Querköpfigkeit
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Querköpfigkeit
- Worttrennung
- Quer·köp·fig·keit
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Querköpfigkeit
- Plural
- die Querköpfigkeiten nur bei einzelnen Vorkommnissen; die Art selbst ohne Plural
Umgangssprachlich; die Wertung des Verhaltens hängt vom Zusammenhang ab.
Definition · kurz erklärt
Querköpfigkeit ist eine eigensinnige, zum Widerspruch neigende Art. Das umgangssprachliche Wort kann außerdem eine einzelne Äußerung oder Handlung bezeichnen, die so wirkt.
Bedeutungen
Eine eigensinnige Haltung
Querköpfigkeit beschreibt, dass jemand auf dem eigenen Kopf besteht oder sich gegen Vorschläge anderer stellt. Die Bezeichnung kann Vorwurf, aber auch eine gewisse Anerkennung der Eigenständigkeit enthalten. Ob ein Widerspruch begründet ist, sagt das Wort allein nicht.
Die Kollegin nennt seine Weigerung Querköpfigkeit, während er selbst sachliche Einwände sieht.
Die beiden Deutungen gehören unterschiedlichen Personen. Aus der Bezeichnung folgt noch nicht, wer in der Sache recht hat.
Eine einzelne auffällige Äußerung oder Handlung
Eine Querköpfigkeit kann etwas bezeichnen, das als eigensinnig oder widersetzlich wahrgenommen wird. In diesem Sinn sind mehrere Querköpfigkeiten zählbar. Gemeint ist dann ein einzelner Ausdruck der Haltung, nicht die Person selbst.
Die Erzählerin schildert zwei kleine Querköpfigkeiten ihrer Figur, ohne sie insgesamt abzuwerten.
Die Mehrzahl fasst einzelne Verhaltensweisen zusammen. Sie zählt keine verschiedenen Menschen.
Synonyme: andere Wörter für Querköpfigkeit
Eigensinn oder Eigenwilligkeit?
Eigensinn · Eigenwilligkeit · Widersetzlichkeit
Eigensinnig beschreibt das Festhalten am eigenen Willen. Eigenwilligkeit kann auch einen besonderen Gestaltungswillen betonen. Widersetzlichkeit rückt den Widerstand gegen eine Erwartung oder Anweisung in den Vordergrund.
„Ihre Querköpfigkeit erschwert die Abstimmung“ legt eine Reibung nahe; „ihre Eigenwilligkeit prägt den Stil“ kann anerkennend klingen.
Beispiele und Verwendung
Eine Bewertung begründen
Die Figur lehnt den neuen Weg aus Querköpfigkeit ab, behauptet ihr Begleiter.
Der Begleiter schreibt ihr ein Motiv zu. Eine genaue Analyse unterscheidet diese Zuschreibung von den Gründen, die die Figur selbst nennt.
Eigenschaft und Handlung trennen
Seine Querköpfigkeit zeigt sich darin, dass er jede gemeinsame Absprache erneut infrage stellt.
Der zweite Satzteil nennt die Beobachtung. Ein einzelner sachlich begründeter Einwand wäre noch kein ausreichender Beleg für eine dauerhafte Haltung.
Grammatik und Beugung
Die Querköpfigkeit ist ein feminines Nomen. Genitiv und Dativ Singular heißen der Querköpfigkeit. Die allgemeine Art oder Eigenschaft wird ohne Plural bezeichnet. Die Querköpfigkeiten meint einzelne Äußerungen oder Handlungen; im Dativ Plural steht den Querköpfigkeiten.
| Fall | Singular | Plural: einzelne Vorkommnisse |
|---|---|---|
| Nominativ | die Querköpfigkeit | die Querköpfigkeiten |
| Genitiv | der Querköpfigkeit | der Querköpfigkeiten |
| Dativ | der Querköpfigkeit | den Querköpfigkeiten |
| Akkusativ | die Querköpfigkeit | die Querköpfigkeiten |
