Unterschutzstellung
Form & Grammatik
- Stichwort
- Unterschutzstellung
- Worttrennung
- Un·ter·schutz·stel·lung
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Unterschutzstellung
- Plural
- kein Plural
Gebrauch: Amtssprache, besonders schweizerisch. Vorgehen oder Verfahren, das etwas unter Denkmal- oder Naturschutz stellt; ohne Plural.
Definition · kurz erklärt
Unterschutzstellung bezeichnet ein Vorgehen oder Verfahren, durch das etwas unter Denkmal- oder Naturschutz gestellt wird. Das Wort gehört zur Amtssprache und wird besonders schweizerisch gebraucht. Es ist enger als der allgemeine Begriff Schutz.
Bedeutungen
1 Etwas unter Denkmal- oder Naturschutz stellen
Das Nomen benennt das entsprechende Vorgehen oder Verfahren. Der Gegenstand kann etwa ein Denkmal oder ein Gebiet sein. Welche Stelle beteiligt ist, welche Schritte nötig sind und welchen Stand das Verfahren hat, wird durch das Wort allein nicht festgelegt.
„Im erfundenen Gemeindetext wird die Unterschutzstellung einer alten Holzbrücke angekündigt, weil deren ursprüngliches Tragwerk erhalten werden soll.“
Der Text nennt ein Vorhaben und seinen Gegenstand. Die Ankündigung ist noch kein Bericht über den Abschluss. Aus der Formulierung lassen sich keine Einzelregeln für einen tatsächlichen Ort ableiten.
Synonyme: andere Wörter für Unterschutzstellung
Unterschutzstellung oder Schutz?
unter Denkmal- oder Naturschutz stellen · entsprechendes Schutzverfahren
Die ausführliche Umschreibung erklärt das amtssprachliche Nomen. Schutz ist weiter: Er kann auch durch ein Dach, eine Hülle oder eine unterstützende Handlung entstehen. Nicht jede Schutzmaßnahme ist eine Unterschutzstellung.
„Der Text kündigt die Unterschutzstellung der Brücke an“ benennt das entsprechende Vorgehen. „Eine Plane schützt die Brücke vor Regen“ würde dagegen eine konkrete Abschirmung beschreiben.
Das Verfahren und eine schützende Wirkung sind verschiedene Aussagen.
Den Gegenstand genau nennen
denkmalbezogenes Verfahren · naturschutzbezogenes Verfahren
Diese Umschreibungen müssen zum tatsächlich genannten Schutzbereich passen. Ein Hinweis auf eine alte Brücke macht nicht jedes andere Verfahren automatisch zu Denkmalschutz. Bei einer Landschaft kann ein anderer Bezug gemeint sein.
„Die Notiz betrifft die Unterschutzstellung der feuchten Wiesenfläche“ nennt einen anderen Gegenstand als „die Unterschutzstellung der Holzbrücke“.
Die genauere Beschreibung des Textes muss den gemeinten Schutzbereich und den Verfahrensstand erhalten.
Beispiele und Verwendung
Einen Verfahrensstand unterscheiden
„Der nächste Gemeindetext berichtet über Vorbereitungen zur Unterschutzstellung, ohne einen Abschluss zu nennen.“
Die Ergänzung Vorbereitungen begrenzt den Stand. Eine Zusammenfassung sollte daraus keine bereits abgeschlossene Unterschutzstellung machen.
Den Singular bei mehreren Gegenständen verwenden
„Die Sitzung behandelt die Unterschutzstellung der Brücke und der benachbarten Mühle in zwei getrennten Abschnitten.“
Zwei Gegenstände erfordern hier keinen Plural des abstrakten Nomens. Ob ein gemeinsames oder mehrere getrennte Verfahren vorliegen, müsste der Text zusätzlich erklären.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Unterschutzstellung. Das Nomen ist feminin und wird ohne Plural gebraucht. Der Genitiv und der Dativ lauten der Unterschutzstellung.
Die vier Singularfälle behalten denselben Wortkörper. Der Kasus ist am Begleiter zu erkennen: die Unterschutzstellung wird angekündigt, aber Vorbereitungen zur Unterschutzstellung.
Die amtssprachliche, besonders schweizerische Einordnung gehört direkt zu diesem Nomen. Die Wortform erklärt noch keine Einzelheiten eines bestimmten Denkmal- oder Naturschutzverfahrens.
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | die Unterschutzstellung |
| Genitiv | der Unterschutzstellung |
| Dativ | der Unterschutzstellung |
| Akkusativ | die Unterschutzstellung |
Schreibweise und Worttrennung
Die Worttrennung lautet Un·ter·schutz·stel·lung. Das zusammengesetzte Nomen wird als ein Wort und großgeschrieben. Die Wortgruppe unter Schutz stellen besitzt dagegen einen anderen Satzbau.
