Quälerei
Form & Grammatik
- Stichwort
- Quälerei
- Worttrennung
- Quä·le·rei
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Quälerei
- Plural
- die Quälereien; bei quälendem Zustand oder mühevoller Tätigkeit gewöhnlich Singular
Definition · kurz erklärt
Quälerei bezeichnet das Zufügen von Leiden, ein lästiges Bedrängen oder etwas, das als besonders mühevoll und belastend empfunden wird. Der Zusammenhang muss zeigen, wer leidet und ob jemand dieses Leiden verursacht.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Anderen Leiden zufügen
Quälerei kann wiederholtes oder anhaltendes Quälen eines Menschen oder Tieres meinen. Das Wort bewertet die Behandlung deutlich negativ. Welche Handlungen gemeint sind, sollte ein Bericht konkret beschreiben. Aus der Bezeichnung allein lässt sich die genaue Art oder Schwere nicht ablesen.
Die Erzählung schildert, wie die Figur ein eingesperrtes Tier immer wieder erschreckt, und nennt das eine Quälerei.
Die wiederholte Handlung erklärt die Bewertung im Beispiel. Es wäre ungenau, damit jedes Erschrecken in jeder Situation gleichzusetzen.
Bedeutung 2: Lästig bedrängen oder belästigt werden
Auch dauerndes Drängen, Nörgeln oder Belästigen kann als Quälerei bezeichnet werden. Dann steht nicht notwendig eine körperliche Misshandlung im Mittelpunkt. Der Ausdruck zeigt, wie belastend jemand den Umgang erlebt.
Die ständigen Nachfragen nach dem Geschenk wurden für den Vater zur Quälerei.
Der Satz beschreibt eine als lästig empfundene Situation. Er setzt diese nicht mit schwerem körperlichem Leid gleich.
Bedeutung 3: Eine belastende Tätigkeit oder ein Leiden
Umgangssprachlich heißt auch eine sehr anstrengende Tätigkeit eine Quälerei. Ebenso kann ein quälender Zustand gemeint sein. Hier wird häufig das eigene Erleben beschrieben; eine andere Person muss das Leiden nicht absichtlich verursachen.
Mit dem zu schweren Rucksack war der steile Aufstieg eine Quälerei.
Die Belastung entsteht im Beispiel aus Gewicht und Steigung. Ein Täter ist damit nicht bezeichnet.
Synonyme: andere Wörter für Quälerei
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Peinigung · Schikane · Plackerei · große Mühe
Peinigung betont zugefügtes Leiden, Schikane eine gezielte belastende Behandlung. Plackerei passt eher zu mühsamer Arbeit. Diese Wörter sind keine gleich starken Ersatzwörter für jede Lesart.
„Die Reparatur war eine Plackerei“ bewertet die Mühe. „Die Nachbarn schikanieren ihn“ schreibt Menschen ein belastendes Verhalten zu; das ist eine andere Aussage.
Beispiele und Verwendung
Absicht nicht hinzuerfinden
Für die Verletzte war jede Stufe eine Quälerei.
Hier geht es um erlebte Schmerzen oder Mühe. Der Satz sagt nicht, dass die Treppe gebaut wurde, um ihr zu schaden.
Im Bericht genau beschreiben
Die Schülerin beschwert sich über die tägliche Quälerei und nennt anschließend wiederholte beleidigende Nachrichten.
Die konkreten Nachrichten machen nachvollziehbar, was mit der Bewertung gemeint ist. Bei strittigen Vorwürfen sollte erkennbar bleiben, wer sie äußert und worauf sie beruhen.
Grammatik und Beugung
Das feminine Substantiv heißt die Quälerei. Die Worttrennung lautet Quä·le·rei. Der Genitiv Singular ist der Quälerei; die Mehrzahl lautet die Quälereien.
Die Mehrzahl passt insbesondere zu mehreren quälenden Handlungen oder Belästigungen. Ein als quälend empfundener Zustand oder eine einzelne mühevolle Tätigkeit wird dagegen gewöhnlich im Singular bezeichnet: Das Warten war eine Quälerei. Die Tabelle zeigt die verfügbaren Kasusformen, keine Aufforderung, jede Lesart in die Mehrzahl zu setzen.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Quälerei | die Quälereien |
| Genitiv | der Quälerei | der Quälereien |
| Dativ | der Quälerei | den Quälereien |
| Akkusativ | die Quälerei | die Quälereien |
