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Resümee

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Resümee
Worttrennung
Re·sü·mee
Artikel
das Resümee
Geschlecht
Neutrum
Genitiv
des Resümees
Plural
die Resümees

Formen und Verwendung im Detail

Ein Resümee fasst wesentliche Gedanken oder Ergebnisse knapp zusammen. Die übliche deutsche Schreibung lautet Resümee; Résumé begegnet insbesondere im schweizerischen und französisch geprägten Gebrauch.

Was bedeutet Resümee?

Ein Resümee zieht am Ende eines Gesprächs, Textes oder Arbeitsabschnitts die wichtigsten Punkte zusammen. Es wiederholt nicht jede Einzelheit. Welche Aussagen dazugehören, richtet sich nach dem Gegenstand und dem Zweck. Eine Zusammenfassung des bisherigen Ergebnisses sollte keine neue, zuvor unbegründete Behauptung einführen.

Ein Resümee kann mit einer Bewertung verbunden sein, muss aber nicht immer ein persönliches Urteil enthalten. Die Formulierung „Das Ergebnis lässt sich so zusammenfassen“ bleibt eher berichtend. „Mein Resümee fällt positiv aus“ kündigt dagegen ausdrücklich eine Bewertung an. Diese Unterscheidung hilft besonders in schulischen Texten.

Schreibweise und Grammatik

Resümee ist neutral: das Resümee, des Resümees, die Resümees. Es enthält ein ü, nur ein m und am Ende zwei e. Die französisch geprägte Form Résumé trägt zwei Akzente. Mischungen wie „Resümé“ sind keine geeignete Übernahme einer der beiden Formen. Das verwandte Verb lautet resümieren. Wer sich in einem allgemeinen deutschen Sachtext auf die eingedeutschte Schreibung festlegt, kann durchgehend Resümee verwenden.

Deklination von Resümee
Resümee: Formen in den vier Fällen
FallSingularPlural
Nominativdas Resümeedie Resümees
Genitivdes Resümeesder Resümees
Dativdem Resümeeden Resümees
Akkusativdas Resümeedie Resümees

Drei eigene Beispiele mit Erklärung

Die folgenden Sätze sind eigene Sprachbeispiele.

„Zum Abschluss fasst die Moderatorin die drei Ergebnisse in einem Resümee zusammen.“

Die Zusammenfassung ordnet bereits Besprochenes, statt das Gespräch vollständig zu wiederholen.

„Sein Resümee benennt auch eine noch offene Frage.“

Eine Zusammenfassung muss Unsicherheiten nicht verdecken; sie kann den Arbeitsstand präzise festhalten.

„Das persönliche Resümee fällt anders aus als die reine Ergebnisliste.“

Hier wird eine Bewertung von einer sachlichen Aufzählung unterschieden.

Synonyme für Resümee: passend zum Zusammenhang

Ein Resümee bündelt wesentliche Gedanken oder Ergebnisse. Die Alternativen unterscheiden reine Zusammenfassung, Schlussfolgerung und rückblickende Bewertung. Nicht jedes Resümee muss eine persönliche Meinung enthalten; es kann auch sachlich festhalten, was eine Diskussion ergeben hat. Ein passender Ersatz sollte außerdem erkennen lassen, ob ein Text, ein Gespräch oder eine Erfahrung zusammengefasst wird. Diese Gegenstände haben unterschiedliche Anforderungen.

Alternativen nach Zusammenhang auswählen
AlternativePassend beiUnterschied
Zusammenfassungknapper Wiedergabe wesentlicher PunkteIst die allgemein verständliche Entsprechung und kann ohne eigenes Urteil auskommen.
Fazitabschließender Schlussfolgerung oder BewertungBetont stärker das Ergebnis des Nachdenkens als die bloße Bündelung.
abschließende Bilanzrückblickender Abwägung von Ergebnissen und GrenzenKann Erfolge und offene Punkte gegenüberstellen; es ist nicht zwingend eine Geldrechnung gemeint.

Eigene Sprachbeispiele mit Erläuterung.

Erstes Satzpaar

Ausgangssatz: „Die Moderatorin fasste die Diskussion in einem kurzen Resümee zusammen.“

Alternative: „Die Moderatorin fasste die Diskussion in einer kurzen Zusammenfassung zusammen.“

Zusammenfassung trifft die Bedeutung, macht den Satz aber unnötig doppelt. Stilistisch besser lautet er: Die Moderatorin gab die wichtigsten Ergebnisse der Diskussion kurz wieder.

Zweites Satzpaar

Ausgangssatz: „Ihr persönliches Resümee der gemeinsamen Arbeit fiel positiv aus.“

Alternative: „Ihr persönliches Fazit der gemeinsamen Arbeit fiel positiv aus.“

Fazit passt zur ausdrücklich genannten Bewertung. Es wird nicht nur eine neutrale Liste aller Arbeitsschritte angekündigt, sondern eine abschließende Einschätzung.

Grenze des Austauschs: Inhaltsangabe bezieht sich auf die Wiedergabe eines Ausgangstexts und folgt eigenen Anforderungen. Protokoll kann den Verlauf oder festgelegte Ergebnisse einer Besprechung dokumentieren. Beides ist nicht mit jedem Resümee austauschbar.

Beim Ersatz ändern sich Artikel und Endungen: das kurze Resümee, die kurze Zusammenfassung, das kurze Fazit. Eine gute Schlussfassung führt keine überraschende unbegründete Behauptung ein. Sie bündelt den erreichten Stand, benennt bei Bedarf Grenzen und lässt offen Gebliebenes ausdrücklich offen.

Weitere Abgrenzungen: Bedeutungsunterschiede und Verwendung

Ein Fazit hebt häufig die Schlussfolgerung hervor. Eine Inhaltsangabe gibt den Inhalt eines bestimmten Ausgangstexts wieder und folgt eigenen Anforderungen. Ein Resümee kann sich auch auf eine Diskussion oder Erfahrung beziehen. Hilfreich ist die Reihenfolge: Ausgangsfrage nennen, wichtigste Ergebnisse bündeln, gegebenenfalls Grenzen festhalten. Allgemeine Schlussfloskeln ersetzen dabei keine konkrete Aussage.

Kurz üben

Was sollte ein Resümee einer Untersuchung vor allem enthalten?

Lösung und Erklärung

Die wesentlichen Ergebnisse zur Ausgangsfrage. Neue Begründungen oder überraschende Nebenfragen gehören nicht unvorbereitet in den Schluss.

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