Wut
Form & Grammatik
- Stichwort
- Wut
- Worttrennung
- Wut
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Wut
- Plural
- kein Plural
Gebrauch: Einsilbiges Substantiv ohne Plural. Für mehrere Ereignisse sind Ausdrücke wie Wutausbrüche genauer; sie sind nicht der Plural von Wut.
Definition · kurz erklärt
Wut ist ein Gefühl sehr starken Ärgers und heftiger innerer Erregung. Sie kann sich in Worten, Mimik oder Handlungen zeigen, muss aber nicht laut oder gewalttätig ausgedrückt werden. Das Gefühl und der Umgang damit sind zu unterscheiden.
Bedeutungen
1 Sehr starken Ärger empfinden
Wut bezeichnet eine heftige Gefühlsregung, etwa nach einer Kränkung, Enttäuschung oder empfundenen Ungerechtigkeit. Das Wort beschreibt zunächst das Erleben. Ob jemand schreit, schweigt oder eine überlegte Antwort gibt, ist eine weitere Frage.
„Sie spürte Wut über den unfairen Vorwurf, antwortete aber erst, nachdem sie ihre Worte geordnet hatte.“
Die Figur erlebt starken Ärger und entscheidet zugleich, wie sie reagiert. Aus dem Gefühl folgt kein bestimmtes Verhalten. Umgekehrt beweist eine laute Stimme allein noch nicht, was jemand innerlich empfindet.
Synonyme: andere Wörter für Wut
Wut oder Ärger?
Ärger kann auch eine leichtere Verärgerung oder konkrete Schwierigkeiten bezeichnen. Wut hebt im gewöhnlichen Gebrauch eine besonders heftige Erregung hervor.
Die Wortwahl hängt vom Zusammenhang ab; sie ist keine messbare Skala mit festen Grenzen. Ärger mit dem Drucker bezeichnet zunächst Probleme, nicht die Gefühlslage des Geräts.
„Die Verspätung ärgerte ihn.“ – „Über die absichtliche Täuschung empfand er Wut.“ Der zweite Satz setzt einen deutlich stärkeren Akzent.
Wut, Zorn oder Empörung?
Zorn liegt bei heftigem Ärger nahe und kann je nach Text gehobener klingen. Empörung hebt stärker hervor, dass jemand ein Verhalten als falsch oder ungerecht beurteilt.
Die Bezeichnungen können zusammentreffen, sind aber nicht in jedem Satz austauschbar. Empörung sagt nicht automatisch, ob jemand die Kontrolle verliert oder andere angreift.
„Sie war über die Ungerechtigkeit empört und begründete ihren Protest ruhig.“ Die moralische Ablehnung wird deutlich, ohne einen Wutausbruch zu behaupten.
Beispiele und Verwendung
Eine Figur mit Textbezug beschreiben
„Ihre Wut wird an den abgebrochenen Sätzen und daran sichtbar, dass sie den Raum abrupt verlässt.“
Die Deutung nennt konkrete Zeichen in einer Szene. Sie beschreibt einen Zustand und macht daraus noch keine dauerhafte Eigenschaft der ganzen Person.
Eine bildhafte Formulierung erklären
„Vor Wut hätte er am liebsten den Brief zerrissen.“
Am liebsten beschreibt einen starken Impuls. Der Satz sagt gerade nicht, dass die Person den Brief tatsächlich zerstört hat. Für eine Inhaltsangabe sollte dieser Unterschied erhalten bleiben.
Grammatik und Beugung
Wut ist feminin: die Wut, der Wut. Das Nomen wird ohne Plural gebraucht. Mehrere heftige Reaktionen lassen sich etwa Wutausbrüche nennen; das ist ein eigenständiges zusammengesetztes Wort.
Wut ist einsilbig und hat keine Trennstelle. Wut auf jemanden und Wut über etwas benennen unterschiedliche Anschlüsse. Das Adjektiv wütend wird kleingeschrieben, etwa eine wütende Antwort.
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | die Wut |
| Genitiv | der Wut |
| Dativ | der Wut |
| Akkusativ | die Wut |
