist feminin. Im Singular steht in allen Fällen Pfanne, im Plural Pfannen. Der Dativ Plural lautet den Pfannen; die schon vorhandene Endung n wird nicht verdoppelt. Diese Formen gelten für die beschriebenen Küchen- und Fachbedeutungen. In in der Pfanne braten steht der Dativ für den Ort. Etwas in die Pfanne legen verwendet den Akkusativ für das Ziel.

Pfanne: Singular und Plural
FallSingularPlural
Nominativdie Pfannedie Pfannen
Genitivder Pfanneder Pfannen
Dativder Pfanneden Pfannen
Akkusativdie Pfannedie Pfannen

Schreibweise und Worttrennung

Die Worttrennung lautet Pfan·ne, im Plural Pfan·nen. Das Doppel-n bleibt erhalten. Die Verkleinerung Pfännchen bekommt einen Umlaut und ist ein eigenes abgeleitetes Nomen.

Redewendungen und feste Verbindungen

Etwas auf der Pfanne haben

Etwas bereithalten, das man bei Gelegenheit einsetzen oder vorbringen kann.

„Für die nächste Runde hat der Moderator noch eine überraschende Frage auf der Pfanne.“

Die umgangssprachliche Wendung bezeichnet hier etwas Vorbereitetes. Ein Küchenvorgang ist nicht gemeint.

Jemanden in die Pfanne hauen

Jemanden scharf oder erniedrigend kritisieren; je nach Zusammenhang auch deutlich besiegen oder verprügeln.

„In der Sitzung haut die Sprecherin ihren Kollegen wegen des Fehlers in die Pfanne.“

Im Sitzungsbeispiel ist eine harte verbale Behandlung gemeint. Die saloppe Wendung kann in anderen Zusammenhängen körperliche Gewalt bezeichnen; bloße sachliche Kritik ist nicht automatisch dasselbe.

Wortfamilie und verwandte Wörter

Pfannenstiel und Pfannenwender benennen einen Gefäßteil und ein Küchenwerkzeug. Dachpfanne und Gelenkpfanne ordnen das Wort einem anderen Sachgebiet zu. Diese Zusammensetzungen sind keine anderen Kasusformen der Grundform.