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abasten

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
abasten
Worttrennung
ab·as·ten
Präsens
astet sich ab
Präteritum
astete sich ab
Partizip II
abgeastet
Perfekt
hat sich abgeastet
Hilfsverb
haben
Infinitiv
sich abasten; mit zu: sich abzuasten
Trennbarkeit
trennbar: astet sich ab; weil sie sich abastet
Kasus
mit + Dativ für die Tätigkeit oder Last

Die Tabellen gelten für sich abasten mit Akkusativpronomen, nicht als unveränderte Vorlage für die Dativwendung.

Reflexiver Gebrauch: einfaches Verb: Akkusativ mich/dich/sich/uns/euch/sich; Wendung sich einen abasten mit Dativ, etwa mir

Gebrauch: salopp veraltend; die feste einen-Verbindung gesondert erklären.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Sich abasten heißt, sich längere Zeit sehr abzuplagen, häufig beim Tragen einer schweren Last. Das Verb klingt salopp und veraltend. In der Wendung sich einen abasten steht das Personenpronomen im Dativ.

Bedeutungen

1 Sich mit großer Mühe abplagen

Wer sich abastet, hat über längere Zeit große Mühe mit einer Tätigkeit. Besonders anschaulich ist das bei schwerem Tragen. Das Verb beschreibt den mühsamen Einsatz; es sagt nicht automatisch, dass die Aufgabe scheitert.

„Beim Umräumen astet sich die Figur mit dem sperrigen Bühnenpodest ab, bis die anderen ihr helfen.“

Das Podest macht die Anstrengung nachvollziehbar. Die Hilfe beendet in dieser Szene das Alleinarbeiten. Ob das Podest anschließend am gewünschten Platz steht, wird nicht ausdrücklich gesagt.

abasten: Synonyme und andere Wörter

Sich abasten oder sich abmühen?

Sich abmühen und sich abplagen sind verständlichere Umschreibungen. Sich plagen passt ebenfalls zu einer mühsamen Aufgabe. Abasten fügt eine saloppe, veraltende Färbung hinzu, die etwa zu einer entsprechenden Figurenrede passen kann.

„Sie astet sich mit dem Aufbau ab“ → „Sie müht sich mit dem Aufbau ab.“ Beide schildern die Schwierigkeit. Sie baut etwas auf würde die starke Beanspruchung zunächst offenlassen.

Sich schinden als stärkerer Vergleich

Sich schinden kann die empfundene Belastung nachdrücklicher hervorheben. Die nichtreflexive Verbindung jemanden schinden bezeichnet dagegen eine fremde Belastung und ist kein unveränderter Ersatz für sich abasten.

Beispiele und Verwendung

„Ich aste mich hier ab, während ihr diskutiert“, schimpft die Figur in einem älteren Dialog. Die Formulierung kann Unmut über ungleich verteilte Mühe ausdrücken. Ob die anderen tatsächlich gar nicht helfen, muss die Szene zeigen.

Das Verb abasten wird ohne Umlaut geschrieben. Ein ähnlich aussehendes Wort mit ä ist nicht allein deshalb eine austauschbare Schreibweise. Der Zusammenhang mit mühsamer Arbeit ist für die hier erklärte Bedeutung entscheidend.

Grammatik und Beugung

Das schwache Verb ist in dieser Bedeutung reflexiv und trennbar: astet sich ab – astete sich ab – hat sich abgeastet. Die Worttrennung lautet ab·as·ten. Das Hilfsverb ist haben.

Das Reflexivpronomen steht beim einfachen sich abasten im Akkusativ: ich aste mich ab, du astest dich ab. Die Tätigkeit oder Last kann mit mit + Dativ folgen. Im Nebensatz heißt es weil sie sich abastet; der Infinitiv mit zu lautet sich abzuasten.

Die Tabellen zeigen diese reflexive Akkusativreihe. Die unten erläuterte Wendung mit einen hat einen anderen Satzbau; ihr Dativpronomen darf nicht mechanisch als Ersatz in die ganze Tabelle eingesetzt werden.

