einwilligen
Form & Grammatik
- Stichwort
- einwilligen
- Worttrennung
- ein·wil·li·gen
- Präsens
- sie willigt ein
- Präteritum
- sie willigte ein
- Partizip II
- eingewilligt
- Perfekt
- sie hat eingewilligt
- Hilfsverb
- haben
Das schwache Verb ist trennbar und bildet das Perfekt mit haben. Man kann in etwas einwilligen oder einwilligen, etwas zu tun. Ein direktes Akkusativobjekt ohne Präposition ist in dieser Bedeutung nicht die übliche Konstruktion.
Einwilligen bedeutet, einem vorgeschlagenen Vorhaben zuzustimmen oder sein Einverständnis zu geben. Das Wort klingt förmlicher als „ja sagen“ und bezieht sich auf eine konkrete Entscheidung.
Bedeutung und wichtige Unterschiede
Wer in eine Planänderung einwilligt, akzeptiert sie. Daraus folgt nicht, dass die Person den Vorschlag selbst entwickelt hat oder ihn begeistert begrüßt. Auch nach Zögern kann eine Einwilligung erfolgen.
Einwilligen ist von Nachgeben zu unterscheiden. Nachgeben betont, dass jemand eine bisherige Position unter dem Einfluss anderer aufgibt. Einwilligen bezeichnet zunächst die Zustimmung; über vorausgehenden Druck oder einen Konflikt sagt es allein nichts aus.
Synonyme im Gebrauch
| Alternative | Wann sie passt | Was sich verändert |
|---|---|---|
| zustimmen | einen Vorschlag akzeptieren | Ist die häufigste neutrale Alternative. |
| sein Einverständnis geben | Erlaubnis oder Zustimmung ausdrücken | Ist ausführlicher und besonders deutlich. |
| sich einverstanden erklären | förmliche Zustimmung | Betont die erklärte Haltung. |
| nachgeben | bisherigen Widerstand aufgeben | Enthält eine zusätzliche Aussage über den vorausgehenden Verlauf. |
Zwei eigene Beispiele im Vergleich
Zustimmung präzisieren
Ausgangssatz: Die Gruppe willigte in die Verschiebung der Probe ein.
Alternative: Die Gruppe stimmte der Verschiebung der Probe zu.
Beide Fassungen nennen dieselbe Entscheidung. Der Satzbau wechselt: Einwilligen steht hier mit in und Akkusativ, zustimmen mit Dativ.
Nicht automatisch Begeisterung
Ausgangssatz: Nach kurzem Überlegen willigte Jana ein, das Gespräch zu moderieren.
Alternative: Nach kurzem Überlegen erklärte sich Jana bereit, das Gespräch zu moderieren.
Die Alternative passt zur Übernahme einer Aufgabe. Sie behauptet keine große Freude und auch keinen Zwang. Solche Bewertungen müssten aus weiteren Angaben hervorgehen.
Schreibweise und Grammatik
| Form | Wortform |
|---|---|
| Präsens | sie willigt ein |
| Präteritum | sie willigte ein |
| Perfekt | sie hat eingewilligt |
| Infinitiv mit zu | einzuwilligen |
Das schwache Verb ist trennbar und bildet das Perfekt mit haben. Man kann in etwas einwilligen oder einwilligen, etwas zu tun. Ein direktes Akkusativobjekt ohne Präposition ist in dieser Bedeutung nicht die übliche Konstruktion.
Das schwache Verb ist trennbar und bildet das Perfekt mit haben. Man kann in etwas einwilligen oder einwilligen, etwas zu tun. Ein direktes Akkusativobjekt ohne Präposition ist in dieser Bedeutung nicht die übliche Konstruktion.
Konjugation von einwilligenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | willige ein | willigte ein | willige ein | willigte ein |
| du | willigst ein | willigtest ein | willigest ein | willigtest ein |
| er/sie/es | willigt ein | willigte ein | willige ein | willigte ein |
| wir | willigen ein | willigten ein | willigen ein | willigten ein |
| ihr | willigt ein | willigtet ein | williget ein | willigtet ein |
| sie/Sie | willigen ein | willigten ein | willigen ein | willigten ein |
Das Wort treffend verwenden
Schreibe möglichst dazu, worin die Zustimmung besteht und auf welchen Umfang sie sich bezieht. „Sie hat eingewilligt“ kann sonst mehr Zustimmung nahelegen, als tatsächlich gegeben wurde. In einer Inhaltsangabe sind Zeitpunkt und Bedingungen hilfreich. Sprachliche Zustimmung und die besonderen Voraussetzungen einer rechtlich wirksamen Einwilligung sind jedoch nicht einfach gleichzusetzen; der Wortgebrauch allein klärt solche Fragen nicht.
