Wohltäterin
Form & Grammatik
- Stichwort
- Wohltäterin
- Worttrennung
- Wohl·tä·te·rin
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Wohltäterin
- Plural
- die Wohltäterinnen
Definition · kurz erklärt
Eine Wohltäterin ist eine Frau, die anderen Gutes tut und sie unterstützt. Die Hilfe kann aus Geld, Gegenständen oder praktischen Taten bestehen; die Bezeichnung würdigt ihren Beitrag.
Bedeutungen
Eine Frau, die anderen Gutes tut
Wohltäterin bezeichnet eine Frau, die anderen mit guten Taten oder Unterstützung hilft. Das kann eine finanzielle Gabe sein, muss aber nicht darauf beschränkt bleiben. Die Bezeichnung würdigt das für andere Gute. Für einen anschaulichen Bericht ist deshalb wichtig, die betreffende Hilfe konkret zu nennen.
„Die Jugendgruppe nennt die pensionierte Schreinerin ihre Wohltäterin: Sie hat ihnen kostenlos sichere Aufbewahrungskisten für ihre Ausrüstung gebaut.“
Die Bezeichnung wird hier mit einer bestimmten Leistung begründet. Die Kisten sind das eigene Beispiel für Hilfe, keine Voraussetzung der Wortbedeutung. Das Lob dieser Tat beschreibt auch nicht automatisch sämtliche Eigenschaften der Frau.
Wohltäterin: Synonyme und andere Wörter
Wohltäterin, Förderin oder Spenderin?
Helferin · Förderin · Spenderin
Helferin ist der weitere Ausdruck für eine Frau, die unterstützt. Eine Förderin begünstigt die Entwicklung einer Person oder eines Vorhabens. Spenderin benennt die Geberin einer Gabe, etwa von Geld oder benötigten Gegenständen. Wohltäterin hebt die als gut empfundene Hilfe hervor, statt nur die Art des Beitrags festzulegen.
„Sie ist die Wohltäterin der Jugendgruppe“ würdigt ihre Hilfe. „Sie ist eine Spenderin der Jugendgruppe“ wäre genau, wenn sie eine Gabe beigesteuert hat, würde aber eine andere Seite ihres Beitrags hervorheben. Wer unentgeltlich etwas baut, muss nicht allein als Geldgeberin beschrieben werden.
Beispiele und Verwendung
In einem Dankestext konkret werden
„Wir danken unserer Wohltäterin, die den verregneten Ausflug durch ihre kurzfristige Hilfe doch noch möglich gemacht hat.“
Der Dank bewertet ihren Beitrag positiv. Ein genauer Text erklärt anschließend, worin die Hilfe bestand. Die freundliche Bezeichnung ersetzt diese Information nicht.
Eine Bezeichnung nicht mit dem ganzen Charakter gleichsetzen
„Im Dorf gilt sie als Wohltäterin; die Erzählung zeigt jedoch auch Konflikte mit ihren Nachbarn.“
Beides kann in demselben Text nebeneinanderstehen. Der erste Satzteil gibt eine anerkennende Sicht auf ihre hilfreichen Taten wieder. Er verpflichtet die Analyse nicht dazu, jedes weitere Verhalten der Figur positiv zu bewerten.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Wohltäterin, im Genitiv der Wohltäterin. Die Singularform bleibt in allen Fällen unverändert. Der Plural lautet Wohltäterinnen; auch im Dativ steht den Wohltäterinnen ohne zusätzliches n. Die Worttrennung lautet Wohl·tä·te·rin.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Wohltäterin | die Wohltäterinnen |
| Genitiv | der Wohltäterin | der Wohltäterinnen |
| Dativ | der Wohltäterin | den Wohltäterinnen |
| Akkusativ | die Wohltäterin | die Wohltäterinnen |
Wohltäter ist das verwandte maskuline Wort. Es hat sein eigenes Formenparadigma. Wohltäterin ist keine Genitiv-, Dativ- oder Pluralform davon.
Die Tat und die helfende Person
Eine Wohltat bezeichnet die gute Tat, Wohltäterin die Frau, die sie erweist. Wohltat kann außerdem etwas besonders Angenehmes meinen, etwa eine erfrischende Brise. Daraus wird die Brise nicht zu einer Wohltäterin: Die Personenbezeichnung gehört zur Hilfe durch eine Frau.
