Qualifikation
Form & Grammatik
- Stichwort
- Qualifikation
- Worttrennung
- Qua·li·fi·ka·ti·on
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Qualifikation
- Plural
- die Qualifikationen; abhängig vom Zusammenhang
Definition · kurz erklärt
Qualifikation bezeichnet die Befähigung oder nachgewiesenen Voraussetzungen für eine Tätigkeit. Im Sport kann sie die Berechtigung zur Teilnahme oder den Wettbewerb meinen, durch den diese Berechtigung erworben wird.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Befähigung und Nachweise
Eine berufliche Qualifikation kann aus Ausbildung, Erfahrung und erworbenen Fähigkeiten bestehen. Mit Qualifikationen können auch einzelne Abschlüsse oder Nachweise gemeint sein. Ein Zeugnis und die tatsächliche Fähigkeit sind deshalb eng verbunden, aber nicht in jedem Satz dasselbe.
Für die Aufgabe nennt die Bewerberin ihre Ausbildung und ihre praktische Erfahrung als Qualifikationen.
Das Beispiel macht die allgemeinen Voraussetzungen konkret. Ob sie für diese bestimmte Aufgabe genügen, muss anhand ihrer Anforderungen beurteilt werden.
Bedeutung 2: Sich für einen Wettbewerb qualifizieren
Im Sport bezeichnet Qualifikation die erreichte Teilnahmeberechtigung, aber auch eine Vorrunde oder einen Ausscheidungswettbewerb. Die Formulierung muss erkennen lassen, ob von einem Verfahren oder von seinem Ergebnis die Rede ist.
Nach dem Sieg in der Qualifikation darf die Mannschaft am Hauptturnier teilnehmen.
Im ersten Teil ist ein Wettbewerb gemeint. Die anschließende Teilnahmeberechtigung ist sein Ergebnis.
Bedeutung 3: Der Erwerb einer Befähigung
Qualifikation kann außerdem den Vorgang des Qualifizierens meinen. Wenn dieser Prozess im Vordergrund steht, ist Qualifizierung häufig die deutlichere Formulierung.
Das Programm unterstützt die berufliche Qualifikation der Teilnehmer durch zusätzliche Schulungen.
Hier geht es um den Erwerb oder Ausbau von Fähigkeiten, nicht nur um schon vorhandene Zeugnisse.
Synonyme: andere Wörter für Qualifikation
Fähigkeit, Abschluss oder Vorrunde?
Befähigung · Eignung · Ausbildungsnachweis · Ausscheidungsrunde
Befähigung betont das Können. Eignung berücksichtigt, ob jemand zu einer Aufgabe passt. Ausbildungsnachweis nennt ein Dokument. Ausscheidungsrunde ist nur für einen entsprechenden Wettbewerb passend.
„Sie besitzt die nötige Befähigung“ sagt etwas über ihr Können; „sie legt einen Ausbildungsnachweis vor“ über einen vorgelegten Beleg. Keines der Wörter ersetzt die sportliche Vorrunde.
Beispiele und Verwendung
Eine Bewerbung genauer machen
Statt „Ich habe gute Qualifikationen“ nennt Sam die abgeschlossene Ausbildung und zwei Jahre Erfahrung in der Werkstatt.
Die konkreten Angaben sind aussagekräftiger als ein allgemeines Eigenlob. Sie sollten zur ausgeschriebenen Tätigkeit passen.
Erfolg nicht vorwegnehmen
Die Teilnahme an der Qualifikation ist bestätigt; die Qualifikation für das Finale steht noch aus.
Die gleiche Schreibung bezeichnet zuerst den Wettbewerb und danach das Erreichen des nächsten Abschnitts. Der Gegensatz klärt beide Verwendungen.
Grammatik und Beugung
Das feminine Substantiv heißt die Qualifikation. Die Worttrennung lautet Qua·li·fi·ka·ti·on; die Mehrzahl ist die Qualifikationen.
Bei der allgemeinen Befähigung und bei der sportlichen Teilnahmeberechtigung ist der Singular üblich. Mehrere einzelne Nachweise oder verschiedene Ausscheidungswettbewerbe können dagegen als Qualifikationen bezeichnet werden. Quali ist eine umgangssprachliche Kurzform besonders im Sport.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Qualifikation | die Qualifikationen |
| Genitiv | der Qualifikation | der Qualifikationen |
| Dativ | der Qualifikation | den Qualifikationen |
| Akkusativ | die Qualifikation | die Qualifikationen |
