draufgehen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- draufgehen
- Worttrennung
- drauf·ge·hen
- Präsens
- geht drauf
- Präteritum
- ging drauf
- Partizip II
- draufgegangen
- Hilfsverb
- sein
- Gebrauch
- Die Tabelle zeigt die finiten Grundformen in sechs Personen; erforderliche Ergänzungen richten sich nach der im Text erklärten Bedeutung.
Die Formen lauten draufgehen – ging drauf – ist draufgegangen. Im Hauptsatz wird getrennt: Das Geld geht drauf. Im Nebensatz heißt es weil das Geld draufgeht. Der Infinitiv mit zu lautet draufzugehen. Das Verb bildet das Perfekt mit sein.
Draufgehen bedeutet umgangssprachlich, dass etwas verbraucht wird oder kaputtgeht. Auf Menschen bezogen kann es sterben oder ums Leben kommen bedeuten. Diese Verwendung klingt deutlich salopper und oft härter als eine neutrale Todesnachricht.
Verbrauch, Verlust oder Tod
„Für die Reparatur geht das ganze Geld drauf“ meint, dass die verfügbaren Mittel dafür ausgegeben werden. „Dabei ist die Vase draufgegangen“ beschreibt einen Schaden bis hin zur Zerstörung. In beiden Fällen wird der Verlust aus der Sicht der sprechenden Person hervorgehoben.
Bei einer Person kann der Ausdruck Distanz, Härte oder umgangssprachliche Vertrautheit zeigen. In einem Bericht über einen Todesfall ist die neutrale Formulierung meist angemessener. Die Wortwahl kann in einem literarischen Dialog aber bewusst etwas über die Haltung der sprechenden Figur verraten.
Ersatzwörter nach Sinn
| Alternative | Passender Bezug | Grenze |
|---|---|---|
| verbraucht werden | Mittel oder Vorräte | Neutraler, ohne Ärger über den Verlust. |
| aufgewendet werden | Geld oder Zeit für einen Zweck | Sachlicher und planvoller klingend. |
| kaputtgehen | Gegenstände | Weiterhin umgangssprachlich, aber eindeutig. |
| zerstört werden | Schwere Beschädigung | Stärker; nicht bei jedem kleinen Defekt passend. |
| ums Leben kommen | Menschen | Neutraler, oft bei einem äußeren Ereignis. |
Zwei Satzpaare mit Erklärung
„Für die Suche ging der ganze Nachmittag drauf.“ – „Die Suche nahm den ganzen Nachmittag in Anspruch.“ Die zweite Fassung klingt sachlicher. Im ersten Satz ist eher zu hören, dass die sprechende Person den Zeitverbrauch bedauert.
„Bei dem Unglück sind Menschen draufgegangen.“ – „Bei dem Unglück sind Menschen ums Leben gekommen.“ Die zweite Fassung informiert ohne die saloppe Härte des ersten Satzes. Bei einer neutralen Zusammenfassung ist dieser Registerunterschied wesentlich.
Trennung und Formen
Die Formen lauten draufgehen – ging drauf – ist draufgegangen. Im Hauptsatz wird getrennt: Das Geld geht drauf. Im Nebensatz heißt es weil das Geld draufgeht. Der Infinitiv mit zu lautet draufzugehen. Das Verb bildet das Perfekt mit sein.
Die Formen lauten draufgehen – ging drauf – ist draufgegangen. Im Hauptsatz wird getrennt: Das Geld geht drauf. Im Nebensatz heißt es weil das Geld draufgeht. Der Infinitiv mit zu lautet draufzugehen. Das Verb bildet das Perfekt mit sein.
Konjugation von draufgehenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | gehe drauf | ging drauf | gehe drauf | ginge drauf |
| du | gehst drauf | gingst drauf | gehest drauf | gingest drauf |
| er / sie / es | geht drauf | ging drauf | gehe drauf | ginge drauf |
| wir | gehen drauf | gingen drauf | gehen drauf | gingen drauf |
| ihr | geht drauf | gingt drauf | gehet drauf | ginget drauf |
| sie / Sie | gehen drauf | gingen drauf | gehen drauf | gingen drauf |
Register erhalten oder verändern
In einer Dialoganalyse sollte die Härte nicht unbemerkt geglättet werden: Sie kann zur Charakterisierung beitragen. In einer eigenen Nachricht ist dagegen zu prüfen, ob diese Färbung beabsichtigt ist. Beschreibe bei Geld und Zeit möglichst auch den Zweck, damit das Wort nicht nur pauschal Ärger ausdrückt, sondern der tatsächliche Aufwand nachvollziehbar bleibt.
