erkunden
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- erkunden
- Worttrennung
- er·kun·den
- Präsens
- erkundet
- Präteritum
- erkundete
- Partizip II
- erkundet
- Hilfsverb
- haben
- Trennbarkeit
- nicht trennbar
- Ergänzungen
- etwas erkunden (Akkusativ)
Die Formen heißen erkunden – erkundete – hat erkundet. Das Verb ist schwach und untrennbar. Der Gegenstand steht im Akkusativ: einen Ort, einen Weg oder Möglichkeiten erkunden.
Erkunden bedeutet, etwas durch eigenes Anschauen, Untersuchen oder Ausprobieren genauer kennenzulernen. Man kann eine Gegend, ein Gebäude oder die Möglichkeiten eines Werkzeugs erkunden. Der Schwerpunkt liegt auf dem aktiven Gewinnen von Kenntnissen über etwas noch nicht ausreichend Bekanntes.
Bedeutung und Verwendung
Erkunden kann neugierig und offen erfolgen oder ein bestimmtes Ziel haben. Eine Gruppe erkundet den Stadtteil, um sichere Wege zu finden. Der Gegenstand wird nicht bloß aus der Ferne beschrieben, sondern näher betrachtet. Welche Methode verwendet wird, hängt vom Vorhaben ab.
Zu unterscheiden sind erkunden und sich erkundigen. Beim Erkundigen werden häufig Auskünfte eingeholt; beim Erkunden steht die eigene Untersuchung stärker im Vordergrund. Beides kann zusammengehören: Man fragt nach einem Weg und erkundet anschließend die Gegend selbst. Es sind dennoch verschiedene Tätigkeiten.
Synonyme im Gebrauch
- Erforschen
- Betont meist eine gründlichere, systematische Untersuchung. Erkunden kann schon einen ersten Überblick schaffen und muss noch keine umfassenden Ergebnisse liefern.
- Untersuchen
- Die sachliche Alternative für gezieltes Prüfen. Sie kann enger auf eine bestimmte Frage gerichtet sein, während erkunden auch ein offenes Kennenlernen bezeichnet.
- Sich umsehen
- Passt zum ersten räumlichen Überblick und klingt alltäglicher. Es lässt weniger gezielte Prüfung erwarten als eine Erkundung mit klarer Aufgabe.
Zwei eigene Satzpaare
Ausgangssatz: Die Klasse erkundete die Umgebung der neuen Schule.
Alternative: Die Klasse sah sich in der Umgebung der neuen Schule um.
Die Alternative beschreibt eher einen offenen Überblick. Erkundete kann zusätzlich Aufgaben wie Wege vergleichen oder wichtige Orte festhalten umfassen. Welche Tiefe gemeint ist, sollte die Aufgabenstellung erklären.
Ausgangssatz: Mira erkundete die Möglichkeiten des Zeichenprogramms.
Alternative: Mira probierte die Möglichkeiten des Zeichenprogramms aus.
Ausprobieren macht die praktische Methode deutlich. Erkunden lässt auch Lesen und Beobachten zu. Der Ausgangssatz ist deshalb weiter, die Alternative anschaulicher hinsichtlich der konkreten Handlung.
Grammatik und Schreibweise
Die Formen heißen erkunden – erkundete – hat erkundet. Das Verb ist schwach und untrennbar. Der Gegenstand steht im Akkusativ: einen Ort, einen Weg oder Möglichkeiten erkunden.
Die Formen heißen erkunden – erkundete – hat erkundet. Das Verb ist schwach und untrennbar. Der Gegenstand steht im Akkusativ: einen Ort, einen Weg oder Möglichkeiten erkunden.
Konjugation von erkundenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | erkunde | erkundete | erkunde | erkundete |
| du | erkundest | erkundetest | erkundest | erkundetest |
| er/sie/es | erkundet | erkundete | erkunde | erkundete |
| wir | erkunden | erkundeten | erkunden | erkundeten |
| ihr | erkundet | erkundetet | erkundet | erkundetet |
| sie/Sie | erkunden | erkundeten | erkunden | erkundeten |
Es heißt eine Gegend erkunden, aber sich nach einem Weg erkundigen. Die ähnliche Wortform darf nicht dazu führen, Reflexivpronomen und Ergänzungen beider Verben unbesehen zu vermischen.
Treffend formulieren
Für Lernaufgaben hilft ein klarer Beobachtungsauftrag: Welche Merkmale sollen gefunden, verglichen oder dokumentiert werden? Ein offenes Erkunden kann der Einstieg sein; anschließend sollten die Eindrücke geordnet werden. So wird aus einem bloßen Rundgang ein nachvollziehbarer Gewinn an Wissen über den untersuchten Ort.
