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Revanche

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Revanche
Worttrennung
Re·van·che
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Revanche
Plural
die Revanchen

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Revanche kann eine erneute Gelegenheit meinen, eine Niederlage auszugleichen. Das Wort bezeichnet außerdem Vergeltung oder eine Gegenleistung für erhaltene Hilfe. Welche Bedeutung gemeint ist, zeigt der Anlass.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Eine Niederlage im Spiel ausgleichen wollen

Im Sport und beim Spielen ist eine Revanche ein erneuter Wettstreit oder die Gelegenheit dazu. Wer Revanche fordert, möchte nach einer Niederlage noch einmal antreten. Ein Erfolg ist damit nicht zugesichert.

Nach der knappen Niederlage bittet Mira um eine Revanche am nächsten Tag.

Sie möchte erneut spielen. Die Bitte behauptet nicht, dass sie die nächste Partie gewinnen wird.

Bedeutung 2: Vergeltung für etwas Negatives

Revanche kann auch eine Vergeltung für eine Kränkung oder Niederlage meinen. In älteren politischen Zusammenhängen begegnet das Wort besonders beim Wunsch, eine militärische Niederlage rückgängig zu machen. Diese Bedeutung klingt anders als eine freundschaftliche neue Spielrunde.

Die Figur plant eine Revanche für die öffentliche Demütigung.

Hier ist eine Vergeltung gemeint. Wie sie aussehen soll und ob sie ausgeführt wird, bleibt zunächst offen.

Bedeutung 3: Eine Gefälligkeit erwidern

Als Revanche für eine Hilfe kann eine Einladung oder ein anderer Gegendienst gemeint sein. Diese positive Verwendung hat nichts mit feindseliger Rache zu tun.

Als Revanche für die Unterstützung übernimmt sie beim nächsten Fest den Aufbau.

Die Hilfe wird erwidert. Eine vorherige Niederlage oder Kränkung ist dafür nicht erforderlich.

Synonyme: andere Wörter für Revanche

Rückspiel, Vergeltung oder Gegendienst?

Rückspiel · neue Gelegenheit · Vergeltung · Gegenleistung

Rückspiel passt zur erneuten Begegnung, Gegendienst zur erwiderten Hilfe. Rache trifft nur die feindselige Verwendung. Nicht jedes organisatorisch festgelegte Rückspiel wird wegen einer persönlichen Revancheabsicht ausgetragen.

„Er gibt ihr Revanche beim Schach“ eröffnet eine neue Partie. „Er lädt sie als Revanche zum Essen ein“ erwidert eine Gefälligkeit.

Beispiele und Verwendung

Chance und Ergebnis trennen

Die Revanche gelingt diesmal nicht; auch die zweite Partie geht verloren.

Die erneute Gelegenheit bleibt eine Revanche, obwohl sie nicht zum gewünschten Ausgleich führt.

Den Zusammenhang nennen

Ohne den Zusatz für deine Hilfe könnte das Wort Revanche in der Einladung missverstanden werden.

Die Ergänzung klärt, dass ein freundlicher Gegendienst gemeint ist. Sie verhindert eine unpassende Deutung als Vergeltung.

Grammatik und Beugung

Es heißt die Revanche, Genitiv der Revanche, Plural die Revanchen. Die Worttrennung ist Re·van·che.

Bei eine Revanche für etwas nennt für mit Akkusativ den Anlass. Das verwandte Verb wird gewöhnlich reflexiv gebraucht: sich für eine Hilfe revanchieren. Es ist keine gebeugte Form des Nomens, sondern ein eigenes Wort.

Revanche: Fälle und Formen
FallSingularPlural
Nominativdie Revanchedie Revanchen
Genitivder Revancheder Revanchen
Dativder Revancheden Revanchen
Akkusativdie Revanchedie Revanchen