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Porträt

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Porträt
Worttrennung
Por·trät
Artikel
das Porträt
Geschlecht
Neutrum
Genitiv
des Porträts
Plural
die Porträts

Formen und Verwendung im Detail

Ein Porträt ist eine Darstellung einer Person, etwa als Bild oder Text. Portrait ist ebenfalls eine zulässige Schreibweise. Beide Formen haben dieselbe Bedeutung.

Was bedeutet Porträt?

Ein gemaltes oder fotografisches Porträt stellt eine Person erkennbar in den Mittelpunkt. Es muss nicht ausschließlich das Gesicht zeigen. Haltung, Umgebung und gewählter Ausschnitt können ebenfalls zur Darstellung beitragen. Was sichtbar ist, sollte von Deutungen über den Charakter unterschieden werden. Ein ernster Gesichtsausdruck in einem einzelnen Bild beweist beispielsweise keine dauerhafte Unfreundlichkeit.

Ein journalistisches oder literarisches Porträt stellt eine Person mit sprachlichen Mitteln vor. Es kann Beobachtungen, Lebensstationen, Aussagen und charakteristische Situationen verbinden. Ein bloßer Lebenslauf zählt dagegen meist Daten und Stationen auf. Ein Porträt wählt und ordnet sie so, dass ein anschaulicher Eindruck entsteht.

Schreibweise und Grammatik

Porträt ist neutral: das Porträt, des Porträts, die Porträts. Bei der Variante Portrait lauten die Formen entsprechend des Portraits, die Portraits. In beiden Fällen wird der Plural mit s gebildet. Porträtieren beziehungsweise portraitieren sind die zugehörigen Verbvarianten. In Zusammensetzungen steht etwa Selbstporträt oder Gruppenporträt. Der Umlaut der eingedeutschten Form gehört zur Schreibung und wird nicht weggelassen.

Deklination von Porträt
Die Tabelle zeigt die im aktuellen Primärwörterbucheintrag genannten s-Formen. Die Schreibweise Portrait bleibt als gleichbedeutende Variante erhalten; einzelne andere Rohdatenvarianten werden nicht unqualifiziert verallgemeinert.
FallSingularPlural
Nominativdas Porträtdie Porträts
Genitivdes Porträtsder Porträts
Dativdem Porträtden Porträts
Akkusativdas Porträtdie Porträts

Drei eigene Beispiele mit Erklärung

Die folgenden Sätze sind eigene Sprachbeispiele.

„Das Porträt zeigt die Musikerin während einer Probe.“

Die Situation vermittelt mehr als bloß das Aussehen; sie kann einen Arbeitszusammenhang sichtbar machen.

„Für das schriftliche Portrait beobachtet die Autorin einen ganzen Arbeitstag.“

Die Textform stützt sich auf ausgewählte Beobachtungen. Die Variante mit ai ist korrekt.

„Ein Selbstporträt ist nicht automatisch eine vollständige Selbstauskunft.“

Auch eine Darstellung der eigenen Person enthält Auswahl, Gestaltung und möglicherweise Inszenierung.

Bedeutungsunterschiede und Verwendung

Eine Personenbeschreibung kann sich vor allem auf erkennbare äußere Merkmale konzentrieren. Eine Charakterisierung untersucht darüber hinaus Verhalten, Beziehungen und Eigenschaften. Ein Porträt kann Elemente beider Textformen verbinden. Bei erfundenen Figuren müssen Deutungen am Werk nachvollziehbar sein; bei realen Personen dürfen beobachtete Einzelheiten nicht zu unbelegten Behauptungen über ihre gesamte Persönlichkeit werden.

Kurz üben

Muss „Portrait“ im Deutschen zu „Porträt“ korrigiert werden?

Lösung und Erklärung

Nein. Beide Schreibweisen sind richtig. Innerhalb eines Texts ist eine einheitliche Form sinnvoll.

Weitere Wörter findest du im Stichwörterbuch.

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