Indikativ: Präsens und Präteritum

abasten: Indikativ: Präsens und Präteritum
PersonPräsensPräteritum
ichaste mich abastete mich ab
duastest dich abastetest dich ab
er/sie/esastet sich abastete sich ab
wirasten uns abasteten uns ab
ihrastet euch abastetet euch ab
sieasten sich abasteten sich ab

Indikativ: Perfekt und Plusquamperfekt

abasten: Indikativ: Perfekt und Plusquamperfekt
PersonPerfektPlusquamperfekt
ichhabe mich abgeastethatte mich abgeastet
duhast dich abgeastethattest dich abgeastet
er/sie/eshat sich abgeastethatte sich abgeastet
wirhaben uns abgeastethatten uns abgeastet
ihrhabt euch abgeastethattet euch abgeastet
siehaben sich abgeastethatten sich abgeastet

Indikativ: Zukunft

abasten: Indikativ: Zukunft
PersonFutur IFutur II
ichwerde mich abastenwerde mich abgeastet haben
duwirst dich abastenwirst dich abgeastet haben
er/sie/eswird sich abastenwird sich abgeastet haben
wirwerden uns abastenwerden uns abgeastet haben
ihrwerdet euch abastenwerdet euch abgeastet haben
siewerden sich abastenwerden sich abgeastet haben

Konjunktiv: einfache Formen

abasten: Konjunktiv: einfache Formen
PersonKonjunktiv IKonjunktiv II
ichaste mich abastete mich ab
duastest dich abastetest dich ab
er/sie/esaste sich abastete sich ab
wirasten uns abasteten uns ab
ihrastet euch abastetet euch ab
sieasten sich abasteten sich ab

Konjunktiv: Vergangenheit

abasten: Konjunktiv: Vergangenheit
PersonKonjunktiv I: PerfektKonjunktiv II: Vergangenheit
ichhabe mich abgeastethätte mich abgeastet
duhabest dich abgeastethättest dich abgeastet
er/sie/eshabe sich abgeastethätte sich abgeastet
wirhaben uns abgeastethätten uns abgeastet
ihrhabet euch abgeastethättet euch abgeastet
siehaben sich abgeastethätten sich abgeastet

Konjunktiv: Zukunft und würde-Form

abasten: Konjunktiv: Zukunft und würde-Form
PersonKonjunktiv I: Futur Iwürde-Form
ichwerde mich abastenwürde mich abasten
duwerdest dich abastenwürdest dich abasten
er/sie/eswerde sich abastenwürde sich abasten
wirwerden uns abastenwürden uns abasten
ihrwerdet euch abastenwürdet euch abasten
siewerden sich abastenwürden sich abasten

Konjunktiv: zusammengesetzte Zukunftsformen

abasten: Konjunktiv: zusammengesetzte Zukunftsformen
PersonKonjunktiv I: Futur IIwürde + Partizip II
ichwerde mich abgeastet habenwürde mich abgeastet haben
duwerdest dich abgeastet habenwürdest dich abgeastet haben
er/sie/eswerde sich abgeastet habenwürde sich abgeastet haben
wirwerden uns abgeastet habenwürden uns abgeastet haben
ihrwerdet euch abgeastet habenwürdet euch abgeastet haben
siewerden sich abgeastet habenwürden sich abgeastet haben

Aufforderungsformen

abasten: Imperativ
AnredeForm
duast dich ab, aste dich ab!
ihrastet euch ab!

Infinite Formen

abasten: Infinitiv und Partizipien
FormWortform
Infinitiv mit zuabzuasten
Partizip Iabastend
Partizip IIabgeastet

Feste Verbindungen

Sich einen abasten

Diese umgangssprachliche Wendung betont das mühsame Abplagen mit etwas Schwerem. Die Form einen gehört zur festen Verbindung. Das Personenpronomen steht dabei im Dativ: ich habe mir einen abgeastet.

„Mit dem voll beladenen Rollwagen habe ich mir auf der Steigung einen abgeastet.“ Der eigene Satz schildert die Mühe beim Bewegen der Last. Mir ist Dativ; beim einfachen ich habe mich abgeastet steht dagegen mich im Akkusativ.