Taumel
Form & Grammatik
- Stichwort
- Taumel
- Worttrennung
- Tau·mel
- Artikel
- der
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des Taumels
- Plural
- kein Plural in diesen Bedeutungen
Definition · kurz erklärt
Taumel kann ein schwankendes Schwindelgefühl bezeichnen. Übertragen meint das Wort einen Zustand starker Erregung, in dem Begeisterung oder andere Gefühle die Wahrnehmung und das Handeln bestimmen.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Ein schwankendes Schwindelgefühl
Taumel kann den Zustand benennen, in dem jemand sich schwindelig oder unsicher im Gleichgewicht fühlt. In einer Erzählung kann das Wort mit einem Schwanken oder einem tastenden Halt verbunden sein. Den Grund des Zustands legt die Bezeichnung nicht fest.
Die Romanfigur hielt sich im Taumel am Türrahmen fest.
Der Satz schildert eine körperliche Erfahrung. Er erklärt noch nicht, wodurch sie ausgelöst wurde.
Bedeutung 2: Von einem Gefühl mitgerissen sein
Im übertragenen Gebrauch erfasst ein starkes Gefühl die ganze Situation. Besonders Freude und Begeisterung können einen Taumel auslösen. Die Vorstellung des Schwankens wird dabei auf das innere Erleben übertragen.
Im Taumel des unerwarteten Erfolgs vergaß das Team sogar sein vereinbartes Gruppenfoto.
Hier wird kein tatsächlicher Gleichgewichtsverlust beschrieben. Der Satz macht anschaulich, wie sehr die Begeisterung die Aufmerksamkeit bestimmte.
Taumel: Synonyme und andere Wörter
Körperlich oder übertragen?
Schwindelgefühl · Benommenheit; übertragen Rausch · Überschwang
Schwindelgefühl passt zur körperlichen Lesart. Benommenheit hebt stärker die gedämpfte Wahrnehmung hervor und ist nicht in jedem Satz gleichbedeutend. Rausch und Überschwang eignen sich beim starken Gefühlszustand, wenn der Zusammenhang diese übertragene Bedeutung klärt.
„Im Taumel suchte sie Halt“ kann körperlich gemeint sein. „Im Taumel der Freude umarmte sie alle“ erklärt durch den Zusatz, dass ein Gefühl im Vordergrund steht.
Beispiele und Verwendung
Ein Bild im Text verstehen
Der Taumel des Festes erfasste schließlich auch den zurückhaltenden Gast.
Das Fest wird als mitreißendes Erlebnis dargestellt. Aus dieser Bildsprache folgt nicht, dass der Gast körperlich schwindelig war.
Den Zusatz nutzen
Im ersten Absatz ist vom Taumel nach der Drehbewegung die Rede, im zweiten vom Taumel der Begeisterung.
Die Ergänzungen lenken die Deutung auf unterschiedliche Lesarten. Ein genauer Kommentar berücksichtigt sie, statt das Wort überall mit demselben Ersatzwort wiederzugeben.
Grammatik und Beugung
Taumel ist männlich und steht in den hier erklärten Bedeutungen ohne Plural. Im Genitiv heißt es des Taumels.
Bei im Taumel und aus dem Taumel heraus steht Taumel im Dativ. Ein Genitivzusatz kann das auslösende Gefühl näher benennen, etwa der Taumel der Freude.
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | der Taumel |
| Genitiv | des Taumels |
| Dativ | dem Taumel |
| Akkusativ | den Taumel |
