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Xenophilie

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Xenophilie
Worttrennung
Xe·no·phi·lie
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Xenophilie
Plural
gewöhnlich ohne Plural

Bildungssprachlich. Als allgemeine Vorliebe überwiegend im Singular; einzelne besondere Ausprägungen können in Texten auch als Xenophilien bezeichnet werden.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Xenophilie bedeutet bildungssprachlich eine Vorliebe für Fremdes oder Zuneigung zu fremden Menschen. Das Wort beschreibt eine positive Hinwendung; sein genauer Bezug muss aus dem Text hervorgehen.

Bedeutungen

Eine Vorliebe für Fremdes

Xenophilie bezeichnet bildungssprachlich eine ausgeprägte Zuneigung zu fremden Menschen oder eine Vorliebe für bislang fremde kulturelle Einflüsse. Fremd ist dabei aus einer bestimmten Perspektive gemeint. Was für die eine Person neu ist, kann für eine andere zum Alltag gehören.

„Der Essay beschreibt ihre Xenophilie anhand ihrer Begeisterung für ihr unbekannte Erzähltraditionen.“

Das Interesse richtet sich auf etwas, das sie als fremd wahrnimmt. Der Satz behauptet weder, dass alle fremden Einflüsse gleich wären, noch dass sie die jeweilige Tradition schon genau versteht.

Xenophilie: Synonyme und andere Wörter

Bei einer positiven Hinwendung

Fremdenliebe · Vorliebe für Fremdes

Fremdenliebe liegt bei einer Zuneigung zu fremden Menschen nahe. Vorliebe für Fremdes ist eine verständlichere Umschreibung und kann auch Dinge oder kulturelle Einflüsse einschließen. Im konkreten Text sollte der Gegenstand des Interesses benannt werden.

„Ihre Xenophilie prägt die Auswahl“ bleibt allgemein. „Sie bevorzugt Erzählungen aus ihr unbekannten Traditionen“ sagt genauer, was sie auswählt.

Bei Offenheit und Neugier

Offenheit · Neugier

Offenheit bedeutet zunächst Bereitschaft, sich auf etwas einzulassen. Neugier richtet sich auf das Kennenlernen. Xenophilie geht mit einer positiven Vorliebe für das als fremd Wahrgenommene weiter. Die Begriffe setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

„Er hört sich die neue Musik neugierig an“ beschreibt eine Annäherung. „Er bevorzugt gerade die ihm fremden Musikrichtungen“ legt die besondere Vorliebe deutlicher nahe.

Beispiele und Verwendung

Verständlicher formulieren

„Im Bericht wird Xenophilie als besondere Vorliebe für fremde kulturelle Einflüsse erklärt.“

Die Umschreibung hilft Lesenden, die das Fremdwort nicht kennen. Eine Erklärung sollte nicht bei einer bloßen Übersetzung stehen bleiben, sondern den konkreten Bezug im Text zeigen.

Eine Zuschreibung begrenzen

„Die Kritik nennt die Figur xenophil, weil sie dem Fremden grundsätzlich den Vorzug gibt.“

Das ist eine Deutung ihrer Auswahl. Sie sagt allein noch nichts darüber aus, ob die Figur einzelne Menschen vorurteilsfrei behandelt. Eine allgemeine Vorliebe ersetzt keine genaue Beobachtung.

Grammatik und Beugung

Xenophilie ist feminin. Die hier zentrale Eigenschaft oder Vorliebe wird gewöhnlich im Singular bezeichnet. In allen vier Fällen bleibt die Nomenform gleich.

Xenophilie: Fälle und Formen
FallSingular
Nominativdie Xenophilie
Genitivder Xenophilie
Dativder Xenophilie
Akkusativdie Xenophilie

Es heißt wegen ihrer Xenophilie und mit ausgeprägter Xenophilie. Vereinzelt kann ein Plural verschiedene Ausprägungen unterscheiden; für die gewöhnliche Aussage über eine Vorliebe ist er nicht nötig. Das zugehörige Adjektiv lautet xenophil.