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Unfriede

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Unfriede
Worttrennung
Un·frie·de
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Unfriedens
Plural
kein Plural

Gehobene Form; daneben Unfrieden. Ohne Plural.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Unfriede ist ein Zustand von Spannung und Uneinigkeit zwischen Menschen, der etwa durch Streit oder wiederkehrende Unstimmigkeiten entsteht. Die Form wirkt gehoben; daneben ist Unfrieden gebräuchlich. Ein einzelner Meinungsunterschied muss noch keinen dauerhaften Unfrieden erzeugen.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Ein gespanntes Verhältnis

Unfriede beschreibt eine belastete Atmosphäre oder ein gestörtes Miteinander. Dazu können Gereiztheit, Misstrauen oder wiederkehrende Streitigkeiten beitragen. Das Wort meint den Zustand zwischen den Beteiligten und nicht nur eine einzelne laute Auseinandersetzung.

Seit dem ungeklärten Streit herrschte Unfriede in der Wohngemeinschaft.

Die Belastung dauert über den ursprünglichen Streit hinaus an. Wer dafür verantwortlich ist, bleibt im Satz offen.

Synonyme: andere Wörter für Unfriede

Stimmung und Konflikt unterscheiden

Uneinigkeit · Zwietracht · Missstimmung · gespanntes Verhältnis

Uneinigkeit kann eine rein sachliche Differenz meinen. Missstimmung betont eine gedrückte oder gereizte Atmosphäre. Zwietracht hebt den Gegensatz zwischen Beteiligten stärker hervor. Unruhe wäre nicht immer passend, weil sie auch ohne zwischenmenschlichen Konflikt entstehen kann.

„Über den Termin besteht Uneinigkeit“ lässt eine ruhige Klärung offen. „Zwischen ihnen herrscht Unfriede“ beschreibt bereits ein belastetes Verhältnis.

Beispiele und Verwendung

Einen Zustand anschaulich machen

Sie sprechen nur noch das Nötigste miteinander und weichen gemeinsamen Aufgaben aus.

Solche Einzelheiten können erklären, woran sich der Unfriede in einer Szene zeigt. Der Sammelbegriff allein ersetzt die Beobachtungen nicht.

Keine falsche Ursache ergänzen

Die Erzählung schildert den Unfrieden nach der Rückkehr des Bruders.

Nach nennt zunächst eine zeitliche Folge. Dass der Bruder den Konflikt verursacht hat, ist damit noch nicht bewiesen.

Den Ton wählen

Für den sachlichen Bericht schreibt die Schülerin von anhaltenden Spannungen.

Die Umschreibung ist alltagssprachlich leichter zugänglich. Unfriede passt besonders zu einer gehobenen oder literarischen Darstellung.

Grammatik und Beugung

Das maskuline Nomen lautet der Unfriede. Die Worttrennung ist Un·frie·de. Der Genitiv heißt des Unfriedens, Dativ dem Unfrieden und Akkusativ den Unfrieden.

Die n-Form in Dativ und Akkusativ ist hier keine Mehrzahl. Das Wort wird ohne Plural verwendet. Daneben gibt es die verwandte Grundform der Unfrieden; die Tabelle zeigt ausdrücklich die Formen zum Lemma Unfriede. Die ähnlich klingende Form zufrieden ist dagegen ein Adjektiv.

Unfriede: Fälle und Formen
FallSingular
Nominativder Unfriede
Genitivdes Unfriedens
Dativdem Unfrieden
Akkusativden Unfrieden