Unerbittlichkeit
Form & Grammatik
- Stichwort
- Unerbittlichkeit
- Worttrennung
- Un·er·bitt·lich·keit
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Unerbittlichkeit
- Plural
- die Unerbittlichkeiten
Gebrauch: Allgemeine Eigenschaft meist Singular; einzelne Verhaltensweisen auch Plural
Definition · kurz erklärt
Unerbittlichkeit ist eine Haltung oder ein Verhalten, bei dem jemand sich nicht erweichen lässt und nicht nachgibt. Das Wort betont Härte gegenüber Bitten, Einwänden oder dem Wunsch nach Nachsicht.
Bedeutungen
Nicht nachgeben und keine Nachsicht zeigen
Unerbittlichkeit kann eine persönliche Haltung oder das Vorgehen in einer bestimmten Lage beschreiben. Sie wirkt meist streng und hart. Je nach Zusammenhang lässt sie sich als konsequent oder als mitleidlos bewerten; diese Wertung sollte ein Text erkennbar machen.
„Mit unerwarteter Unerbittlichkeit lehnte die Figur jede Ausnahme ab.“
Die verweigerte Ausnahme macht die Härte sichtbar. Aus einer einzigen Szene folgt noch kein vollständiges Urteil über die Figur.
Unerbittlichkeit: Synonyme und andere Wörter
Bei Härte gegenüber anderen
Erbarmungslosigkeit · Unnachgiebigkeit
Erbarmungslosigkeit betont fehlendes Mitgefühl. Unnachgiebigkeit beschreibt vor allem das Nichtnachgeben. Unerbittlichkeit kann beides verbinden, ohne dass jede Verwendung gleich stark moralisch verurteilt.
„Sie blieb unnachgiebig beim Termin“ klingt sachlicher als „Sie zeigte Erbarmungslosigkeit gegenüber den Hilfesuchenden“.
Bei konsequentem Vorgehen
Strenge · Konsequenz
Strenge kann klare Anforderungen meinen, ohne jede Nachsicht auszuschließen. Konsequenz betont ein folgerichtiges Handeln. Unerbittlichkeit geht gewöhnlich weiter und lässt kaum Raum für ein Erweichen.
„Er achtet konsequent auf die Regeln“ muss nicht bedeuten, dass er jede Ausnahme unerbittlich ablehnt.
Beispiele und Verwendung
„Der Roman schildert die Unerbittlichkeit der Herrscherin.“
Eine Analyse sollte konkrete Handlungen nennen, die diese Charakterisierung tragen. Der abstrakte Begriff ersetzt keine Textbelege.
„Die kleinen Unerbittlichkeiten im Alltag verletzten ihn.“
Der Plural kann einzelne harte Verhaltensweisen bezeichnen. Die allgemeine Eigenschaft wird dagegen meist im Singular ausgedrückt.
Grammatik und Beugung
Das feminine Substantiv ist von unerbittlich abgeleitet. Im Genitiv heißt es der Unerbittlichkeit, der Plural lautet die Unerbittlichkeiten. Die Mehrzahl eignet sich für einzelne Äußerungen oder Handlungen; als allgemeine Haltung steht meist der Singular. Im Wort werden zwei t geschrieben: unerbittlich und Unerbittlichkeit.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Unerbittlichkeit | die Unerbittlichkeiten |
| Genitiv | der Unerbittlichkeit | der Unerbittlichkeiten |
| Dativ | der Unerbittlichkeit | den Unerbittlichkeiten |
| Akkusativ | die Unerbittlichkeit | die Unerbittlichkeiten |
