einheimsen
Form & Grammatik
- Stichwort
- einheimsen
- Worttrennung
- ein·heim·sen
- Präsens
- heimst ein
- Präteritum
- heimste ein
- Partizip II
- eingeheimst
- Perfekt
- hat eingeheimst
- Hilfsverb
- haben
- Trennbarkeit
- trennbar
- Ergänzungen
- etwas einheimsen (Akkusativ)
Das schwache Verb ist trennbar. Das Akkusativobjekt bezeichnet den Ertrag: einen Preis, Anerkennung oder einen Gewinn einheimsen. Das Partizip enthält ge zwischen dem Zusatz und dem Verbstamm.
Einheimsen bedeutet, etwas Erwünschtes als Ertrag, Gewinn oder Anerkennung für sich zu bekommen. Das Wort stellt das erfolgreiche Einsammeln heraus und wirkt oft anschaulich, manchmal auch leicht spöttisch.
Bedeutung und wichtige Unterschiede
Wer Lob einheimst, wird für eine Leistung gelobt. Wer mehrere Preise einheimst, erhält Auszeichnungen. Das Verb sagt allein noch nicht, ob der Erfolg verdient war: Ein Zusatz wie „für die Arbeit der anderen“ kann die Aussage kritisch wenden.
Der Ausdruck passt besonders zu etwas, das sich als Erfolg verbuchen lässt. Für eine sachliche Mitteilung über eine gewöhnliche Überweisung ist „erhalten“ meist unauffälliger. Die bildliche Vorstellung des Einbringens schwingt auch bei nicht greifbaren Ergebnissen mit.
Synonyme im Gebrauch
| Alternative | Wann sie passt | Was sich verändert |
|---|---|---|
| erhalten | neutrale Mitteilung über einen Empfang | Lässt die Bewertung als erfreulichen Ertrag offen. |
| gewinnen | Preis oder Wettbewerb | Rückt den Erfolg in einer Auswahl oder Konkurrenz nach vorn. |
| ernten | Lob oder Anerkennung | Betont bildlich den Ertrag einer vorausgehenden Handlung. |
| verbuchen | Erfolge oder Gewinne | Klingt bilanzierend und weniger lebhaft. |
Zwei eigene Beispiele im Vergleich
Anerkennung für eine Leistung
Ausgangssatz: Die Schülerzeitung heimste für ihre Recherche viel Lob ein.
Alternative: Die Schülerzeitung erhielt für ihre Recherche viel Lob.
Beide Sätze berichten von Anerkennung. „Heimste ein“ hebt den erfreulichen Ertrag hervor; „erhielt“ eignet sich besser für eine zurückhaltende Nachricht.
Erfolg und Verdienst unterscheiden
Ausgangssatz: Der Sprecher heimste den Beifall für die gemeinsame Arbeit allein ein.
Alternative: Der Sprecher bekam den Beifall für die gemeinsame Arbeit allein.
Die kritische Wirkung entsteht durch „allein“ und den Hinweis auf gemeinsame Arbeit. Das Verb selbst beweist weder Absicht noch Ungerechtigkeit; die Situation muss diese Deutung tragen.
Schreibweise und Grammatik
| Form | Wortform |
|---|---|
| Präsens | sie heimst ein |
| Präteritum | sie heimste ein |
| Perfekt | sie hat eingeheimst |
| Infinitiv mit zu | einzuheimsen |
Das schwache Verb ist trennbar. Das Akkusativobjekt bezeichnet den Ertrag: einen Preis, Anerkennung oder einen Gewinn einheimsen. Das Partizip enthält ge zwischen dem Zusatz und dem Verbstamm.
Das schwache Verb ist trennbar. Das Akkusativobjekt bezeichnet den Ertrag: einen Preis, Anerkennung oder einen Gewinn einheimsen. Das Partizip enthält ge zwischen dem Zusatz und dem Verbstamm.
Konjugation von einheimsenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | heimse ein | heimste ein | heimse ein | heimste ein |
| du | heimst ein | heimstest ein | heimsest ein | heimstest ein |
| er/sie/es | heimst ein | heimste ein | heimse ein | heimste ein |
| wir | heimsen ein | heimsten ein | heimsen ein | heimsten ein |
| ihr | heimst ein | heimstet ein | heimset ein | heimstet ein |
| sie/Sie | heimsen ein | heimsten ein | heimsen ein | heimsten ein |
Das Wort treffend verwenden
In einem Bericht sollte nach dem lebhaften Verb eine konkrete Leistung folgen. „Das Projekt heimste Erfolge ein“ bleibt unbestimmt; die Zahl der Preise oder die Art der Anerkennung macht den Satz informativer. Für Lob ist keine große Menge erforderlich: Auch ein einzelnes Kompliment lässt sich einheimsen.
