Zerstörung
Form & Grammatik
- Stichwort
- Zerstörung
- Worttrennung
- Zer·stö·rung
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Zerstörung
- Plural
- die Zerstörungen
Definition · kurz erklärt
Zerstörung kann den Vorgang des Zerstörens oder dessen Ergebnis meinen. Ein Gegenstand, ein Zusammenhang oder eine Ordnung wird so stark beeinträchtigt, dass die bisherige Gestalt oder wesentliche Funktion verloren geht.
Bedeutungen
Etwas wird zerstört
Bei der Zerstörung als Vorgang steht die Einwirkung oder Entwicklung im Mittelpunkt. Was betroffen ist und wodurch es zerstört wird, sollte genannt werden. Das Wort allein erklärt weder die Ursache noch die Absicht der Beteiligten.
„Die Zerstörung des alten Stegs dauerte nur wenige Minuten.“
Die Zeitangabe beschreibt einen Vorgang. Sie sagt noch nicht, ob ein Sturm, ein Unfall oder ein geplanter Eingriff dafür verantwortlich war.
Ein zerstörter Zustand oder ein Schaden bleibt zurück
Zerstörung kann auch das Ergebnis bezeichnen. Im Plural können mehrere betroffene Stellen oder einzelne schwere Schäden gemeint sein. Wie weit die Zerstörung reicht, muss konkret beschrieben werden.
„Erst am Morgen wurde das Ausmaß der Zerstörung im Garten sichtbar.“
Der Satz lenkt den Blick auf das Ergebnis. Er beschreibt nicht automatisch, wann jede einzelne Beschädigung entstanden ist.
Synonyme: andere Wörter für Zerstörung
Beschädigung und Verwüstung abgrenzen
Beschädigung · Verwüstung · Vernichtung
Beschädigung ist weiter und kann einen kleinen, behebbaren Schaden meinen. Verwüstung betont oft einen großflächig verheerten Zustand. Vernichtung kann die völlige Beseitigung hervorheben; diese Stärke darf nicht ohne Beleg unterstellt werden.
„Die Bank ist beschädigt.“ ≠ „Die Bank ist zerstört.“
Die erste Fassung lässt einen begrenzten Defekt zu. Die zweite behauptet eine wesentlich weitergehende Beeinträchtigung.
Auflösung eines Zusammenhangs
Zerfall · Auflösung · Zusammenbruch
Diese Wörter können bei einer Ordnung oder Verbindung passen. Zerstörung kann stärker eine Einwirkung hervorheben. Zerfall betont eher das Auseinanderfallen; er muss keinen absichtlich Handelnden voraussetzen.
„Die Zerstörung des Vertrauens wird im Dialog deutlich.“ → „Der Zusammenbruch des Vertrauens wird im Dialog deutlich.“
Beide Sätze sind übertragen. Der zweite betont das Ergebnis, während der erste auch das zerstörende Geschehen in den Blick rückt.
Beispiele und Verwendung
Den Umfang belegen
„Die Zerstörung betraf das Dach; die Räume darunter blieben erhalten.“
Die Ergänzung verhindert, dass ein Teilbefund auf das ganze Gebäude ausgedehnt wird. Das Wort allein gibt keinen vollständigen Schadensbericht.
Eine übertragene Aussage erklären
„Die Briefe zeigen die schrittweise Zerstörung ihrer Freundschaft durch wiederholte Täuschungen.“
Die Beziehung ist kein körperlicher Gegenstand. Die Formulierung macht die Entwicklung und ihre genannten Ursachen zum Thema.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Zerstörung, der Zerstörung und im Plural die Zerstörungen. Die Pluralform kann mehrere Vorgänge oder Ergebnisse bündeln.
Der Genitiv nennt häufig das Betroffene: Zerstörung des Stegs. Eine Ergänzung mit durch kann die Ursache nennen. Sie sollte nicht allein aus dem beschädigten Zustand erschlossen werden.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Zerstörung | die Zerstörungen |
| Genitiv | der Zerstörung | der Zerstörungen |
| Dativ | der Zerstörung | den Zerstörungen |
| Akkusativ | die Zerstörung | die Zerstörungen |
Schreibweise und Worttrennung
Das Substantiv wird großgeschrieben. Die Worttrennung lautet Zer·stö·rung.
