Verehrerin
Form & Grammatik
- Stichwort
- Verehrerin
- Worttrennung
- Ver·eh·re·rin
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Verehrerin
- Plural
- die Verehrerinnen
Gebrauch: Bewunderin einer Person oder Sache; daneben romantisches Bemühen um einen Mann. Nur die romantische Bedeutung ist veraltend oder noch scherzhaft.
Definition · kurz erklärt
Eine Verehrerin bewundert eine Person oder eine Sache. Im veraltenden oder scherzhaften romantischen Gebrauch meint das Wort eine Frau, die sich um einen Mann bemüht. Aus ihrer Zuneigung folgt nicht, dass bereits eine gemeinsame Beziehung besteht.
Bedeutungen
Sich romantisch um einen Mann bemühen
Diese Verwendung wirkt veraltend oder scherzhaft. Sie beschreibt die zugewandte Haltung einer Frau und kann auch die Sicht anderer auf das vermeintliche Paar wiedergeben. Wie der Mann dazu steht, ist eine zusätzliche Frage.
„Im heiteren Roman nennt Lene sich die Verehrerin des Botanikers und lädt ihn zu einem Spaziergang ein, bei dem sie ihm ihr selbst angelegtes Herbarium zeigen möchte.“
Das persönliche Interesse und die gewünschte gemeinsame Zeit erklären die romantische Lesart. Die Einladung sagt noch nicht, ob er diese Gefühle teilt.
Eine Person oder Sache besonders bewundern
Die Bewunderung kann sich etwa auf ein Werk, eine Leistung oder eine Gestaltungsweise richten. Ein romantisches Interesse ist dafür nicht erforderlich. Die Ergänzung sollte zeigen, wem oder was die Wertschätzung gilt.
„Als Verehrerin der alten Glasmalerei trägt Ada in ihrem Skizzenbuch die Farbübergänge verschiedener Kirchenfenster zusammen.“
Ihr sorgfältiger Vergleich macht die künstlerische Wertschätzung anschaulich. Verehrerin bezeichnet hier keine Liebesbeziehung zu einer Person.
Synonyme: andere Wörter für Verehrerin
Die Art der Zuwendung unterscheiden
Bewunderin · Liebesinteressentin · Verehrer als verwandte Bezeichnung
Bewunderin passt besonders zur Wertschätzung von Personen, Leistungen oder Werken. Liebesinteressentin erklärt die romantische Richtung nüchterner. Freundin kann eine andere persönliche Beziehung bezeichnen und sollte nicht ohne passenden Zusammenhang eingesetzt werden.
„Lene möchte dem Botaniker ihr Herbarium zeigen und hofft auf ein privates Wiedersehen“ erläutert ihre Zuwendung. „Lene und der Botaniker sind ein Paar“ wäre eine zusätzliche, hier nicht belegte Aussage.
Die Gefühle einer Person und eine gemeinsam bestätigte Beziehung sind nicht gleichzusetzen.
Beispiele und Verwendung
Den Gegenstand der Bewunderung nennen
„Ada ist eine Verehrerin der Glasmalerei, beurteilt aber den neuen Fensterentwurf kritisch.“
Besondere Wertschätzung zwingt nicht dazu, jedes einzelne Werk gutzuheißen. Die Kritik widerspricht der Benennung deshalb nicht.
Einen Erzählton erkennen
„Lene bezeichnet sich lachend als seine Verehrerin und übertreibt dabei ihre feierliche Verbeugung.“
Das Lachen und die übertriebene Geste erklären den scherzhaften Ton. Die tatsächliche Beziehung muss aus weiteren Szenen hervorgehen.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Verehrerin. Im Genitiv Singular lautet die Form der Verehrerin, der Plural heißt die Verehrerinnen.
Im Dativ Plural steht den Verehrerinnen. Das Wort bekommt nach dem vorhandenen Pluralausgang kein weiteres n. Beide Bedeutungen werden gleich gebeugt.
Die verwandte maskuline Bezeichnung Verehrer ist keine Kasusform von Verehrerin. Eine Ergänzung wie Verehrerin der Glasmalerei nennt den Gegenstand der Bewunderung.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Verehrerin | die Verehrerinnen |
| Genitiv | der Verehrerin | der Verehrerinnen |
| Dativ | der Verehrerin | den Verehrerinnen |
| Akkusativ | die Verehrerin | die Verehrerinnen |
Schreibweise und Worttrennung
Die Worttrennung lautet Ver·eh·re·rin. Das h bleibt in allen Formen erhalten. Das Nomen wird großgeschrieben, das verwandte Verb verehren gewöhnlich klein.
