Überfluss
Form & Grammatik
- Stichwort
- Überfluss
- Worttrennung
- Über·fluss
- Artikel
- der
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des Überflusses
- Plural
- kein Plural in diesen Bedeutungen
Definition · kurz erklärt
Überfluss bedeutet, dass von etwas mehr vorhanden ist, als benötigt wird. Das Wort kann außerdem eine Lebenslage bezeichnen, in der es an notwendigen und angenehmen Dingen reichlich gibt.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Mehr als benötigt wird
Überfluss setzt die vorhandene Menge zum Bedarf in Beziehung. Es gibt nicht bloß viel, sondern mehr, als in der betrachteten Situation nötig ist. Ob diese zusätzliche Menge willkommen oder lästig ist, legt das Wort allein nicht fest.
Nach der Ernte waren Äpfel im Überfluss vorhanden, sodass die Familie viele verschenkte.
Die Ernte überstieg hier den eigenen Bedarf. Das Verschenken ist eine mögliche Reaktion auf den Überschuss, aber kein Teil der Wortbedeutung.
Bedeutung 2: Reichlich ausgestattete Lebensverhältnisse
Im Überfluss leben bedeutet, über die notwendigen Dinge hinaus reichlich Möglichkeiten und Güter zur Verfügung zu haben. Die Aussage kann einen Gegensatz zu Entbehrungen oder Mangel hervorheben.
Im Roman lebt die Familie im Überfluss, während ihre Nachbarn jeden Einkauf genau abwägen müssen.
Die Gegenüberstellung macht unterschiedliche Lebenslagen sichtbar. Wie zufrieden die Beteiligten sind, lässt sich daraus noch nicht ablesen.
Überfluss: Synonyme und andere Wörter
Menge oder Lebenslage?
Überschuss · Übermaß · Fülle; bei Lebensverhältnissen Reichtum · Wohlstand
Überschuss bezeichnet besonders die Menge oberhalb eines Bedarfs. Übermaß kann kritisch klingen. Fülle hebt das reichliche Vorhandensein hervor, ohne zwingend eine Bedarfsgrenze zu nennen. Reichtum und Wohlstand passen eher zur Ausstattung einer Person oder Gemeinschaft.
„Der Garten bietet eine Fülle von Farben“ beschreibt Vielfalt. „Die Ernte brachte Obst im Überfluss“ setzt die Menge stärker in Beziehung zu dem, was gebraucht wurde.
Beispiele und Verwendung
Die Bezugsgröße nennen
Für zehn Gäste waren Stühle im Überfluss da: Insgesamt standen zwanzig bereit.
Die Zahlen machen nachvollziehbar, worauf das Mehr bezogen ist. Eine große Stückzahl allein bedeutet ohne einen solchen Zusammenhang noch keinen Überfluss.
Eine feste Verbindung erkennen
Zuerst verpasste er den Bus, und zu allem Überfluss begann es auch noch zu regnen.
Die Verbindung meint hier keine erfreuliche Fülle. Sie hebt hervor, dass zu einem bereits unangenehmen Verlauf noch etwas Negatives hinzukommt.
Grammatik und Beugung
Überfluss ist männlich. Der Genitiv lautet des Überflusses. In beiden erklärten Bedeutungen wird das Wort ohne Plural gebraucht.
Bei im Überfluss ist der Artikel mit in verschmolzen. In zu allem Überfluss steht alles als gebeugtes Begleitwort vor dem Substantiv; Überfluss selbst bleibt unverändert.
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | der Überfluss |
| Genitiv | des Überflusses |
| Dativ | dem Überfluss |
| Akkusativ | den Überfluss |
Redewendungen und feste Verbindungen
Was heißt zu allem Überfluss?
Die Wendung kündigt eine weitere unerfreuliche Entwicklung an, die eine ohnehin schwierige Lage noch verschärft.
Der Schlüssel fehlte, das Telefon war leer, und zu allem Überfluss hatte der letzte Laden bereits geschlossen.
Der Ausdruck bewertet die Häufung aus Sicht der betroffenen Person. Ein neutraler Bericht kann die Ereignisse auch ohne diese Zuspitzung aufzählen.
