Zuständigkeit
Form & Grammatik
- Stichwort
- Zuständigkeit
- Worttrennung
- Zu·stän·dig·keit
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Zuständigkeit
- Plural
- die Zuständigkeiten
Definition · kurz erklärt
Zuständigkeit bedeutet, dass eine bestimmte Person oder Stelle eine Angelegenheit bearbeiten darf oder soll. Das Wort ordnet eine Aufgabe einem Verantwortungsbereich zu. Es besagt nicht, dass diese Person ein entstandenes Problem verursacht hat.
Bedeutungen
1 Eine Aufgabe gehört zu einem Verantwortungsbereich
Zuständigkeit legt fest, wer sich mit einer bestimmten Angelegenheit befasst oder befassen soll. Das kann eine Person, eine Abteilung oder eine Einrichtung sein. Ob damit auch jede Entscheidung über das Thema verbunden ist, muss genauer geregelt oder erklärt werden.
„Die Zuständigkeit für die Materialausgabe liegt heute bei Nora.“
Nora ist die vorgesehene Ansprechpartnerin für diese Aufgabe. Der Satz behauptet weder, dass sie das Material gekauft hat, noch dass sie über den gesamten Haushalt entscheiden darf.
Synonyme: andere Wörter für Zuständigkeit
Zuständigkeit oder Verantwortung?
Verantwortung kann die Pflicht meinen, sich um eine Aufgabe zu kümmern und für ihre Erledigung einzustehen. Zuständigkeit benennt stärker die Zuordnung eines bestimmten Aufgabenbereichs.
Verantwortung kann außerdem die Verursachung oder die moralische Bewertung einer Handlung betreffen. Wer für eine Reparatur zuständig ist, ist nicht schon deshalb für die Entstehung des Schadens verantwortlich.
„Die Reparatur liegt in seiner Zuständigkeit.“ – „Er trägt die Verantwortung für den Schaden.“ Die zweite Aussage geht in eine andere Richtung und braucht eigene Gründe.
Zuständigkeit oder Kompetenz?
Kompetenz kann ebenfalls eine Zuständigkeit oder Entscheidungsbefugnis meinen. Daneben bezeichnet das Wort Fähigkeiten und Kenntnisse. In dieser zweiten Bedeutung ist es kein einfaches Ersatzwort für die Aufgabenverteilung.
Eine Person kann sachkundig sein, ohne für die betreffende Entscheidung zuständig zu sein. Umgekehrt erklärt eine formale Zuständigkeit allein noch nicht, wie erfahren sie in der Aufgabe ist.
„Sie besitzt große fachliche Kompetenz.“ – „Die Terminvergabe gehört zu ihrer Zuständigkeit.“ Der erste Satz bewertet Können, der zweite ordnet eine Aufgabe zu.
Beispiele und Verwendung
Eine Anfrage verständlich weiterleiten
„Die Zuständigkeit für Kursanmeldungen liegt beim Sekretariat; Fragen zum Unterricht beantwortet die Kursleitung.“
Die zwei Anliegen werden getrennt zugeordnet. Das ist für Lesende hilfreicher als eine allgemeine Bitte, sich an die zuständige Stelle zu wenden, ohne diese zu nennen.
Mehrere Aufgabenbereiche unterscheiden
„Vor dem Fest klärt das Team seine Zuständigkeiten: Wer bestellt das Essen, wer betreut den Einlass?“
Der Plural bezeichnet mehrere zugeteilte Aufgabenbereiche. Die anschließenden Fragen konkretisieren, was noch vereinbart werden muss; bloße Mitarbeit bedeutet nicht automatisch dieselbe Zuständigkeit für alle.
Grammatik und Beugung
Das Nomen ist feminin: die Zuständigkeit, im Genitiv der Zuständigkeit. Der Plural lautet die Zuständigkeiten. Die Singularform des Wortes verändert sich in den vier Fällen nicht.
Die zugeordnete Aufgabe wird häufig mit für genannt: die Zuständigkeit für die Anmeldung. Dazu gehört das Adjektiv zuständig, etwa für die Anmeldung zuständig sein. Der Gegenstand sollte möglichst konkret benannt werden.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Zuständigkeit | die Zuständigkeiten |
| Genitiv | der Zuständigkeit | der Zuständigkeiten |
| Dativ | der Zuständigkeit | den Zuständigkeiten |
| Akkusativ | die Zuständigkeit | die Zuständigkeiten |
